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Foto Aussicht aus der Klufthöhle im Hinteren Raubschloss
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Foto Aussicht aus der Klufthöhle im Hinteren Raubschloss
Icon Wanderweg

Hinteres Raubschloss - Bärenfangwände - Richtergrotte - Goldsteig


niedrigster Punkt: 185 m

höchster Punkt: 464 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Aussicht aus der Klufthöhle im Hinteren Raubschloss
Foto Die Aussicht ist bei jedem Wetter reizvoll
Foto Der Zustieg zum Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Foto Der untere Zustieg auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Foto Der untere Zustieg auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Foto Der spannende Aufstieg auf das Hintere Raubschloss
Foto Die steile Acht-Meter-Leiter in der Klufthöhle des Hinteren Raubschlosses
Foto Der spannende Aufstieg auf des Hintere Raubschloss
Foto Der Aufstieg durch die enge Kluft am Hinteren Raubschloss
Foto Der Ausstieg zum Plateau des Hinteren Raubschlosses
Foto Aussicht vom Winterstein zu den Bärenfangwänden
Foto Die Aussicht vom Winterstein ist bei jedem Wetter reizvoll
Foto Die Aussicht lohnt sich bei jedem Wetter
Foto Informationstafel am Hinteren Raubschloss
Foto Hinteres Raubschloss
Foto Leichte Kraxelstellen am Hinteren Raubschloss
Foto Blick vom Hinteren Raubschloss zu den Bärenfangwänden
Foto Das urwüchsige Heringsloch
Foto Der markante Katzenstein am Roßsteig
Foto Der Felskessel an der Richtergrotte
Foto Der landschaftlich wunderschöne Goldsteig
Foto Die zerklüfteten Felsen am Goldsteig
Foto Der idyllische Goldsteig
Foto Der Goldsteig
Foto Wilde Felsen am Goldsteig
Foto Durch den Zschand zurück zur Neumannmühle
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Neumannmühle im Kirnitzschtal

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Spannende Tour auf ruhigen Wanderwegen und teils schmalen Bergpfaden in einer bizarren Welt aus wild zerklüfteten Sandsteinfelsen und märchenhaften Schluchten im Elbsandsteingebirge


Beschreibung

Diese Wanderung führt uns auf schönen Wegen und Pfaden durch eine der beeindruckendsten Felsenlandschaften Europas. Sie kann durchaus noch als Geheimtipp bezeichnet werden, weil die Wege nicht übermäßig frequentiert sind. Lediglich der Winterstein (Hinteres Raubschloss), welcher von der Neumannmühle in einer knappen Stunde erreicht werden kann, wird noch von zahlreichen Wanderern begangen. Spätestens aber an den Felsriffen der Bärenfangwände wird es zunehmend einsamer. 

Die Begehung der historischen Burganlage am Winterstein ist ein sportliches Abenteuer und führt zu einem wunderbaren Aussichtsplateau. Schnell wird uns bewusst, warum dieser Ort für eine Befestigungsanlage gewählt wurde, deren Überreste als stumme Zeitzeugen noch immer vorhanden sind. 

Das Heringsloch ist ein Geheimtipp dieser Wanderung, weil der Pfad durch eine urwüchsige und einsame Schlucht führt. Steil und bei warmer Witterung beschwerlich führt er auf felsigem Untergrund aufwärts - an einigen Stellen erleichtern in den Sandstein gearbeitete Stufen den Aufstieg.

Weitere Höhepunkte sind die Richtergrotte und der Goldsteig. Die in einem malerischen Felskessel gelegene Richtergrotte, in der das Wasser aus den Wänden rinnt, wirkt atemberaubend. Der Goldsteig windet sich zahlreiche Male um eindrucksvolle Felsformationen, oft auf einem weniger als 50 cm breiten Pfad, der stellenweise von überkniehohen Blaubeersträuchern eingerahmt wird.

Insgesamt ist es eine mittelschwere Tour, die technisch nicht sonderlich schwierig ist, aber eine solide Kondition erfordert. Größere Kinder können sie problemslos gehen, kleinere Kinder könnten aufgrund der Steiganlage des Wintersteins und der Länge sowie Höhenmeter der Wanderung überfordert sein.

Von der Neumannmühle wandern wir zunächst auf dem breiten Forstweg (Wandermarkierung gelber Strich) etwa 1,3 km, bis rechts der Wanderweg (Zeughausstraße/roter Strich) in Richtung "Hinteres Raubschloss (Winterstein)" abgeht. Wir folgen diesem und müssen nach knapp 400 Metern an einer Weggabelung aufpassen und den links abgehenden (südwestlichen) Weg nehmen. Nach einem weiteren halben Kilometer hinter einem auffälligen Jungwald haben wir den Zustiegspfad zur historischen Befestigungsanlage am Winterstein erreicht. Jetzt sind es nur noch wenige Meter Aufstieg und wir stehen nach etwa einer Dreiviertelstunde seit Beginn der Wanderung vor dem eindrucksvollen Felsmassiv der ehemaligen Burg.

Nach ein paar Kraxeleinheiten über Felsstufen erreichen wir die eigentliche Steiganlage mit abenteuerlichen Leitern (u. a. mit einer fast senkrechten ca. acht Meter hohen Leiter in einer großen Klufthöhle) sowie Metalltreppen, die durch beklemmend enge Felsspalten und Felstunnel führen. Bei Gegenverkehr müssen wir uns mit anderen Wanderern absprechen, weil immer nur eine Person passieren kann. Einige Handgriffe helfen an den steilen Stellen beim Überwinden der Steiganlage.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg.

Nach dem Besuch des Hinteren Raubschlosses steigen wir wieder ab bis zum Wanderweg (Wm. roter Strich) und gehen auf diesem rechts (westwärts) weiter, bis nach etwa 500 Metern scharf links ein Weg abgeht. Kurz zuvor haben wir die rechts von uns befindliche Felswand der Wartburg, dem ehemaligen Vorposten des Hinteren Raubschlosses, passiert. Dem Weg folgen wir und wandern nun auf dem wenig begangenen Wanderweg (weiterhin roter Strich) um die Bärenfangwände herum. 

Nach rund einer Viertelstunde seit der Abzweigung haben wir die Gelegenheit, optional einen Abstecher zur Marienhöhle zu unternehmen. Wir erreichen diese über den links abgehenden Pfad durch die Schlucht "Hintergründel" nach rund 300 Metern und 70 Höhenmetern Aufstieg. Der mächtige Überhang dieser Schichtfugenhöhle befindet sich links des Weges und ist nicht zu übersehen. Hier besteht die Möglichkeit, links an der Höhle auf einem mit Blöcken durchsetzten Felsband noch ein Stück weiter zu gehen und die malerische Landschaft zu genießen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, weil es im Verlauf dieses Felsriffs am steilen Abgrund entlang geht. 

Im Anschluss steigen wir durch das Hintergründel wieder zu unserem Wanderweg mit der Wm. roter Strich ab und setzen unseren ursprünglichen Weg linksseitig fort.

Nach einigen Wegbiegungen und etwa 25 Minuten Gehzeit seit dem Hintergründel zweigt links der Weg zum Heringsloch ab (Wm. grüner Strich). Wir steigen auf dem Pfad durch diese urwüchsige Schlucht recht steil aufwärts und erreichen nach etwa 150 überwundenen Höhenmetern den breiten Wanderweg "Roßsteig" (Wm. grüner Punkt). Wir biegen links ab und wandern einen knappen Kilometer in östliche Richtung. Rechtsseitig fällt bald der überwiegende Buchenwald auf, der rund um den Großen Winterberg (552 m) nährstoffreichen basalthaltigen Boden findet - ein Zeugnis von erdgeschichtlichem Vulkanismus.

An einer Weggabelung, an der uns der markante Felsen "Katzenstein" ins Auge sticht, folgen wir weiter der grünen Punktmarkierung nach rechts. Wenn wir im Übrigen den Katzenstein von der Oststeite aus betrachten, erkennen wir tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Katzenkopf.

Unser nächstes Ziel ist die Richtergrotte. Südlich des Katzensteins gabelt sich der Weg und wir bleiben links. Der Weg führt im Verlauf grob ostwärts. Nach einer Viertelstunde kommen wir hinter einer auffälligen rechten Wegbiegung am Krinitzgrab vorbei. Kurz hinter diesem macht unser Pfad einen Linksknick (weiterhin grüner Punkt). Schon bald geht es nach rechts etwas abgesetzt zur Richtergrotte, die sich in einem malerischen Felskessel befindet und auf jeden Fall besucht werden sollte.

Wieder zurück auf dem Weg geht es nach weiteren 100 Metern links auf den Goldsteig, einem landschaftlich absolut lohnenden Pfad, der die Bärenfangwände an der östlichen Seite umrundet. Der Goldsteig ist zwar mit einem grünen Dreieck als "Bergpfad" markiert, er ist jedoch nicht sonderlich schwierig, so dass er von normalen Wanderern problemlos begangen werden kann. Er windet sich etliche Male um eindrucksvolle Felsen, bis er nach einer knappen Stunde auf den Roßsteig führt (grüner oder gelber Strich).

Wir halten uns rechts und treffen nach 800 Metern (knappe viertel Stunde) auf eine wahre Oase, die Gaststätte "Zeughaus", in welches eine Einkehr lohnt. Es gibt einfache Gerichte sowie leckeren Kuchen bei netter Bedienung.

Nach der verdienten Rast geht es zur Schlussetappe. Wir folgen dem breiten Forst- und Wirtschaftsweg (gelber Strich) nordwestlich etwa zwei Kilometer und erreichen dann wieder die Neumannmühle.

 


Sicherheitshinweise

  • Im Hinteren Raubschloss sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig.
  • Leitern und Treppen im Hinteren Raubschloss können je nach Witterung feucht und rutschig sein.
  • Kleinere Kinder sollten im Hinteren Raubschloss gesichert werden.

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die Autobahn A 17 in Richtung Pirna befahren
  • die Abfahrt auf die B 172a nach Pirna nehmen
  • in Pirna weiter auf der B 172 nach Bad Schandau fahren (Bad Schandau ist ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte links abbiegen in die Kirnitzschtalstraße (Richtung Kirnitzschtal/Hinterhermsdorf)
  • bis zum Wanderparkplatz an der Neumannmühle fahren (nach der Felsenmühle)
  • bis "Lichtenhainer Wasserfall" auf die Straßenbahn achten (besondere Verkehrsregeln - Hinweisschilder beachten)

Parken

  • Großer Wanderparkplatz gegenüber der Neumannmühle (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • mit dem Bus 241 (Wanderbus zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf Erbgericht) ab Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau bzw. ab Bad Schandau "Elbkai" (nach dem Übersetzen mit der Fähre F5) bis zur Haltestelle an der Neumannmühle fahren (www.ovps.de)

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung
  • Wanderschuhe, am besten knöchelhoch, Anwendungsgebiet Kategorie A/B oder B

Tipp des Autors

  • Nationalpark-Information am Zeughaus - täglich geöffnet, April und Oktober von 10 bis 16 Uhr, Mai bis September 10 bis 18 Uhr


Literatur

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1, Berg- und Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

Weitere Infos / Links

  • Der Aufstieg auf das Hintere Raubschloss ist nicht für Hunde geeignet.
  • In der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz herrscht striktes Wegegebot ausschließlich auf markierten Wanderwegen.