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Foto An der malerischen Kirnitzsch
Icon Aussichtsreich Icon Rundtour
Foto An der malerischen Kirnitzsch
Icon Wanderweg

Entlang der Kirnitzschklamm und zu den Felsen bei Hinterhermsdorf


niedrigster Punkt: 233 m

höchster Punkt: 443 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto An der malerischen Kirnitzsch
Foto Urige Flora an der Kirnitzsch
Foto Der Felstunnel in der Wolfsschlucht
Foto An den Brüdersteinen
Foto Der Felstunnel in der Wolfsschlucht
Foto Der Tunnel in der Wolfsschlucht
Foto Urige Flora in der Kirnitzsch
Foto Die Aussichtsstelle an den Brüdersteinen
Foto Raststelle am Lindigtblick
Foto Entspannte Atmosphäre an der Kirnitzsch
Foto Aussicht vom Königsplatz
Foto Die älteste Fichte Sachsens unterhalb der Wolfsschlucht (Höhe 60 m)
Foto Lindigthöhle
Foto An den Brüdersteinen
Foto Netter Rastplatz am Königsplatz
Foto Die extrem enge Stiege am Hermannseck
Foto Der Felstunnel unterhalb des Königsplatzes
Foto Der Pfad verläuft direkt neben der Kirnitzsch
Foto Ruhige Pfade unterhalb der Rabensteine
Foto Blick aus der Lindigthöhle
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Hinterhermsdorf am Wanderparkplatz Buchenparkhalle bzw. bei Anfahrt mit ÖPNV in Hinterhermsdorf Ortsmitte/Erbgericht

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Eine Tagestour in überwiegend unberührter Natur, die zum großen Teil entlang der Kirnitzschklamm an der deutsch-tschechischen Grenze verläuft und uns zu den Aussichtsfelsen bei Hinterhermsdorf führt

Beschreibung

Diese besonders naturnahe Wanderung führt uns zunächst zum Aussichtspunkt Königsplatz und im Verlauf zur Kirnitzschklamm im deutsch-tschechischen Grenzgebiet bei Hinterhermsdorf und ist überwiegend geprägt von ruhigen Wegen und Pfaden entlang wunderschöner Bäche in der abgelegensten Ecke der Sächsischen Schweiz. Der Königsplatz ist ein hervorragender Aussichtspunkt, von dem es sich weit in die Umgebung der Sächsisch-Böhmischen Schweiz blicken lässt. Bevor wir im Anschluss die märchenhafte Kirnitzschklamm erreichen, passieren wir erst einmal das Hermannseck mit der kleinen Schutzhütte (Schlegelhütte). Ein kleines Abenteuer der harmlosen Art ist der Abstieg durch die wahrlich enge und steile Kluft. Einzig an diesem Ort treffen wir auf kleinere Ansammlungen von Kurzausflüglern, weil unterhalb der Aussichtsstelle die kommerziellen Bootstouren von der Oberen Schleuse enden. Die Brüdersteinaussicht und der Lindigtblick gegen Ende der Tour sind als ein weiterer Geheimtipp zu betrachten, denn hierhin verschlägt es nur wenige Wanderer. Insgesamt ist es eine Wanderung für Genießer/innen, die etwas mehr Einsamkeit bevorzugen.

Bei Anfahrt mit dem Wanderbus 241:

Vom Erbgericht/Ortsmitte folgen wir der Straße exakt südwärts und richten uns nach den Wandermarkierungen mit dem blauen oder roten Querstrich bzw. dem grünen Punkt (zunächst Schandauer Straße, im Verlauf Neudorfstraße und später Buchenstraße). Anfangs bewegen wir uns noch auf der gleichen Route, die zum Touristenmagneten "Obere Schleuse" führt (auch der "Königsplatz" ist ausgeschildert). Nach fast exakt einem Kilometer treffen wir auf einen großen Parkplatz am Waldrand, der an schönen Wochenenden bereits gut frequentiert ist, weil dieser der der Klamm am nächsten liegende Parkplatz ist. Hiervon sollten wir uns nicht abschrecken lassen, denn fast alle Parkplatznutzer verfolgen das Ziel, eine Kahnfahrt durch die Kirnitzschklamm zwischen der Oberen Schleuse und dem Hermannseck zu machen oder ggf. den Klammweg in diesem Bereich entlang zu wandern. Achtung: Den Wegweiser zum Königsplatz über die Route mit der Wegmarkierung "roter Querstrich" ignorieren wir an dieser Stelle. Wir laufen statt dessen geradeaus weiter, vorbei am Wanderparkplatz Buchenpark. Wir folgen für sehr kurze Zeit (300 Meter) dem grünen Punkt.

Start ab dem Parkplatz am Buchenpark:

Vom Parkplatz starten wir nach rechts auf dem breiten Forstweg in exakt südwärtige Richtung. 

Für alle weiter:

An einer deutlichen Weggabelung nach 300 Metern oder knapp fünf Minuten bleiben wir links (unmarkiert). Die Landschaft wird zunehmend idyllischer. Etwa zehn Minuten später in einer großen Linkskurve geht links ein unscheinbarer Pfad ab (Wegweiser "Königsplatz"). Das ist jetzt unser Pfad, der uns auf teils sehr schmalem Pfad und später über einige Stufen über die schöne Nordwestseite auf den Königsplatz führt (10 - 15 Minuten).

Der Abstieg erfolgt nun über den Weg mit der roten Markierung. An der Weggabelung nach 150 Metern müssen wir nach rechts und steigen weiter ab. Der Weg verläuft stellenweise am recht steilen Hang mit einigen kleinen Steilabbrüchen. Der Weg ist zwar breit genug, dennoch sollten wir aufpassen. Die Landschaft ist wunderschön, an den Felsen befinden sich teilweise riesige gelbe Schwefelflechten. Einmal führt die Route durch einen 20 Meter langen Felstunnel. Fünf Minuten später ab einer Wegbiegung nach rechts (Tunnelweg) wird die Landschaft weniger felsig und wir müssen aufpassen, um den schon bald links abgehenden Weiterweg nicht zu verpassen (südlich - immer weiter dem roten Strich folgend). Nach 50 Metern gleich wieder links halten und auf wildem Pfad durch eine märchenhafte kleine Schlucht in östliche/südöstliche Richtung absteigen. Im weiteren Wegverlauf rechts/südlich halten. Alsbald trifft unser kleiner Weg auf einen breiten Hauptwanderweg (Hollweg). 

Wir biegen am Hollweg rechts ab und wandern 100 Meter bis zum links abzweigenden Comtessensteinweg (Wegweiser). 

Der ruhige Comtessensteinweg führt uns nach 300 Metern zu einer Weggabelung vor einer markanten Kirrung (Lichtung mit einer Salzlecke für Wild). Hier haben wir die Möglichkeit, dem Hauptweg nach rechts bzw. südlich etwas weniger urig weiter durch den Hirschgrund zu folgen (und dann später am Rabensteinweg/grüner Strich links) oder aber rechtsseitig der Lichtung zunächst ostwärts weiter zu wandern. Wir entscheiden uns für letztere Variante und haben schon nach wenigen Minuten linksseitig einen kleinen Bach neben uns, der der nahegelegenen Quelle "Eichelborn" entspringt und beruhigend dahinplätschert. Nun heißt es aufpassen, denn sobald auf der anderen Seite ein Pfad sichtbar wird, müssen wir den Bach an einer günstigen Stelle überqueren und auf der gegenüberliegenden Seite weiter laufen (der Pfad rechtsseitig läuft nämlich recht bald aus). Wir entfernen uns allmählich vom Bach und wandern hangaufwärts in nordöstliche Richtung. Der Comtessensteinweg mündet in den Wolfssteinweg und jener trifft nach kurzer Zeit auf den Hohweg (verlängerter Rabensteinweg/grüner Strich), dem wir nach links bzw. exakt nordwärts für gerade einmal 100 Meter folgen. Wir biegen sodann im spitzen Winkel nach rechts auf den Schleusenhornweg (roter Strich) ab. Das Hermannseck ist hier ausgeschildert. Nach gut zehn Minuten bzw. nach grob eineinhalb Stunden seit dem Start erreichen wir unser nächstes Zwischenziel.

Der Abstieg vom Hermannseck kann über zwei Wege erfolgen. Abenteuerlustige wählen jenen durch die extrem enge Kluft. Noch enger geht es nur am Sachsenstein im Bielatal zur Sache. Wer es etwas breiter bevorzugt, hat die Möglichkeit, einen bequemen Abstieg zu wählen. Unten angekommen, wandern wir rechts durch ein Felsentor und folgen von nun an der Wm. mit dem blauen Strich. Wir befinden uns im Übrigen nicht ganz unten in der Klamm, sondern auf der ersten Ebene der Felsriffe - zunächst immer noch weit oberhalb der Kirnitzsch. Wir folgen dem schmalen Pfad und bewegen uns innerhalb einer märchenhaften Landschaft - rechtsseitig immer an schönen Sandsteinfelsen und linksseitig meistens an der tiefen Schlucht entlang. Auf dem folgenden Streckenabschnitt ist es spürbar einsamer als eben noch am Hermannseck, weil wenige Meter flussaufwärts von jenem die Teilnehmer der Kahnfahrten ankommen und über diesen Knotenpunkt ihren Rückweg nach Hinterhermsdorf antreten. Nur die Wenigsten nehmen die lange Wanderung durch den anderen Teil der Kirnitzschklamm auf sich, weil die erste Abzweig-Möglichkeit erst nach mehreren Kilometern kommt.

Erst an der Wolfsschlucht mit dem spannenden Felstunnel steigen wir, teils über Stufen, hinunter an die Kirnitzsch, die von jetzt an eine ganze Weile an unserer Seite sein wird. Nach wenigen Metern hinter der Wolfsschlucht passieren wir die mit 390 Jahren älteste und mit rund 60 Metern höchste Fichte Sachsens, die einen bemerkenswerten Stammdurchmesser von 1,85 Meter hat.

Noch prägen Felsen links der Kirnitzsch und rechts unseres Pfades das Landschaftsbild, aber schon bald weitet sich das Tal und wir gelangen in eine wunderschöne Auenlandschaft, durch die sich die Kirnitzsch malerisch hindurchschlängelt. 

Nach etwa 1:15 Stunden seit dem Hermannseck erreichen wir den links abgehenden Weg zum offiziellen Grenzübergang für Wanderer (Grenzübergang Hinterdittersbach), den wir aber sprichwörtlich links liegen lassen und geradeaus weiter wandern (weiter blauer Querstrich). Unser kleiner Pfad geht jetzt in einen breiten teils asphaltierten Weg über, den wir uns nun mit einigen wenigen Radfahrern (offizielle Radroute) teilen, was aber überhaupt kein Problem ist. Der landschaftliche Charakter ändert sich indes nicht - es bleibt wunderschön. Wenn wir nach 20 - 25 Minuten rechtsseitig am Wegrand die gefasste Marienquelle entdecken, ist das für uns das Zeichen, dass wir in Kürze rechts abbiegen müssen. Wir passieren noch die Simmersdorfer Brücke und entdecken kurz darauf unseren Abzweig in das Lindigtgründel (roter Querstrich).

Es geht in angenehmer Steigung aufwärts und was anfangs noch als Wanderweg begonnen hat wird immer mehr zum Wanderpfad. Kurz hinter einer Lichtung südlich der Felsgruppe "Mehlsäcke" trifft unser Pfad auf einen breiten Forstweg, dem wir nach links folgen (weiterhin roter Querstrich). Der Weg beschreibt sogleich eine S-Kurve, hinter der sich nach 100 Metern linksseitig die landschaftlich schön gelegene Lindigthöhle (Schichtfugenhöhle) befindet. Nach etwas mehr als 100 Metern hinter der Höhle können wir, bevor der Forstweg eine deutliche Linkskurve macht, links auf einen unscheinbaren Pfad abbiegen, der uns ein Stück des Forstweges erspart. Der Pfad verläuft genau nordwärts und trifft nach rund 200 Metern auf einen Wanderweg (Wegmarkierung grüner Punkt). Hier links. Wer den Pfad nicht begehen möchte, einfach zunächst weiter auf dem Forstweg bleiben und dem roten Strich folgen bis zum Abzweig des Weges mit der Wegmarkierung grüner Punkt - dann links. Dem grünen Punkt folgend jetzt bis zur Brüdersteinaussicht bzw. zum Lindigtblick wandern (hier auf die Wegweiser achten/jeweils Sackgassen). Nach dem Besuch der beiden landschaftlich schönen und ruhigen Aussichtspunkte dann auf dem gleichen Weg wieder zurück bis zur Wegkreuzung unseres bereits bekannten Forstweges. 

Nun richten wir uns allerdings weiter nach dem grünen Punkt (an der nächsten Weggabelung geradeaus bzw. tendenziell rechts halten), der uns ebenfalls auf einem breiten Forstweg in einer Viertelstunde zurück zum Wanderparkplatz führt.


Sicherheitshinweise

  • Beim Abstieg vom Königsplatz und auf dem Steig oberhalb der Kirnitzschklamm ist Trittsicherheit erforderlich.
  • Die Metallstufen der Stiege durch die Kluft am Hermannseck können bei Feuchtigkeit ziemlich rutschig sein.

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Prag
  • Abfahrt Nr. 6 auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau (ausgeschildert)
  • in Bad Schandau hinter der Kirche links in die Kirnitzschtalstraße abbiegen und bis Hinterhermsdorf Ortsmitte fahren
  • in Hinterhermsdorf Ortsmitte den Wegweisern zum Parkplatz an der Buchenparkhalle folgen (ab Ortsmitte rechts halten)

Parken

  • großer Wanderparkplatz an der Buchenparkhalle (gebührenpflichtig - Tagesticket 4,00 Euro - Stand Mai 2020)
  • Ausweichparkplatz in Hinterhermsdorf Ortsmitte/Erbgericht (insgesamt eine halbe bis dreiviertel Stunde mehr Wanderzeit einplanen)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • ab Bhf. Bad Schandau mit der Buslinie 241 (Wanderbus) bis nach Hinterhermsdorf Haltestelle "Erbgericht" fahren (zugleich Endhaltestelle) - regelmäßige Verbindung (www.ovps.de)

oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau (halbstündlich)
  • ab Bhf. Bad Schandau mit der Buslinie 241 (Wanderbus) bis Hinterhermsdorf Haltestelle "Erbgericht" fahren (zugleich Endhaltestelle) - regelmäßige Verbindung (www.ovps.de)

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)

Tipp des Autors

  • ggf. Fernglas und Tier- bzw. Vogelführer für die prächtige Tierwelt mitführen (ein wenig Glück gehört allerdings dazu)

Literatur

  • Stiegen-Wanderführer Sächsische Schweiz (Unterwegs auf schmalen Pfaden und den schönsten Stiegen), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 978-3-934514-27-0
  • Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

beide erhältlich z. B. in der Touristeninformation in Bad Schandau oder im Aktivzentrum in Bad Schandau (beide nur wenige Schritte voneinander entfernt)


Weitere Infos / Links

  • Vom Hermannseck durch die enge Kluft besser rückwärts absteigen (größere Rucksäcke sollten schon vor dem Beginn des Abstiegs abgenommen und vor der Brust bzw. oberhalb getragen werden). Bitte ggf. mit dem Gegenverkehr verständigen. Optionaler bequemer Nebenabstieg über normale Stufen möglich.