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Foto Wunderbare Bachlandschaft im Kirnitzschtal
Icon Streckentour Icon Mit Einkehrmöglichkeit
Foto Wunderbare Bachlandschaft im Kirnitzschtal
Icon Wanderweg

Flößersteig


niedrigster Punkt: 117 m

höchster Punkt: 211 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Wunderbare Bachlandschaft im Kirnitzschtal
Foto Der Weg führt stellenweise dicht am Steilabbruch entlang
Foto Steilabbruch am Flößersteig
Foto Links Wasser - rechts Felsen - schöne Wegpassagen
Foto Hier geht es an zwei Stahlklammern empor
Foto Teilweise geht es an üppigen Wiesen vorbei
Foto nicht zu unterschätzende seilversicherte Wegpassagen
Foto Bei Nässe ganz schön glatt
Foto Ernstzunehmender Hinweis
Foto Hier mündet die Kirnitzsch in die Elbe
Foto Der Flößersteig am Kurpark in Bad Schandau
Foto Der Flößersteig führt oft sehr dicht an der Kirnitzsch entlang
Foto Der Pfad verläuft oft direkt neben der Kirnitzsch
Foto Im schönen Kirnitzschtal
Foto Der schöne Flößersteig
Foto Seilversicherte Passage zwischen Ostrauer Mühle und Forsthaus
Foto versicherte Passage auf dem Flößersteig
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Kirnitzsch-Mündung an der Elbe östlich der Toskana-Therme

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Schöner Lehrpfad durch das malerische Kirnitzschtal, auf dem anhand von zahlreichen Lehrtafeln das historische Gewerbe der Flößerei erklärt wird

Beschreibung

Diese Wanderung ist der ideale Tipp für sommerliche heiße Tage, weil sie überwiegend schattig und nah an der idyllischen Kirnitzsch verläuft. Aber auch an Tagen, an denen die Aussichtsfelsen und Tafelberge der Sächsischen Schweiz keine gute Fernsicht bieten, schlägt die Stunde dieser Tour. Dabei geizt sie nicht mit Einkehrmöglichkeiten, um sich zu erfrischen. Ganze vier Mal haben wir hierzu in passenden Abständen voneinander die Gelegenheit.

Anschaulich wird entlang der Strecke anhand von kleinen Lehrtafeln über das historische Gewerbe der Flößerei informiert. Als der Holzbedarf rasant anstieg, begann im Kirnitzschtal etwa um 1580 die Flößerei und es mussten umfangreiche Waldbestände der Sächsischen Schweiz abgeholzt und die Baumstämme auf der Kirnitzsch aufwändig nach Bad Schandau geflößt werden. Wir können nur schwer erahnen, mit welchem körperlichen Einsatz die Arbeit auf damals noch unbequemen Steigen vonstatten ging. In den zahlreichen Sägemühlen entlang der Kirnitzsch wurden die Stämme für den Transport verarbeitet oder teilweise bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs der Holzschliff praktiziert.

Heute stellt sich der Steig für uns weit weniger arbeitsreich dar, so dass wir die Bachlandschaft voll genießen und bei heißer Witterung an einigen Stellen sogar wunderbar die Füße im Wasser abkühlen können.

Wir folgen dem Verlauf der Kirnitzsch bis zur Rudolf-Sendig-Straße und laufen diese links entlang. Nach 200 Metern zweigt am Hotel Lindenhof rechts die Badallee ab. Wir laufen diese bis zum Ende des Hotelkomplexes und durchqueren den links befindlichen schönen Kurpark, vorbei am dortigen Brunnen, bis zur Promenade, die nun wieder parallel zur Kirnitzsch verläuft. Immer an dieser entlang passieren wir nach wenigen Minuten die Kurklinik. Am Parkplatz der Klinik müssen wir für ein kurzes Stück an der Kirnitzschtalstraße entlang laufen. Wir entdecken gegenüber der rechts abzweigenden Straße "Ostrauer Berg" den dort beginnenden Waldweg, dem wir immer parallel zur Kirnitzschtalstraße bis zur Ostrauer Mühle folgen. Am Zeltplatz der Ostrauer Mühle führt der Flößersteig hinab zur Straße, so dass wir diese und die gegenüber befindliche Brücke über die Kirnitzsch überqueren und den Weg am Gelände der Ostrauer Mühle vorbei fortsetzen. Der Flößersteig ist fortan immer ausgeschildert. Hinter dem Mühlengelände erfolgt auch der erste Hinweis, dass der Flößersteig "schwierig" ist. Diesen Hinweis sollten wir ernst nehmen, denn es ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Der Wegabschnitt zwischen der Ostrauer Mühle und dem Forsthaus ist an steilen und felsigen bzw. verwurzelten Stellen versichert. Der Granit ist vor allem bei Nässe sehr glatt, weshalb die Kettenversicherungen bzw. Handläufe ihre Berechtigung haben; vor allem, weil das Gelände teilweise recht steil zur Kirnitzsch abfällt.

Ab dem Forsthaus wird der Steig sanfter. Nur noch an einer Stelle geht es ziemlich dicht am steilen Abgrund entlang, jedoch ist diese Stelle unschwierig zu passieren. Schmale Pfade wechseln sich von nun an mit Wegen ab, größtenteils unmittelbar neben der Kirnitzsch verlaufend. Kurz vor dem Beuthenfall kann eine harmlose Steilstufe mit Hilfe von zwei Metallbügeln im Fels ebenfalls ohne größere Schwierigkeiten überwunden werden.

Zwischen dem Beuthenfall und dem Lichtenhainer Wasserfall führt der Flößersteig auf einer Strecke von etwa 700 Metern an der Kirnitzschtalstraße entlang. Ein Seitenstreifen ist zwar breit genug, um darauf zu laufen, jedoch sollten wir die dicht neben uns befindlichen Straßenbahngleise im Auge behalten und uns auch mal umschauen, ob sich eine Straßenbahn von hinten annähert, abgesehen natürlich vom normalen Kfz.-Verkehr, der dort vorbeiführt. Hinter der Gaststätte am Lichtenhainer Wasserfall bzw. am Parkplatz überqueren wir die kleine Kirnitzsch-Brücke und setzen unseren Weg wieder auf einem Pfad fort. Wir müssen nach gut 100 Metern nur aufpassen, weil unser Steig an der Weggabelung links abwärts führt (hinunter zur Kirnitzsch). Lediglich kurz hinter der Lichtenhainer Mühle trennen wir uns einmal für wenige hundert Meter von der Kirnitzsch, indem wir den nördlichen Ausläufer des Hausbergs mit kaum merkbaren Höhenunterschieden überschreiten.

Landschaftlich schön führt uns der Pfad nun wassernah weiter bis zur Neumannmühle, dem Endpunkt der Wanderung. Der Weiterweg bis zur nahen Buschmühle verliefe wieder direkt an der Straße, so dass die Tour hier getrost beendet werden kann.


Sicherheitshinweise

  • Der Wegabschnitt zwischen der Ostrauer Mühle und dem Forsthaus hat zahlreiche Seilversicherungen entlang z. T. steiler und ausgesetzter Stellen (bzw. durch Ketten oder Stangen gesichert). Hier ist unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Insbesondere bei Nässe ist das Granitgestein (Lausitzer Überschiebung) sehr rutschig.

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau (ausgeschildert) 

Rückfahrt aus dem Kirnitzschtal zum Parkplatz siehe oben


Parken

  • großer Parkplatz am Elbkai in Bad Schandau (gebührenpflichtig)
  • kleiner Parkplatz (10 Pkw) am Anfang der Kirnitzschtalstraße kurz hinter der Rechtskurve auf der linken Seite (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe zum Elbkai Bad Schandau übersetzen (halbstündlich) 

 oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau (halbstündlich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe zum Elbkai Bad Schandau übersetzen (halbstündlich) 

Rückfahrt aus dem Kirnitzschtal:

  • von der Neumannmühle mit dem Wanderbus Linie 241 bis zur Haltestelle "Bad Schandau Kurpark" bzw. zur Halltestelle "Bad Schandau Elbkai" fahren

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Halbtagestour
  • feste Wanderschuhe (am besten knöchelhoch, Kategorie A/B) 

Tipp des Autors

  • Besuch des Technischen Museums Neumannmühle (älteste Säge- und Holzschliffmühle im Kirnitzschtal), von Ostern bis 31. Oktober Dienstag bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr (Montag geschlossen),

Literatur

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

Weitere Infos / Links

  • Der Wegabschnitt zwischen der Ostrauer Mühle und dem Forsthaus weist die geologische Besonderheit der Lausitzer Überschiebung auf, bei der sich vor Jahrmillionen der Lausitzer Granit über die Sandsteinschicht geschoben hat. Hier herrscht Granitgestein vor, was auf dem Flößersteig besonders deutlich wird.