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Foto An der Schrammsteinaussicht
Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit Icon familienfreundlich
Foto An der Schrammsteinaussicht
Icon Wanderweg

Panoramatour aus Bad Schandau auf die Schrammsteine


niedrigster Punkt: 118 m

höchster Punkt: 417 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto An der Schrammsteinaussicht
Foto Aussicht auf den Falkenstein und die Schrammsteine
Foto Am Schrammtor
Foto Blick von der Schrammsteinaussicht
Foto Im engen Teil des Lattengrunds
Foto Toller Blick auf die Schrammsteine von der Falkensteinstraße in Ostrau
Foto In den Schluchten des Wildschützensteigs
Foto Auch bei Regen lässt es sich auf dem Schrammsteinweg herrlich laufen
Foto Einmalige Felsen am Zschiehädelsteig
Foto Markante Felsen am Anfang des Zschiehädelsteigs
Foto Mystische Stimmung auf dem Schrammsteinweg bei Regenwetter
Foto Durch enge Schluchten geht es auf dem Wildschützensteig aufwärts
Foto Eine der Sendig-Villen in Ostrau
Foto Idylle im Meergründel
Foto Im Schießgrund fühlt man sich wie in einer anderen Welt
Foto Mystische Stimmung in den Schrammsteinen
Foto Markante Felskulisse am Anfang des Zschiehädelsteigs
Foto Der Zschiehädelsteig wird nicht sehr oft begangen
Foto Dieses Haus am Zschiehädelsteig ist auf einem Felsriff gebaut
Foto Blick aus Ostrau zu den Schrammsteinen
Foto An der Schrammsteinaussicht
Foto Blick von der Schrammsteinaussicht zum Hohen Torstein und zum Falkenstein
Foto Schmaler Durchlass im Lattengrund
Foto Über Sinn oder Unsinn von Aussichtsplattformen lässt sich streiten
Foto Der Rauschenstein (Bildmitte) in einer mystischen Wolkenhülle
Foto Im märchenhaften Meergründel
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Bad Schandau am Marktplatz (Kirche)

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Wunderschöne Panorama- und Schluchtentour in die atemberaubende und abenteuerliche Felsenwelt der Schrammsteine


Beschreibung

Wer in die Sächsische Schweiz reist, wird mit Sicherheit eine Tour zur Schrammsteinaussicht und über die Schrammsteine machen wollen. Die hier beschriebene Wanderung ist für alle diejenigen ideal, die aus Bad Schandau oder Ostrau ohne Anfahrt mit dem Auto oder den ÖPNV direkt starten und somit unabhängig von der Parkplatzsuche oder Fahrplänen sein möchten. Das Beste daran ist, dass wir bereits in Ostrau auf dem Weg zu den Schrammsteinen an wunderbaren Aussichtsplätzen und sehenswerten alten Villen vorbeikommen. Der schöne Weg zur Aussicht an der Emmabank sowie der Abstiegspfad durch das idyllische Meergründel führen uns allmählich in die Welt der Sandsteinfelsen, die uns dann beim Aufstieg durch den Lattengrund Respekt einflößend nah links und rechts des Weges einen Vorgeschmack auf das bieten, was uns in Kürze beim Durchschreiten des Schrammtores erwarten wird. Unangefochtene Höhepunkte der Tour sind der Aufstieg durch die engen Schlüchte des Wildschützensteigs und das atemberaubende Panorama von der Schrammsteinaussicht. Beim anschließenden Überschreiten der Schrammsteine bieten sich uns weitere wunderschöne Aussichten.

Wir starten, indem wir am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln und durch die Kirchstraße bis zum Basteiplatz laufen. Hier rechts bis zur Kirnitzschtalstraße, diese sowie anschließend die Bachbrücke überqueren und durch den Kurpark am Brunnen vorbei zur Badallee. Zwischen den Häusern beginnt der Wanderweg. Es geht anfangs über Treppen aufwärts, bis wir das große in den Felsen eingebrachte Lutherdenkmal erreichen. Von dort steigen wir weiter auf und haben nach einer Viertelstunde seit dem Start eine Aussichtsstelle erreicht, die einen Blick über Bad Schandau und über die Elbe erlaubt.

Wir wandern nun ein kurzes Stück kaum ansteigend weiter. An der zweiten Weggabelung halten wir uns rechts in Richtung des Luchsgeheges, welches nach kurzer Zeit rechts von uns erscheint. An der Weggabelung hinter dem Luchsgehege bleiben wir links und wandern weiter aufwärts durch den Wald. Kurz vor dem Ende des Waldes bleiben wir rechts und entdecken bereits die 2019 eröffnete Aussichtsplattform, die sich an der Straße "Ostrauer Ring" befindet. Von hier können wir u. a. den großen und den kleinen Zschirnstein, den Kleinhennersdorfer Stein und den Papststein sehen. Wir laufen an der Straße grob in östliche Richtung weiter - die wunderschönen Sendig-Villen, ein Kneippbecken sowie ein Kinderklettergerüst mit einigen Trimmdich-Geräten passierend. Kurz danach haben wir am südöstlichen Ortsrand von Ostrau einen traumhaften Blick über weite Felder auf den Falkenstein und auf die Schrammsteine. Hier verlassen wir den bebauten Bereich und biegen rechts auf einen Wanderweg ab (grüner Punkt)

Bereits nach wenigen Metern geht vom Wanderweg links ein schmaler Pfad (Emmabankweg ist ausgeschildert) ab, dem wir folgen müssen, um in einer Viertelstunde zur Emmabank, einer weiteren Aussichtsstelle, zu gelangen (etwa eine Dreiviertelstunde seit dem Start). 

Wir folgen dem Pfad weiter und bekommen allmählich einen ersten kleinen Eindruck von der Sandsteinwelt. Der Pfad schlängelt sich entlang einiger kleiner Schluchten, zwischendurch ragen anfänglich auf der rechten Seite bereits die Felsen der Schrammsteine durch den Wald.

An der Abzweigung "Meergründel/Schrammsteinbaude" biegen wir nach etwa zehn Minuten ab und steigen durch ein wildromantisches kleines Tal ab - aber nicht bis zur Schrammsteinbaude. Keine 100 Meter zuvor zweigt nämlich nach rechts zwischen den Grundstücken ein schmaler Weg ab, der uns zum Lattengrund führt (blauer Querstrich).

Nach 150 Metern überqueren wir im Zahnsgrund die Straße und beginnen auf der anderen Seite unseren Aufstieg durch den Lattengrund. Erst einmal sind recht viele Stufen zu überwinden. Die Schlucht wird zunehmend schmaler und felsiger, bis es durch ein kleines Felsentor und durch einen recht engen Schlauch hindurchgeht. Dahinter weitet sich die Schlucht wieder und wir steigen wieder über Stufen aufwärts. Wenn wir die letzten Stufen bewältigt haben macht der Weg einen deutlichen Rechtsknick. Kurzfristig haben wir hier einen schönen Blick auf den jetzt schon recht nahen Falkenstein. Der nun folgende Wegabschnitt führt zehn Minuten lang unspektakulär durch den Wald bis zu einer großen Wegkreuzung. Wir überqueren diese und gehen geradeaus (nordöstlich) weiter zum bereits sichtbaren eindrucksvollen Schrammtor mit seinen bizarren Felsen. Wir durchschreiten diese stark erodierten teils goldgelben Sandsteinfelsen inmitten von links und rechts erdrückend aufragenden senkrechten Wänden. 

Ohne Höhenunterschiede schlängelt sich der Wanderweg rechts der Schrammsteinfelsen entlang, bis nach zehn Minuten linksseitig der "Wildschützensteig" abgeht (ausgeschildert - nur im Aufstieg). Anfänglich über eine kurze Rampe, dann weiter über Leitern, Treppen und durch mehrere enge Schluchten geht es nach oben zum Schrammsteinweg/Picknickplatz mit mehreren Bänken führt (zehn Minuten). Von hier sind es noch fünf Minuten mit leichter Kraxelei und über Leitern zur Schrammsteinaussicht.

Vom Aussichtspunkt steigen wir auf gleichem Weg wieder ab bis zum Schrammsteinweg/Gratweg, den wir im ersten Teil durchaus spannend im stetigen Auf- und Ab über Treppen und Leitern entlang wandern. Wir folgen fortan der blauen Strichmarkierung. Einmal müssen wir etwas aufpassen, um nicht über den rechtsseitig abgehenden "Jägersteig" abzusteigen - also links halten. Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas zahmer und wir bewegen uns ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter auf dem Schrammsteinweg in ostsüdöstliche Richtung.

Nach einer knappen Stunde seit der Schrammsteinaussicht erreichen wir die großflächige Aussichtsstelle an der Breiten Kluft, von der es sich herrlich nach Süden bzw. Südosten über die südlichen Ausläufer der Schrammsteine und über die Elbe blicken lässt. Im Vordergrund befindet sich der markante einzeln stehende Rauschenstein, von dem wir nur die Westflanke sehen, der aber von den Gesteinsausmaßen fast doppelt so groß ist wie der riesige Falkenstein. 

An der Breiten-Kluft-Aussicht macht unser Wanderweg einen Schwenk nach links bzw. Norden und nach kurzer Zeit wieder rechtwinkelig nach rechts in Richtung Osten (immer noch blauer Querstrich). Dieser markante Wegknick, an dem wir auf die Nordseite der Felsen wechseln, zeigt uns an, dass wir in knapp 400 Metern bzw. etwa sieben Minuten nach links durch die "Lehne" unterhalb der Lorenzwände absteigen und der Wegmarkierung mit dem grünen Querstrich folgen müssen (Wegweiser). Einen Kilometer lang verlieren wir in schöner und ruhiger Umgebung bis zu einer Wegkreuzung sanft an Höhe. An dieser Kreuzung links weiter der gelben Strichmarkierung folgen, die für den nächsten Kilometer unserer Orientierung dienen soll. Nach dieser Kreuzung kommt bereits nach knapp 150 Metern erneut eine Wegkreuzung, an der wir links weiter wandern. Auf diesem Weg umlaufen wir die Schrammsteine an deren Nordseite - dichter Wald verhindert jedoch bis auf wenige Ausnahmen eine Sicht auf die Felsen. So bemerken wir auch kaum, dass wir in einer langgezogenen Rechts-Links-Kurve den Hohen Torstein passieren, der vorhin von der Schrammsteinaussicht aus gesehen recht gewaltige Ausmaße hatte. Wenn der Weg dann jene große Linkskurve macht, zweigt schon kurz darauf rechts der Weg in den Schießgrund ab (ab jetzt grüner Punkt). Durch diesen steigen wir dann in einer traumhaften Schlucht ab, nachdem wir noch eine Aussicht auf den nahen Falkenstein genossen haben. Optional bietet sich von hier aus auch die Möglichkeit an, den Falkenstein zu umwandern.

Nachdem wir am Ende des Schießgrunds den Parkplatz an der Straße im Zahnsgrund erblickt haben, wechseln wir links von diesem die Straßenseite und entdecken sogleich unseren Weiterweg. Der Zschiehädelweg ist auch ausgeschildert, aber unmarkiert. Wir müssen ihm aber einfach nur aufwärts folgen - jedoch nicht, ohne die markanten und beeindruckenden Felsen, die einen runden Felsblock festzuhalten scheinen, auf unserer rechten Seite bestaunt zu haben. Im Aufstieg erkennen wir ein Haus an einem interessant gewählten Platz, denn dieses Haus ist direkt auf einem der Felsriffe gebaut worden. Am oberen Ende des Zschiehädelwegs wird der Weg breit und wir laufen zwischen Feldern direkt zur Falkensteinstraße, der Verbindungsstraße nach Ostrau, welche die gleiche ist, die wir im Zahnsgrund gerade überquert hatten. 

Wir überqueren sie erneut, um auf den Fußweg gegenüber zu gelangen. Auf diesem nun links bis zu einem großen Spielplatz auf der linken Seite am östlichen Ortsrand von Ostrau. Zwischendurch bietet sich von der Straße noch einmal ein tolles Panorama zu den Schrammsteinen und dem Falkenstein.

Am Spielplatz führt ein Weg entlang, der uns zur prächtigsten Aussicht ganz Ostraus leitet. Denn genau am rechtwinkeligen Wegknick eröffnet sich uns nach Osten ein wundervoller Blick zu den Schrammsteinen und nach Süden zu den linkselbischen Tafelbergen. Direkt vor uns befinden sich an der so genannten Ostrauer Scheibe die Rapsfelder, die im Mai mit ihrem leuchtenden Gelb eine traumhafte, fast schon kitschig schöne Kulisse abgeben.

Kurz darauf kommen wir zur Straße Ostrauer Ring, der wir schräg links gegenüber an der Falkenstein-Klinik vorbei folgen. Hier gibt es mit einem Imbiss, der Bistro in der Klinik sowie der Gaststätte "Turmeck" gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten. Danach weiter der Straße Ostrauer Ring entlang und im Verlauf halb rechts haltend über den Schanzenweg bis zum Wald. Die Straße wird zur Sackgasse und durch einen Wanderpfad fortgeführt (Bergsteigerpromemade), auf dem wir nach Bad Schandau absteigen. Im unteren Bereich noch einmal links und gleich wieder rechts und wir erreichen wieder die Badallee in Bad Schandau. Jetzt können wir durch den Kurpark entlang des Flößersteigs an der Kirnitzsch wieder zum Ortskern und zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückkehren.


Sicherheitshinweise

  • Kinder beaufsichtigen
  • Die Stufen und Leitersegmente auf dem Wildschützensteig und auf dem Gipfelanstieg können bei Nässe sehr rutschig sein.

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna fahren
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau (ausgeschildert) 

Parken

  • großer Parkplatz in Bad Schandau am Elbkai (gebührenpflichtig)
  • kleiner Parkplatz (10 Pkw) am Anfang der Kirnitzschtalstraße kurz hinter der Rechtskurve auf der linken Seite (gebührenpflichtig) 

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Bahn (EC) bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich) 

oder

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof fahren
  • vom Dresden Hbf. mit der S1 bis Bad Schandau (halbstündlich)
  • mit der Bahnhofsfähre auf die andere Seite der Elbe nach Bad Schandau übersetzen (halbstündlich) 

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour 
  • feste Wanderschuhe (am besten knöchelhoch, Kategorie A/B oder B) 

Tipp des Autors

  • Besonders schön ist die Tour im Mai, wenn an der "Ostrauer Scheibe" die Rapsfelder blühen und eine traumhafte Kulisse abgeben.

Literatur

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9


Weitere Infos / Links

  • Die Wanderung ist nicht für Hunde geeignet. 
  • Einkehrmöglichkeiten sowie Toiletten in Ostrau und an der Schrammsteinbaude im Zahnsgrund - in und auf den Schrammsteinen keine Möglichkeit