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Foto Auf der Kaiserkrone mit Blick zum Zirkelstein
Icon Aussichtsreich Icon Streckentour Icon Mit Einkehrmöglichkeit
Foto Auf der Kaiserkrone mit Blick zum Zirkelstein
Icon Wanderweg

Durch das Gelobtbachtal zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone


niedrigster Punkt: 120 m

höchster Punkt: 385 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Auf der Kaiserkrone mit Blick zum Zirkelstein
Foto im Gelobtbachtal
Foto Das wasserreiche Gelobtbachtal
Foto Auf dem Zirkelstein
Foto Der Wanderweg führt durch den Gelobtbach
Foto Der Wasserfall im Gelobtbachtal
Foto Elberadweg
Foto Das wildromantische Gelobtbachtal
Foto Den Zirkelstein im Blick
Foto Kurz vor dem Gipfel des Zirkelsteins
Foto Eine der Leitern auf den Zirkelstein
Foto Interessanter Aufstieg auf den Zirkelstein
Foto Die elbseitige Aussichtsstelle auf der Kaiserkrone
Foto Aussicht vom Zirkelstein zu den Zschirnsteinen
Foto Blick vom Mittelhangweg zu den Schrammsteinen auf der anderen Elbseite
Foto Der schmale Mittelhangweg
Foto Die gefasste Ziskaquelle
Foto Kurz hinter der ehemaligen Gelobtbachmühle wird es romantish
Foto Der Reitweg auf dem Weg zum Zirkelstein
Foto Aussichtspunkt an der Hunskirche
Foto Weg zum Elbblick an der Hunskirche
Foto Das Wasserbecken oberhalb der ehemaligen Gelobtbachmühle
Foto Die Wetterfahne auf der Kaiserkrone
Foto Aussicht auf die ehemaligen Postelwitzer Steinbrüche und die Schrammsteine
Foto Die sieben Meter hohe Eingangskluft der Punkenhöhle
Foto Der Trampelpfad zur Punkenhöhle (links)
Foto Tief geht es in die Punkenhöhle hinein
Foto Erst kurz vor diesem Block ist die Eingangskluft der Höhle erkennbar
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

S-Bahnhof Schöna

Zielpunkt

Fähranlegestelle in Krippen

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Sehr abwechslungsreiche Tour auf nahezu unbekannten Wegen in dem urigsten Tal der Sächsisch-Böhmischen Schweiz sowie mit grandiosen Aussichten vom Zirkelstein und von der Kaiserkrone


Beschreibung

Kaum eine begehbare Schlucht in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz ist so einsam wie das den meisten Menschen unbekannte Gelobtbachtal. Diese Tour verführt uns in diese zauberhafte abgelegene enge Schlucht mit dem märchenhaft mäandernden Gelobtbach, der immer wieder unseren Weg kreuzt. Des Öfteren müssen wir ihn mit Bedacht auf Steinen, Wurzeln und über von Vorbegehern hingelegten Behelfsbrücken aus stabilen Ästen queren, was sogar ein klein wenig Abenteuercharakter aufkommen lässt. Links und rechts des Weges plätschern kleine Wasserfälle, die uns irgendwie in eine andere Welt eintauchen lassen. 

Als deutlicher Gegensatz hierzu präsentiert der folgende Wegabschnitt eine weitläufige Landschaft rund um den Zirkelstein und die Kaiserkrone mit dem verschlafen wirkenden Ort Schöna. Der Zirkelstein muss im letzten Teil über steile Treppen erklommen werden, während es auf der Kaiserkrone etwas sanfter zugeht, aber nie schwierig. Beide Tafelberge belohnen uns für die Anstrengungen dafür mit grandiosen Aussichten. 

Nach dem Verlassen des Bahnhofs gelangen wir direkt auf den Elbe(Rad)weg, dem wir südwärts eine knappe halbe Stunde bis zur eindeutig erkennbaren Grenze zu Tschechien folgen. Wir biegen rechts ab, unterqueren die Bahnbrücke und gehen nun auf dem gepflasterten historischen Weg extrem steil aufwärts. Wir lassen die ehemalige Gelobtbach-Mühle hinter uns und tauchen in eine immer schönere Landschaft ein. Nach dem anstrengendsten Wegabschnitt (fünf bis zehn Minuten) der gesamten Wanderung sehen wir vor uns eine Mauer mit einer links angrenzenden beeindruckenden hohen und steilen Felsformation. Wir umgehen diese Mauer nun sanfter aufsteigend rechtsseitig und halten uns am Wegweiser (Richtung Zschirnsteine) links. Wir befinden uns jetzt am blaugrünen Teich mit dem kleinen Gelobtbach-Wasserfall, von dem idyllisch und beruhigend Wasser hineinplätschert. Jetzt können wir die steile in den Teich eintauchende Felswand in voller Pracht bewundern. Ab hier beginnt der urige Teil der kleinen Schlucht, immer entlang der deutsch-tschechischen Grenze (Grenzsteine). Einige Male muss der Gelobtbach überquert werden. Nach einer regenreichen Zeit müssen wir aufpassen, um uns keine nassen Füße zu holen. Zwischenzeitlich mündet der Forststeig in unseren Weg (gelber Senkrechtstrich). Fast zu kurz kommt uns der märchenhafte Weg vor und die Landschaft wird jetzt etwas offener, weil wir aus der Schlucht in einen normalen, aber weiterhin schönen Wald gelangen. Schon recht bald stoßen wir spitzwinkelig auf einen Waldweg, an dem wir links bleiben und der unseren bisherigen Pfad quasi nur verlängert (jetzt Grundweg/Reitweg-Symbol). Es erscheint ein Wegweiser zur Ziskaquelle (zehn Minuten). Beim Erreichen einer Wegkreuzung müssen wir rechts auf den Gelobtweg und entdecken sogleich rechts das liebevoll gestaltete Schild der Ziskaquelle (gefasste Quelle), die sich einen Meter unterhalb des Weges befindet.

Wir setzen den Weg fort und achten nach etwa zehn Minuten auf einen Bach, der unseren breiten Wanderweg unterfließt. Es handelt sich um den "Schwarzen Pfützenbach", der uns signalisiert, dass wir an einem kurz darauf rechts abgehenden Weg abbiegen müssen. Nach etwa 100 Metern achten wir an dem links abgehenden Reitweg auf die sehr schlecht erkennbare Wegmarkierung (brauner Pferdekopf). Achtung - bitte nicht auf den wenige Meter zuvor abgehenden unmarkierten forstwirtschaftlichen Weg abbiegen, sondern erst den zweiten Weg nehmen.

Von nun an ist etwas Orientierungssinn und ein genaues Hinschauen notwendig. Denn der Reitweg ist ein eher aufgelassener Weg mit sehr spärlichen Markierungen. Hier hilft ggf. ein Kompass für die grobe Richtungsbestimmung, denn an manchen Stellen zweigen forstwirtschaftliche Wege ab, die in der Karte nicht eingezeichnet sind und ein wenig für Verwirrung sorgen. Der Reitweg führt am Ende noch an einem Gedenkstein aus dem Jahr 1638 sowie an der Schiebquelle am Schiebmühlenbach entlang. Die eigentliche Quelle befindet sich allerdings auf einem abgezäunten nicht zugänglichen Gelände.

Bereits wenige Meter hinter dem rechts von uns plätschernden Bach wird die Wegfindung wieder sehr leicht, denn an der großen Wegkreuzung richten wir uns nach halb rechts und orientieren uns an der Wegmarkierung mit dem gelben Strich. Linksseitig befindet sich schon bald eine große Ackerfläche und unser Zwischenziel, der markante Zirkelstein, erhebt sich vor uns. Der Weg beschreibt in der Folge eine Linkskurve um den Acker und wir erreichen das Zirkelstein-Ressort. Wir können nun das Zirkelstein-Ressort durchqueren oder aber an diesem vorbei noch 200 Meter weiter wandern und den nächsten abgehenden Weg nehmen - beide Wege führen zum ostseitigen Aufstieg auf den Gipfel. Es geht anfangs über Stufen an den aus der Nähe imposant erscheinenden Felsen heran, bevor dann der eigentliche Aufstieg über steile Treppen/Leitern nach oben erfolgt. Der Abstieg erfolgt bis zum Wanderweg über den Aufstiegsweg, an diesem nun links weiter bis zum bekannten Hauptwanderweg (gelber Strich), dem wir bis nach Schöna folgen. Nach der optionalen Einkehr im Gasthaus Zirkelstein (bei mehr als zwei Personen Reservierung sinnvoll) lässt unser nächstes Zwischenziel nicht lange auf sich warten. Wir verlassen die Hauptstraße in Schöna rechts auf die Bahnhofstraße und folgen den Wegweisern zur Kaiserkrone. Nach etwa 350 Metern zweigt links zwischen Privatgrundstücken der Zustiegsweg zur Kaiserkrone ab. Dieser ist insgesamt etwas sanfter als jener auf den Zirkelstein. Schnell befinden wir uns an der ersten Aussichtsstelle (Funkmast). Der Gipfelbereich der Kaiserkrone ist völlig anders als der vom Zirkelstein, aber nicht weniger schön. Der Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass die Kaiserkrone von weitem wesentlich unscheinbarer daherkommt und viel weitläufiger ist. Dafür gibt es gleich drei schöne Aussichtspunkte, die ein Stückchen auseinanderliegen und jeweils keine komplette Rundumsicht haben, sondern nur bestimmte Aussichtsbereiche abdecken.

Von der Kaiserkrone wieder auf der Bahnhofstraße angelangt, gehen wir diese zurück bis zur Hauptstraße. Wir durchqueren Schöna bis zum Ende, bleiben an der Straßengabelung links (rechts geht es in den Hirschgrund zur Niedermühle) und gehen bergauf in Richtung Reinhardtsdorf. Etwa 150 Meter hinter einer leichten Rechtsbiegung verlassen wir die Straße nach rechts auf einen Feldweg und folgen der Wegmarkierung mit dem blauen Punkt. Ausgeschildert ist der Aussichtspunkt "Hunskirche". Auf den ersten 500 Metern verläuft der Weg auf einer Wiese am Rande einer Ackerfläche und wir können nochmal eine tolle Rundumsicht genießen, bevor wir demnächst in den Wald eintauchen (weiter blauer Punkt). Der Aussichtspunkt Hunskirche ist schnell erreicht und wir sollten auf jeden Fall die paar zusätzlichen Schritte hinab zur Elbaussicht machen. Die kleine Kanzel mit der Bank ist nämlich ausgesprochen schön gelegen und bietet einen netten Blick auf Schmilka und in Richtung des direkt auf der anderen Elbseite befindlichen Aussichtspunktes "Kleine Bastei". Von dort gehen wir zurück bis oberhalb der Treppe und müssen nun rechts (nordwestlich) weiter in Richtung Mittelhangweg. Auf den ersten 150 Metern ist es noch eine einfache Wegfindung. Ab dem Wegknick in Waldrandnähe befindet sich der blaue Punkt an etwas irritierenden Stellen. Wir müssen jedenfalls einen steilen Waldhang in grob östliche Richtung absteigen und finden dann auch den blauen Punkt wieder. Wir halten uns dann nach 200 Metern links und sind auf dem im Verlauf immer schmaler und uriger werdenden Mittelhangweg, welcher uns landschaftlich wunderschön bis nach Krippen führt. Einzig der Verkehr auf der jenseits der Elbe verlaufenden Verbindungsstraße (B172) zwischen Deutschland und Tschechien ist vernehmbar. Nach einer dreiviertel Stunde hätten wir linksseitig die Möglichkeit, an einer Wegabzweigung einige Stufen zur Kleinen Bastei (bei Krippen) emporzusteigen. Wir konnten allerdings vom Mittelhangweg so viele Eindrücke von den Schrammsteinen und den ehemailigen Postelwitzer Steinbrüchen gewinnen, dass sich dieser Umweg nicht lohnt und wir getrost geradeaus weiter in Richtung Krippen laufen können. Jetzt wird es nochmal richtig märchenhaft. Es folgen linksseitig einige kleine malerische und märchenhafte Felskessel.

Kleine Abenteuer-Option:

Gleich am Ende des ersten dieser Felskessel können wir zum Mundloch der Punkenhöhle aufsteigen. Die Punkenhöhle ist allerdings vom Wanderpfad aus nicht zu sehen, weil sie sich versteckt im oberen und auf den ersten Blick scheinbar unerreichbaren Bereich der rechten Felswand befindet und auch nur mit viel Spürsinn zu finden ist. Etwa 50 Meter hinter den alten Mauerresten am Wegrand zweigt links ein Trampelpfad ab, dem wir aufwärts folgen. Wenn diese Pfadspuren sich scheinbar aufteilen, dann links halten und weiter im Verlauf einer leichten Rechtsbiegung und kurz darauf in einer Linksbiegung neben einem einige Meter tiefen Steilabbruch der Felswand nähern. Erst kurz vor einem am Pfad befindlichen moosigen Felsblock können wir das Höhlenmundloch mit der lang nach oben führenden Kluft erkennen. 

Nach dem optionalen Besuch der Höhle geht es auf dem ursprünglichen Pfad weiter. Dieser endet mit einer Stufenfolge entlang einiger Serpentinen. Nach diesem Abstieg geht es an verfallenen Bahnhofsgebäuden vorbei und wir freuen uns, durch die erstmögliche Bahnunterführung auf die andere Seite der Gleise zu wechseln und die letzten wenigen hundert Meter der Tour auf dem Elberadweg bis zur Fähranlegestelle in Krippen fortzusetzen. 


Sicherheitshinweise

  • Bei Schnee und Eis wird von der Tour abgeraten.
  • Die Punkenhöhle (optional) nicht allein betreten. Jede(r) muss eine zuverlässige Stirnlampe mitführen.
  • Auf dem Trampelpfad zur Punkenhöhle ist Trittsicherheit erforderlich. 

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  •  Die Tour ist für die Anfahrt mit dem Auto nicht gut geeignet - nur mit "Park and Ride". Ggf. kann dann das Auto am Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau geparkt werden - Rückfahrt dann mit der S1 vom Bhf. Krippen zum Bhf. Bad Schandau. 

Parken

  • "Park an Ride" am Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren (mehrmals täglich)
  • vom Bahnhof Bad Schandau mit der S1 bis Schöna (Endhaltestelle) - grundsätzlich halbstündlich, nach Schöna zu bestimmten Zeiten jedoch nur stündlich (Fahrplan einsehen) 

oder alternativ

  • mit der Bahn bis Dresden Hauptbahnhof
  • ab Dresden Hbf. mit der S1 bis Schöna

aus Bad Schandau:

  • vom Elbkai mit der Bahnhofsfähre zum Nationalpark-Bahnhof übersetzen (halbstündlich)
  • vom Bahnhof Bad Schandau mit der S1 bis zum Bahnhof Schöna fahren (grundsätzlich halbstündlich, jedoch nach Schöna zu bestimmten Zeiten nur stündlich - Fahrplan einsehen, ansonsten sind die Zeiten der S1 recht gut an die Zeiten der Fähre angepasst (ungefähr zehn Minuten Wartezeit auf die S1) 

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • festes, knöchelhohes und wasserdichtes Schuhwerk (Kat. A/B oder B)
  • ggf. Gamaschen (je nach Regenfällen in den Vortagen)
  • ggf. zuverlässige Stirnlampe, falls die Punkenhöhle begangen wird

Tipp des Autors

  • Bester Tag ist Sonntags, wenn die Elb-Straße in Hrensko weniger stark befahren ist. Dann ist es auf dem Elberadweg und auf dem Mittelhangweg deutlich ruhiger. 

Weitere Infos / Links

  • Die Tour nicht in umgekehrter Richtung gehen. Der extrem steile (!) Wegabschnitt durch den unteren Teil des Gelobtbachtals (zwischen Elberadweg und Wasserfall) ist sehr rutschig, insbesondere nach Regenfällen.
  • Der Aufstieg auf den Zirkelstein ist nicht für Hunde geeignet. 
  • Einkehrmöglichkeit und Toiletten erst in Schöna
  • Am Elbufer lassen sich mit etwas Glück Biberspuren (abgenagte Baumstämme) erkennen.
  • Sichtungen von Feuersalamandern (tot und lebendig) bitte mit Foto und Sichtungsort an das Nationalparkzentrum melden (www.lanu.de/nationalparkzentrum). Bitte nicht blitzen, Tiere nicht berühren, einfangen, bewegen oder umsetzen, bitte Tiere auch nicht gezielt aufsuchen oder diesen nachstellen (keine Steine umdrehen usw.)