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Foto Das Uttewalder Felsentor
Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit Icon familienfreundlich
Foto Das Uttewalder Felsentor
Icon Wanderweg

Uttewalder Grund - Teufelsschlüchte - Wehlen - Höllengrund


niedrigster Punkt: 114 m

höchster Punkt: 294 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Das Uttewalder Felsentor
Foto Hohe Felsnadeln im Höllengrund
Foto Im Teufelsgrund
Foto In Wehlen an der Elbe
Foto Im Teufelsgrund
Foto eine völlig andere Welt oberhalb der Teufelsschlüchte
Foto Am Schwarzen Berg oberhalb der Elbe
Foto Märchenhafte Schluchten
Foto In der Heringshöhle
Foto Enge Durchstiege in den Teufelsschlüchten
Foto Der märchenhafte Höllengrund
Foto Auf dem Weg in den Höllengrund
Foto Eines der Felsentore in den Teufelsschlüchten
Foto Am Anfang der Teufelsschlüchte
Foto Blick aus Wehlen Elbaufwärts
Foto Morgendliche Stimmung auf dem Weg in den Teufelsgrund
Foto Gasthaus Waldidylle im Uttewalder Grund
Foto Marktplatz in Wehlen
Foto Streuobstwiesen kurz vor Wehlen
Foto In Wehlen
Foto Am Schwarzen Berg oberhalb der Elbe
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Wanderparkplatz in Uttewalde

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Familientaugliche Halbtagestour mit Abenteuereinlage durch enge märchenhafte Felsschluchten und schöne Wälder in der Vorderen Sächsischen Schweiz


Beschreibung

Es gibt in der Sächsischen Schweiz bedingt durch lebhafte geologische Prozesse etliche Schluchten und "Gründe". Die Schlüchte, wie sie hier auch genannt werden, um die kleine Stadt Wehlen üben jedoch einen ganz besonderen landschaftlichen Reiz aus. Ganz egal, ob man die Tour an brütend heißen Tagen unternimmt, weil es dort unten immer ein wenig kühler zu sein scheint, oder aber als Schlechtwetter-Wanderung, weil wir auf den "Steinen" und Tafelbergen sowieso keine Aussicht haben - Gründe gibt es genug, in die mystisch oder märchenhaft anmutende und stets feuchtkühle Sandsteinwelt der ganz anderen Art einzutauchen. Als Höhepunkt können wir in den Teufelsschlüchten sogar ein kindergeeignetes Abenteuer erleben. Viel Spaß beim harmlosen Kraxeln und Durchquetschen durch kleine Felsentore und Spalten und beim Erforschen der kleinen Heringshöhle. Lassen Sie sich verzaubern. 

Vom Wanderparkplatz laufen wir ostwärts in den kleinen Ort Uttewalde, dann durch die Ortschaft zunächst der rechten Abzweigung folgend (Wandermarkierung gelber Querstrich). Am Ende des Ortes geht rechts ein kleiner unscheinbarer Pfad ab, der links und rechts von Grundstückszäunen begrenzt ist (in der Kurve der Ortsstraße den zweiten Wanderweg-Abzweig nehmen - der erste führt direkt zum Gasthaus Waldidylle). Nach wenigen Metern ändert sich die Landschaft schlagartig - das Nationalpark-Schild leitet den Beginn einer anderen Welt ein. Steile Treppen mit zum Teil kurzen Stufen führen uns abwärts in den Uttewalder Grund. Nichts lässt mehr erkennen, dass eben noch eine Ortschaft vorhanden war.

In der Schlucht angekommen, entdecken wir auf der gegenüberliegenden Seite einen großen Felsen mit der "Bruno-Barthel"-Gedenk-Inschrift. Wir halten uns rechts (bis hierher 10 Minuten). Ohne technische Schwierigkeiten geht es auf dem bekannten Malerweg wunderschön grob südwärts durch die kleine Schlucht. Wir passieren das natürliche Uttewalder Felsentor und schon bald erscheint auf der rechten Seite das Gasthaus Waldidylle (weitere 10 Minuten).

Wir wandern erst einmal weiter (grüner Querstrich) - wiederum nach 10 Minuten erreichen wir eine Wegkreuzung, an der links der Zscherregrund abgeht (Radroute Nationalpark Sächsische Schweiz), den wir aber links liegen lassen und uns weiter südwärts halten (ab jetzt roter Punkt).

Etwa 300 Meter und noch nicht einmal ganz fünf Minuten nach dieser Abzweigung verlassen wir den breiten Fahrweg nach rechts, überqueren eine kleine Brücke und nehmen unmittelbar danach den rechts (nördlich) abgehenden Pfad, der uns in den Teufelsgrund führt. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir einen Wegweiser, an dem wir die Wahl haben, den Rundweg im Uhrzeigersinn (links über Teufelsschlüchte) oder entgegen dem Uhrzeigersinn (geradeaus durch die Teufelskammer) zu machen. Prinzipiell ist es egal - der Schönheit dieses Erlebnisses tut es keinen Abbruch. Bei der hier vorgestellten Variante im Uhrzeigersinn haben wir die langen Metalltreppen der Teufelskammer im Abstieg, was vielleicht ein kleiner Vorteil sein mag. 

Also halten wir uns links und müssen uns bereits zu Beginn durch eine niedrige Durchgangshöhle zwängen. Das werden wir in der Folge noch ein paar Mal machen müssen, denn der Weiterweg lässt uns des Öfteren nicht allzu viel Platz. Nach einigen Minuten Kraxelspaß sind wir auch schon im hinteren Teil der Teufelsschlucht, wo die kleine Heringshöhle auf eine Durchquerung wartet. Das ist kein allzu schwieriges Unterfangen und auch kein Muss, aber eine nette Angelegenheit. Den Rucksack sollten wir vor der Höhle lassen und eine Taschenlampe mitnehmen. Nach dem Betreten der Höhle führt der kurze aber dunkle Höhlengang links über eine harmlose Steilstufe nach oben in eine zweite Höhlenetage, wo auch schon der Ausgang erreicht wird. Wir steigen über einen verwurzelten Pfad und über ein kleines Band wieder ab, um zu unserem Rucksack und auf den Weiterweg zu gelangen. Nach einer Rechtsbiegung und einem letzten Durchqueren einer kleinen so genannten Blocktrümmerhöhle geht es über Stufen aufwärts in einen Buchenwald - die Landschaft ändert schlagartig den Charakter. Es geht geradeaus bzw. in nordwestliche Richtung weiter. Wir ignorieren eine Wegabzweigung nach links und folgen dem Weg nach rechts. Über die bereits erwähnten Metalltreppen steigen wir nun in die Teufelskammer ab, eine weitere beeindruckende enge Schlucht, über die wir vom oberen Treppenbereich einen tollen Blick haben. Hinter dieser Schlucht kommen wir am uns bekannten Wegweiser vorbei. Auf bekanntem Wege geht es zurück bis zur kleinen Brücke. Wir überschreiten diese jedoch nicht, sondern setzen unseren Weg kurz vor dieser nach rechts fort (unmarkiert). Es geht südwärts mäßig bergauf und der Weg beschreibt bald eine Rechtskurve, hinter der wir eine Wiese erreichen. Nach 100 Metern entlang dieser Wiese stoßen wir auf den Hauptwanderweg (Buschholzstraße), dem wir links nach Wehlen folgen. Bei Erreichen der kleinen Ortsstraße halten wir uns erneut links. Nach nur 100 Metern auf der Straße verlassen wir diese auf dem Weg "Schreiberberg" nach rechts. An einer Weggabelung bleiben wir links und erreichen die Stadtmitte von Wehlen. Wir durchschreiten den Torbogen und müssen nur noch einmal links abbiegen, um zum sehenswerten Marktplatz in Wehlen zu gelangen. Hier gibt es diverse Einkehrmöglichkeiten. Danach wandern wir zum nahen Elberadweg. Auf diesem herrscht an schönen Tagen ein turbulentes Treiben, denn wir teilen uns diesen mit Radfahrern, Skatern und Spaziergängern. Wir entfliehen dieser Ansammlung von Menschen, indem wir nach etwa 500 Metern elbaufwärts am Beginn des Stadtparks dem linksseitig abgehenden Malerweg (ausgeschildert) folgen (Schwarzberggrund). Recht garstig ansteigend erklimmen wir den Schwarzen Berg, im mittleren Teil nach rechts abknickend und im weiteren Verlauf zum Teil unterstützt durch Stufen und vorbei an der Schwarzbergaussicht. Wenn wir eine Wegkreuzung erreichen, müssen wir aufpassen, denn wir halten uns auf dem unmarkierten Weg links (nicht in Richtung "Steinerner Tisch"). Dieser Wegabschnitt ist jedoch nur 100 Meter lang und mündet in den Hauptwanderweg "Steinrückenweg" (in der Wanderkarte von Rolf Böhm Höhenpunkt 284,6). Hier jetzt rechts und weitere 400 Meter bis zum Anschluss an den Wanderweg mit dem roten Punkt bzw. grüner Strich. Wir verlassen den breiten Weg nach links und durchqueren den malerischen Höllengrund. Wenn wir nach nicht ganz einem Kilometer auf den breiten Kohlgrund treffen, müssen wir rechts weiter. Nun heißt es nochmals aufpassen. Denn nach 300 Metern geht rechts ein Weg ab (Holzengrund). Das ist für uns das Erkennungszeichen, dass wir einem links abgehenden schlecht sichtbaren Pfad folgen müssen. Dieser Pfad (Müllersteig) soll uns zum Wanderweg nordwestlich oberhalb des Kohlgrunds leiten. Der Pfad wird immer schmaler und undeutlicher, aber wir müssen uns eigentlich nur grob in der Verlängerung (nordwestlich) halten und kommen automatisch nach 200 Metern an. Hier jetzt rechts und knapp 400 Meter weiter, bis links der Knotenweg mit der gelben Strichmarkierung abzweigt und unsere Schlussetappe einleitet. Der Knotenweg trifft auf den uns bereits bekannten Uttewalder Grund. Jetzt müssen wir lediglich noch eine letzte sportliche Hürde überstehen - über einige Stufen in die Schlucht absteigen und schräg rechts gegenüber wieder zum Ort Uttewalde emporsteigen. Wer Lust hat, kann den Ort bei nahezu gleicher Distanz jetzt rechtsseitig umlaufen und kommt nach kurzer Zeit wieder am Ausgangspunkt der Wanderung an. 


Sicherheitshinweise

  • keine

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

über die Autobahn A17:

  • aus Dresden die A17 Richtung Pirna fahren
  • die B172a nach Pirna bis Äußere Pillnitzer Straße durchfahren (zweite Ausfahrt hinter der Elbüberquerung)
  • links abbiegen - weiter über Äußere Pillnitzer Straße und im Verlauf links Basteistraße
  • Es gibt dann zwei Varianten: über Lohmen oder Ort Wehlen nach Uttewalde

aus Bad Schandau:

  • über Rathmannsdorf, Porschdorf, Waltersdorf und Rathewalde nach Uttewalde

Parken

  • Wanderparkplatz am westlichen Ortsrand von Uttewalde (kostenlos - Stand April 2019)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Uttewalde ist mit Öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen. Die Buslinie 238 (aus Pirna bzw. Stadt Wehlen) bis Uttewalde verkehrt nur Montags bis Freitags.
  • alternativ mit der S-Bahn aus Dresden bis Stadt Wehlen fahren, dann mit der Fähre zur anderen Elbseite übersetzen (alternativer Startort der Tour)

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Halbtagestour
  • feste, am besten knöchelhohe Wanderschuhe (Kategorie A/B oder B) - in den Teufelsschlüchten und im Teufelsgrund ist es oft matschig und nass
  • Stirnlampe für die Heringshöhle

Tipp des Autors

  • Unbedingt den abenteuerlichen Rundweg durch den Teufelsgrund mit den Teufelsschlüchten und der Teufelskammer begehen.

Literatur

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 2 (Rathener Felsen, Polenztal, Tafelberge und Bielatal), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-934514-09-X

Weitere Infos / Links

  • Einkehrmöglichkeit im Uttewalder Grund (Gasthaus Waldidylle) sowie einige in Wehlen