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Foto Zerklüftete Felsen am Goldsteig
Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit
Foto Zerklüftete Felsen am Goldsteig
Icon Wanderweg

Durch den Kleinen Zschand in der Hinteren Sächsischen Schweiz


niedrigster Punkt: 185 m

höchster Punkt: 454 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Zerklüftete Felsen am Goldsteig
Foto Traumhafter Rastplatz an der Goldsteinaussicht
Foto Der idyllische Goldsteig
Foto In der märchenhaften Richtergrotte
Foto Sonnenplatz auf dem Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Foto Aussicht aus der großen Klufthöhle des Hinteren Raubschlosses
Foto Der untere Teil des Zustiegs auf das Hintere Raubschloss
Foto Der mächtige Felsüberhang an der Marienhöhle
Foto Der untere Teil des Aufstiegs auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Foto Der spannende Aufstieg auf das Hintere Raubschloss
Foto Der Bärenfangwändesteig
Foto Die steile Acht-Meter-Leiter in der Klufthöhle des Hinteren Raubschlosses
Foto Der abenteuerlichste Teil des Aufstiegs auf das Hintere Raubschloss
Foto Die Kluft zum Aussichtsplateau des Hinteren Raubschlosses
Foto In der Klufthöhle des Hinteren Raubschlosses
Foto Der Ausstieg auf das Aussichtsplateau des Hinteren Raubschlosses
Foto Märchenhafte Stimmung herrscht hier bei jedem Wetter
Foto Aussicht vom Winterstein (Hinteres Raubschloss) zu den Bärenfangwänden
Foto Leichte Kraxelei im unteren Teil des Wintersteins (Hinteres Raubschloss)
Foto An der Richtergrotte
Foto Der Zustieg zum Winterstein (Hinteres Raubschloss)
Foto Die Marienhöhle im Hintergründel der Bärenfangwände
Foto Blick aus der großen Klufthöhle am Hinteren Raubschloss
Foto Der markante Katzenstein am Roßsteig
Foto Der Felskessel an der Richtergrotte
Foto Der Kleine Kuhstall am Gehackten Weg
Foto Wilde Felsen am Goldsteig
Foto Durch den Zschand zurück zur Neumannmühle
Foto Abendstimmung am Hinteren Raubschloss (Winterstein)
Foto Am Zeughaus
Foto Der Teichsteinblick hinter dem Alten Zeughaus
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Neumannmühle im Kirnitzschtal

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Spannende Tour auf ruhigen Wanderwegen und teils schmalen Bergpfaden in einer bizarren Welt aus wild zerklüfteten Sandsteinfelsen und märchenhaften Schluchten im Elbsandsteingebirge


Beschreibung

Diese Wanderung führt uns auf schönen Wegen und Pfaden durch eine der eindrucksvollsten Felsenlandschaften Europas.

Die Begehung der historischen Burganlage am Winterstein ist ein sportliches Abenteuer und führt zu einem wunderbaren Aussichtsplateau. Schnell wird uns bewusst, warum dieser Ort für eine Befestigungsanlage gewählt wurde, deren Überreste als stumme Zeitzeugen noch immer vorhanden sind. 

Der im Anschluss an dieses Erlebnis folgende Bärenfangwändesteig ist der Geheimtipp dieser Wanderung. Dieser als Bergpfad ausgewiesene Steig führt recht steil und anstrengend, jedoch technisch nicht sonderlich schwierig durch eine wilde Schlucht aufwärts. 

Weitere Höhepunkte sind die mächtigen Felsüberhänge der Marienhöhle, einer so genannten Halbhöhle, sowie die in einem märchenhaften Felskessel gelegene Richtergrotte, in der das Wasser aus den atemberaubenden überhängenden Wänden rinnt.

Der idyllische Goldsteig als weiterer Höhepunkt windet sich zahlreiche Male um eindrucksvolle Felsformationen, oft auf einem weniger als 50 cm breiten Pfad, der stellenweise von überkniehohen Blaubeersträuchern eingerahmt wird.

Wer am Ende des Goldsteigs noch nicht an einer Reizüberflutung der Sinne leidet, kann optional noch einmal ein wunderbares Panorama an der nahegelegenen Goldsteinaussicht genießen.

Dieser perfekt zusammengemischte Landschafts-Cocktail macht die Wanderung insgesamt zu einer erlebnisreichen und kurzweiligen Unternehmung.

Wir folgen an der Neumannmühle dem breiten Hauptwanderweg (Parkplatzzufahrt) in südöstliche Richtung (Wegmarkierung gelber Querstrich). Nach etwa 100 m hinter der Schranke verlassen wir diesen aber schon wieder und nehmen die etwas unscheinbare Abzweigung in die Spitzsteinschlüchte.

Ein anfangs felsiger Pfad führt landschaftlich wunderbar recht steil durch eine schöne Felsschlucht aufwärts. Im oberen Teil geht es über Stufen in Richtung der Lorenzsteine, die sich etwas versteckt im Wald befinden. An der Wegkreuzung biegen wir links in den Knorreweg ab, der weniger anstrengend durch den Wald führt.

Nach 15 - 20 Minuten erreichen wir erneut eine Wegkreuzung, an der wir geradeaus (südöstlich) weiter wandern und unser erstes Etappenziel, den Winterstein (Hinteres Raubschloss), an dessen Nord- und Oststeite umrunden, bis wir auf den Wanderweg (Raubsteinschlüchte) mit der roten Strichmarkierung treffen und uns rechts halten.

Jetzt sind es nur noch knapp 50 Meter, bis wiederum rechts der eigentliche Zustieg von der Südostseite zum Hinteren Raubschloss abzweigt. Nach wenigen Metern im Aufstieg stehen wir knapp eine Stunde seit dem Beginn der Wanderung vor dem eindrucksvollen Felsmassiv der ehemaligen Burg.

Nach ein paar Kraxeleinheiten über Felsstufen erreichen wir die eigentliche Steiganlage mit abenteuerlichen Leitern (u. a. mit einer fast senkrechten ca. acht Meter hohen Leiter in einer großen Klufthöhle) sowie Metalltreppen, die durch beklemmend enge Felsspalten und Felstunnel führen. Bei Gegenverkehr müssen wir uns mit anderen Wanderern absprechen, weil immer nur eine Person passieren kann. Einige Handgriffe helfen an den steilen Stellen beim Überwinden der Steiganlage.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg.

Nachdem wir wieder auf dem Hauptwanderweg mit der roten Strichmarkierung sind, folgen wir diesem nach links. Rechts von uns befindet sich die Kernzone des Nationalparks, bei dem ein strenges Wegegebot ausschließlich auf markierten (!) Wegen besteht. Es geht ein kurzes Stück durch die Raubsteinschlüchte (rechts befindet sich ein auffälliger Jungwald), bis wir nach etwa fünf Minuten unseren rechts (zunächst südlich) abgehenden Wanderweg errreichen. Die Wegmarkierung mit dem grünen Pfeil-Dreieck befindet sich erst nach 20 Metern links versteckt an einem Baum. Diese symbolisiert einen Bergpfad, bei dem zwar eine gewisse Trittsicherheit gefragt ist, jedoch keine wirkliche Absturzgefahr besteht. Wir betreten nun die Kernzone und steuern auf den Bärenfangwändesteig im hinteren Teil der Westelschlüchte zu. Unser Weg wird nach einer Rechtsbiegung (südwestlich) zunehmend zu einem schmalen Pfad, der im hinteren Teil steil ansteigt und teilweise durch geblocktes Gelände mit leichten Kraxelstellen führt. Einmal erleichtern alte in den Fels geschlagene Stufen unseren Aufstieg. Beim Erreichen des Plateaus können wir rechterhand optional einem kleinen unscheinbaren Pfad folgen und einen Abstecher zu einer schönen Aussichtsstelle machen (15 Minuten Extrazeit hin und zurück), von der aus wir wunderbar auf das direkt gegenüber befindliche Hintere Raubschloss blicken können.

Der Pfad über die Bärenfangwände ist sparsam markiert (nur zur notwendigen Weglenkung), aber in der Regel deutlich erkennbar und führt ohne nennenswerte Höhenunterschiede teilweise durch idyllische kleine Felsgruppen hindurch über die Bärenfangwände. An einer Weg-Einmündung (knapp 15 Minuten nach Erreichen des Plateaus) müssen wir uns rechts halten. Der Weg wird etwas breiter - wir befinden uns jetzt auf dem "Gehackten Weg".

Jetzt sind es nur noch 150 Meter (zwei Minuten) und wir gelangen zu einer erneuten Wegabzweigung, an der wir nach rechts in etwa fünf bis zehn Minuten zur Marienhöhle (riesiger Überhang/Schichtfugenhöhle) im so genannten Hintergründel absteigen können. Wir können das breite Felsband an der Höhle noch ein Stück weiter nordwestlich vorbei an einigen Felsblöcken erkunden, jedoch geht es im Verlauf linksseitig enorm steil abwärts, so dass Vorsicht geboten ist.

Nach diesem kurzen Abstecher steigen wir wieder auf zum ursprünglichen "Gehackten Weg" auf und folgen diesem wieder. Nach fünf Minuten, unmittelbar hinter einer auffälligen großen 180-Grad-Kurve, führt linksseitig ein kleiner Pfad zum etwas versteckt gelegenen "Kleinen Kuhstall" empor, der bei Unaufmerksamkeit schnell mal übersehen werden kann.

Von hier sind es noch gut zehn Minuten, bis unser Pfad auf den Roßsteig mündet (blauer Strich und gelber Strich). Hier jetzt rechts weiter. 

An einer Weggabelung sticht uns der markante Felsen "Katzenstein" ins Auge. Wenn wir diesen von der Oststeite aus betrachten, erkennen wir tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Katzenkopf.

Unser nächstes Ziel ist die Richtergrotte. Südlich des Katzensteins gabelt sich der Weg. Wir halten uns links. Der Weg führt im Verlauf grob ostwärts. Nach einer Viertelstunde kommen wir hinter einer auffälligen rechten Wegbiegung am Krinitzgrab vorbei. Kurz hinter diesem macht unser Pfad einen Linksknick (weiterhin grüner Punkt). Nach einem etwas anstrengenden zehnminütigen Abstieg auf felsdurchsetztem Pfad erreichen wir die Richtergrotte, die sich rechts einige Meter abseits des Weges in einem malerischen Felskessel befindet und auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Wieder zurück auf dem Weg geht es nach weiteren 100 Metern links auf den Goldsteig, einem landschaftlich absolut lohnenden Pfad, der die Bärenfangwände an der östlichen Seite umrundet. Der Goldsteig ist zwar mit einem grünen Dreieck als "Bergpfad" markiert, er ist jedoch nicht sonderlich schwierig, so dass er von normalen Wanderern problemlos begangen werden kann. Er windet sich etliche Male um eindrucksvolle Felsen, bis er nach einer knappen Stunde auf den Roßsteig führt (grüner oder gelber Strich), der uns rechts haltend nach 800 Metern (knappe viertel Stunde) zur Gaststätte "Altes Zeughaus" leitet, in welche sich eine Einkehr anbietet. Es gibt einfache Gerichte sowie leckeren Kuchen.

Lohnenswerte Option an der Wegkreuzung Goldsteig/Roßsteig: Bevor wir zum Zeughaus absteigen, bietet sich nach links ein Abstecher zur nahe gelegenen Goldsteinaussicht an. Hierzu müssen wir allerdings eine kurze, aber recht bissige Steigung in Kauf nehmen. 

Nach der verdienten Rast geht es zur Schlussetappe. Wir folgen dem breiten Forst- und Wirtschaftsweg (gelber Strich) nordwestlich etwa zwei Kilometer und erreichen dann wieder die Neumannmühle.


Sicherheitshinweise

  • Im Hinteren Raubschloss sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig.
  • Leitern und Treppen im Hinteren Raubschloss können je nach Witterung feucht und rutschig sein.
  • Kleinere Kinder sollten im Hinteren Raubschloss zusätzlich gesichert werden.

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die Autobahn A 17 in Richtung Pirna befahren
  • die Abfahrt auf die B 172a nach Pirna nehmen
  • in Pirna weiter auf der B 172 nach Bad Schandau fahren (Bad Schandau ist ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte links abbiegen in die Kirnitzschtalstraße (Richtung Kirnitzschtal/Hinterhermsdorf)
  • bis zum Wanderparkplatz an der Neumannmühle fahren (nach der Felsenmühle)
  • bis zum "Lichtenhainer Wasserfall" auf die Straßenbahn achten (besondere Verkehrsregeln - Hinweisschilder beachten)

Parken

  • Großer Wanderparkplatz gegenüber der Neumannmühle (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • mit dem Bus 241 (Wanderbus zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf Erbgericht) ab Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau bzw. ab Bad Schandau "Elbkai" (nach dem Übersetzen mit der Fähre F5) bis zur Haltestelle an der Neumannmühle fahren (www.ovps.de)

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung
  • Wanderschuhe, am besten knöchelhoch, Anwendungsgebiet Kategorie A/B oder B

Tipp des Autors

  • Einkehr im "Alten Zeughaus" mit dem schönen Biergarten (kleine Speisen und leckere Kuchen)


Literatur

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

Weitere Infos / Links

  • Der Aufstieg auf das Hintere Raubschloss ist nicht für Hunde geeignet.
  • In der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz herrscht striktes Wegegebot ausschließlich auf markierten Wanderwegen.
  • Das Gasthaus "Altes Zeughaus" ist bis einschließlich 3. November 2019 von Dienstag bis Freitag 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 11.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet (www.alteszeughaus.de). 
  • Nationalpark-Information am Zeughaus - täglich geöffnet, April und Oktober von 10 bis 16 Uhr, Mai bis September 10 bis 18 Uhr