GPX

Zurück zur Tourenliste
Foto Bild 1: freundliche Begrüßung
Icon Streckentour
Foto Bild 1: freundliche Begrüßung
Icon Wanderweg

Eine etwas andere Wanderung


niedrigster Punkt: 121 m

höchster Punkt: 543 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Bild 1: freundliche Begrüßung
Foto Bild 2:  ... sogar zweisprachig
Foto Bild 3: Pech gehabt
Foto Bild 4: Alaska ? nein ... unsere schöne Sächsische Schweiz
Foto Bild 5: Es heisst ja auch Borkenkäfer und nicht Nadelkäfer
Foto Bild 6: mein einstiges Lieblingsgasthaus ...
Foto Bild 7: Bockwurst und Erdnüsse
Foto Bild 8: man sieht ja sowiso nichts
Foto Bild 9: Grenzweg
Foto Bild 10: Grenzweg
Foto Bild 11: Das Duell der Schilder
Foto Bild 12: es wird gebaut
Foto Bild 13: hoffentlich groß genug
Foto Bild 14: Blick zu den Schrammsteinen
Foto Bild 15: Was will man mir damit sagen ?
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Schmilka .... aber eigentlich erst auf dem Großen Winterberg

Zielpunkt

Schmilka

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Diese Wanderung beschreibt nicht die Naturschönheiten der Sächsischen Schweiz, sondern vielmehr die Stimmungen, wenn man auf die Merkwürdigkeiten links und rechts des Weges achtet.


Beschreibung

Als Startpunkt der kurzen Beschreibung wähle ich den Großen Winterberg. Ich muss hinzufügen, dass diese Wanderung in der Hitze des Hochsommers 2018 stattfand ... und möglicherweise deshalb nicht alle Kommentare und Bewertungen von anderen Waldbesuchern geteilt werden müssen.

Diese Wanderung beschreibt nicht die Naturschönheiten der Sächsischen Schweiz, sondern vielmehr die Stimmungen, wenn man auf die Merkwürdigkeiten links und rechts des Weges achtet.

Als Startpunkt der kurzen Beschreibung wähle ich den Großen Winterberg. Ich muss hinzufügen, dass diese Wanderung in der Hitze des Hochsommers 2018 stattfand ... und möglicherweise deshalb nicht alle Kommentare und Bewertungen von anderen Waldbesuchern geteilt werden müssen.

Bereits beim Aufstieg in Schmilka stieß ich auf eine Verbotsschildkaskade (Bilder 1 und 2). Dass man bei diesen Schildern ein schlechtes Gewissen bekommt ist logisch; man könnte es aber noch  toppen, wenn ein bis an die Zähne bewaffneter Wachmann daneben stünde. Hat aber nicht, und deshalb habe ich mich weiter vorgewagt. Ich war weder mit Pferd, Rad oder irgendwie motorisiert unterwegs. Das Zeitlimit von 21 Uhr war auch noch nicht überschritten. Den Hinweis zur Waldbrandgefahr fand ich gut aber dass diese nach 21 Uhr bis 6 Uhr morgens besonders ausgeprägt ist, war mir neu. Ganz so schlimm konnte es jedenfalls nicht sein, da kein Rauchverbotsschild am Schilderstock zu finden war.

Die ausgeprägte Sorge um den Wanderer wurde bei den nächsten Metern des Aufstiegs auf der rechten Wegeseite klar. Man hat sich doch tatsächlich die Mühe gemacht, und ein Geländer neben den 5 Meter breiten Forstweg angebracht, um ein Abstürzen der Wanderer in den 30cm bis 2 Meter tiefen Berggraben (ohne Wasser) zu verhindern (Bild 3). Man kann sich gut vorstellen, dass wenn sich auf diesem Weg zwei große Möbelwagen begegnen, der Platz für den Wanderer tatsächlich eng werden kann. Leider passten die historischen Sandsteinsäulen (die früher wahrscheinlich mal die Stützen für einen hölzernen Handlauf bildeten) nicht zur Konstruktion des Geländers. Die pfiffigen Geländerbauer säbelten den Stein bis zur erforderlichen Höhe für die normgerechte Errichtung des Geländers ab.

Der weitere Aufstieg zum Großen Winterberg "war wie immer". Nach dem Aufstieg über den Lehnsteig auf den Reitsteig wurde es plötzlich deutlich heller. Ich habe mich ein bisschen für die Borkenkäfer gefreut, die wahrscheinlich in 2018 ihr bestes Jahr hatten (Bilder 4 und 5). Außerdem wird die Schönheit grüner Wälder mit gesundem Baumbestand ohnehin überschätzt.

Am Gipfel angekommen fragte ich mich dann, ob es dieser Ort wirklich verdient hat, ein so bescheidenes Imbisshäuschen mit regionalen Köstlichkeiten wie Bockwurst, Flammkuchen und Erdnüssen beherbergen zu dürfen (Bilder 6 und 7). Ich glaube so mancher Besucher aus der Ferne hat sich für seine Heimat geschämt, wo es möglicherweise üblich ist, Berggasthäuser und Aussichtstürme auf Berggipfeln zu betreiben. Ich nehme an, auch der hiesige Aussichtsturm ist aus Sorge für den Wald und die Sicherheit der Wanderer außer Betrieb genommen worden (Bild 8). Leider habe ich mich nicht gewagt, die rastenden Gäste darauf hinzuweisen, dass Rauchen im Wald bei dieser Hitze unpassend ist. Da die meisten Waldbrände in der Sächsischen Schweiz ohnehin durch das Boofen verursacht werden, wäre mein Hinweis sowieso unangemessen gewesen.

Beim Abstieg entschied ich mich für den Grenzweg (gelber Strich). Beim Beginn der Serpentinen der Winterbergstraße kann man ein bisschen abkürzen. Direkt an der ersten Kurve kann man auf den Trampelpfad entlang der weißen Grenzpfeiler ausweichen (Bild 9). Meist läuft man dann auf tschechischem Gebiet, ... gottseidank ist man da immer noch in der EU. Bei der letzten Wegekurve geht es ein Stück auf der Winterbergstraße weiter, bis man an den Abzweig (links)  zum  weiteren Verlauf des Grenzweges kommt. Da ich diesen Weg in meinem langen Wandererleben noch nie gewählt habe, war heute der richtige Zeitpunkt (Bild 10). Nach wenigen Metern wurde mir sofort klar, dass diesen Weg mit Sicherheit in den letzten hundert Jahren mehr Grenzsoldaten als Wanderer gegangen sind. Die Tristheit dieses Weges könnte möglicherweise einer der Gründe sein, warum Tschechien so schnell der Nato beigetreten ist. Hier will wirklich keiner Wache schieben.

Der Holperweg durch den aktuell noch dunklen Fichtenwald war sicher in der Vergangenheit auch Versorgungsweg für die Gastwirtschaft auf dem Großen Winterberg. Schön an diesem Weg ist, dass man die Sandsteinsäulen der Straßenbegrenzung noch nicht "geköpft" hat. Fast im Tal, fällt mir links im Strauchwerk neben dem Weg der Wettstreit zweier Hinweisschilder auf (Bild 11). Obwohl im Gesträuch kein Wanderweg zu erkennen ist, stehen sich mit 10 Meter Abstand trotzig zwei Hinweisschilder gegenüber. Es sind ein Schild des Nationalparks Böhmische Schweiz und 10 Meter versetzt ein Schild des Nationalparks Sächsische Schweiz. Diese Schilder hätten weiter bergauf bei den Grenzsteinen an der Winterbergstraße einen weitaus freundlicheren Eindruck gemacht und auch einen Sinn ergeben. Hier unten im "Nichts" vermutet man höchstens einen Wettbewerb "welches Nationalparkschild hat den dicksten Pfahl" oder sowas. Weiter auf dem Weg ins Tal nach Schmilka werden die Sandsteinsäulen am Straßenrand häufiger. Schließlich verbindet ein rot-weiß gestreiftes Band die Säulen, was auf künftige Baumaßnahmen hindeutet (Bild 12). Ich fürchte nun um diese alten Steine, da sicher nicht  alle die Normgröße erreichen, um ein Absturz-Sicherheits-Geländer errichten zu können. Die Steine reichen mir gerade bis zum Knie (Bild 13). Später beruhigte mich ein Anwohner, dass die Wegsäulen wieder ein Holzgeländer erhalten sollen. Nicht nur diese Aussage, sondern auch der wunderschöne Blick zu den Schrammsteinen und auf die Elbe nach Hrensko belohnten mich auf den letzten Metern des Grenzweges (Bild 14). Schon in Schmilka angekommen, konnte durch geschickte Wegmarkierung verhindert werden, dass ich eine einsturzgefährdete Treppe betrete (Bild 15).

 

Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Weg in genau 10 Jahren noch einmal zu wandern. Mal sehn, was sich bis dahin ändert ...


Sicherheitshinweise

Immer ausreichend Wasser mitführen und speziell für den Großen Winterberg was zum Essen mitnehmen !


Höhenprofil


Autor

Ottmar Vetter

Quelle

Logo Elbsandsteingebirge

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

über A17 und B172


Parken

Parkplatz an der Elbfähre in Schmilka


Öffentliche Verkehrsmittel

S-Bahn von Dresden nach Schmilka