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Foto Am Ausstieg der Häntzschelstiege
Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit
Foto Am Ausstieg der Häntzschelstiege
Icon Wanderweg

Aussichtsreiche Stiegentour durch die Hintere Sächsische Schweiz


niedrigster Punkt: 120 m

höchster Punkt: 453 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Am Ausstieg der Häntzschelstiege
Foto Aussicht vom Oberen Terrassenweg
Foto Im oberen Teil der Häntzschelstiege
Foto Auf dem Oberen Terrassenweg
Foto Aussicht vom Oberen Terrassenweg - links der Rauschenstein
Foto Blick von der Kleinen Bastei in Richtung Bad Schandau (im Hintergrund der Lilienstein)
Foto Starke Stiege - dort geht es hoch
Foto Starke Stiege
Foto In der Starken Stiege
Foto Die enge Klufthöhle im oberen Teil der Häntzschelstiege
Foto Die Klufthöhle am Einstieg in den oberen Teil der Häntzschelstiege
Foto Im oberen Teil der Häntzschelstiege
Foto Einstieg in den unteren Teil der Häntzschelstiege
Foto Voller Durchblick an der Heiligen Stiege
Foto Die enge Klufthöhle der Häntzschelstiege
Foto An der Aussichtsstelle Obere Affensteinpromenade
Foto Auf dem Carolafelsen
Foto Im Schmilkaer Biergarten "Kastanienhof" das Bier und die Backwaren der eigenen Produktion genießen
Foto Die endlos wirkenden Stufen der Heiligen Stiege
Foto Heilige Stiege
Foto Der wunderbare Biergarten Kastanienhof in Schmilka gegenüber der Mühlenbäckerei
Foto Blick von der Kleinen Bastei über die Elbe in Richtung der Zschirnsteine (Hintergrund Mitte)
Foto Der Einstieg in den unteren Teil der Häntzschelstiege
Foto Blick von der Unteren Affensteinpromenade auf den Bloßstock (links)
Foto Aussicht vom Oberen Terrassenweg
Foto Aussichtspunkt Kleine Bastei
Foto Herbststimmung an der Aussichtsstelle der Oberen Affensteinpromenade
Foto An der Aussichtsstelle Obere Affensteinpromenade
Foto Die kleine Straße durch Schmilka (hinten die Brauerei)
Foto Die schöne Stiege in den Kleinen Dom
Foto Der Zustieg zur Häntzschelstiege
Foto Im Rauschengrund auf dem Weg zur Starken Stiege
Foto In der Starken Stiege
Foto Die markante Klufthöhle im oberen Teil der Häntzschelstiege
Foto Variante durch das Rauschentor in den Rauschengrund
Foto Rauschentorwächter (Variante in den Rauschengrund)
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Schmilka

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Eine recht schwere, aber abwechslungsreiche Stiegen-Tour mit grandiosen Panoramen im Herzen des Elbsandsteingebirges.

Beschreibung

Diese Wanderung durch die Hintere Sächsische Schweiz hat der/dem sportlichen Wanderer(in) gleich mehrere Höhepunkte zu bieten. Zauberhafte Aussichten an der Kleinen Bastei, vom Oberen Terrassenweg und vom Carolafelsen wechseln sich ab mit erlebnisreichen Stiegen, einem leichten Klettersteig (Häntzschelstiege, Schwierigkeit max. B, überwiegend A) sowie märchenhaften Tälern und Schluchten. Die Starke Stiege und die Häntzschelstiege verlangen für die Begehung etwas Körpereinsatz und leichte Kletterfertigkeiten, während die Heilige Stiege und die Stiege in den Kleinen Dom mit beeindruckend langen Treppen in malerische Schluchten aufwarten. Nach der Tour warten regionale Spezialitäten aus der Schmilkaer Braumanufaktur und der Mühlenbäckerei darauf, genossen zu werden. Einziger Haken: Das überaus süffige Bernstein-Bier kann uns schnell verleiten, einen über den Durst zu trinken, so dass nach der absolvierten Tour in den Beinen die letzten Meter in das Wanderquartier ziemlich schwer fallen können.

Wir wandern aus Schmilka kommend etwa fünf bis zehn Minuten auf dem Gehweg neben der Straße in nordwestliche Richtung, bis wir rechterhand die unscheinbare Abzweigung "Kahntilke" erreichen. Der Pfad führt über hölzerne Stufen empor bis zu einer kleinen Verbindungsstraße (Holzlagerplatzweg), der wir für 100 m nach rechts folgen und sogleich die links abgehende Kahntilke aufwärts wandern (Wegmarkierung grüner Strich). Oben angekommen, verläuft der Pfad einmal scharf nach links und bis zur Aussicht sehr bequem ohne Höhenunterschiede weiter. An der Abzweigung zum Elbleitenweg gehen wir geradeaus weiter. Drei Minuten später und nach ingesamt 35 Minuten ist der Aussichtspunkt "Kleine Bastei" erreicht. Auf dem Rückweg nehmen wir nun die Abzweigung zum Elbleitenweg und laufen den Weg gut fünf Minuten lang bis zum breiten Schotterweg (Elbleitenweg). Hier rechts abbiegen (Wm. grüner Punkt).

Dem Elbleitenweg folgen wir zehn Minuten bis zu einer scharfen Rechtskehre. Hier müssen wir den linken, nicht markierten von den beiden abgehenden Wegen nehmen (der rechte führt durch den Falkoniergrund zur Rotkehlchenstiege).

Interessante Variante:  

Dem Elbleitenweg nach links (weiterhin Wm. grüner Strich) gut fünf Minuten bis zu einem rechts befindlichen Kletterzustieg (schwarzes Dreieck/abgesenkter Holzbalken) kurz hinter der steil und erdrückend aufragenden Westkante des Rauschensteins folgen. Dort abbiegen und das so genannte "Rauschentor" inmitten eindrucksvoller Felswände (links der markante Kletterfelsen Rauschentorwächter) durchschreiten. Dahinter anfänglich links haltend und im Verlauf rechts abknickend geht es auf unmarkiertem und teilweise schwach ausgeprägtem Pfad absteigend bis zum Weg bzw. Pfad im Rauschengrund. Dort links halten.

Weiterweg für beide Varianten:

Wir wandern auf dem immer schmaler werdenden Pfad durch den Rauschengrund bis tief hinein in den traumhaften und idyllischen Talkessel. Am großen den Weg "blockierenden" Felsen gehen wir links vorbei - der Pfad ist auf den letzten Metern nicht mehr als solcher erkennbar, allerdings stehen wir bereits nach wenigen Metern in einer Sackgasse vor der Starken Stiege. Diese erkennen wir an dem ersten in gut vier bis fünf Metern Höhe angebrachten Metallhandgriff, der durch leichte Kletterei (unterer zweiter Grad nach UIAA) angeklettert werden muss. Über eine schräge Rippe klettern wir empor, zwischendurch immer mal wieder durch einen Handgriff unterstützt. Die Stiege ist zwar kurz, aber steil und man sollte sie nicht unterschätzen. 

Nach dem Ausstieg erkennen wir schon bald rechtsseitig Pfadspuren. Diesen folgen wir und befinden uns unmittelbar auf dem "Oberen Terrassenweg", der uns traumhaft schön auf der "Zwischen-Ebene" des Sandsteinmassivs ostwärts leitet und immer wieder mit einmaligen Aussichten u. a. auf den "Rauschenstein" und auf das "Verbogene Horn" belohnt. Der Pfad ist mit dem schwarzen Dreieck für Kletterzustieg markiert (schwierig). An einigen Stellen ist der Pfad sehr schmal und führt recht nah am steilen Abgrund entlang. Teilweise helfen Metall-Handbügel beim Passieren dieser ausgesetzten Stellen - einmal allerdings fehlen diese, so dass es nur ungesichert dort vorbei geht. Wir verlassen den Oberen Terrassenweg auf Höhe der Rotkehlchenstiege nach links. Diese Abzweigung ist allerdings nicht ausgeschildert, lediglich ein verstecktes "grünes Dreieck" (Bergpfad) am Fels führt uns auf den richtigen Weiterweg, auf dem wir nach noch nicht einmal 100 m den Hauptweg (blauer Querstrich) erreichen und nach rechts abbiegen. Nach zehn Minuten erreichen wir eine Wegkreuzung, an der wir nach links in Richtung "Kleiner Dom" (Nasser Grund) abbiegen (gelber Querstrich). Diesen schönen Pfad wandern wir bis zur Stiege in den Kleinen Dom (Abzweig Richtung Nasser Grund, Beuthenfall), die uns märchenhaft und abenteuerlich teils auf Holztreppen bzw. -leitern abwärts führt. In der kleinen Schlucht angekommen geht es zehn Minuten durch den "Kleinen Dom" und das "Sandloch" bis zum Hauptwanderweg "Zeughausweg" (im weiteren Verlauf Untere Affensteinpromenade). Wir halten uns rechts und wandern etwa zwanzig Minuten in Richtung Beuthenfall (grüner Punkt).

Sobald das Felsmassiv mit dem Bloßstock (Foto), einem separat stehenden vorgelagerten Felsturm, sichtbar wird, sind es nur noch wenige Meter bzw. etwa drei Minuten, bis rechts ein Kletterzustieg abgeht (schwarzes Dreieck/Holzabsperrung mit abgesenktem Querbalken). Wir laufen diesen kleinen Pfad stramm aufwärts, bis nach fünf Minuten links ein weiterer unscheinbarer Pfad abzweigt, der uns nach zwei Minuten zu den Zustiegs-Holzleitern der Häntzschelstiege leitet. 

Der Einstieg in die Häntzschelstiege ist der schwierigste Teil. Wer diesen geschafft hat, braucht nichts Schlimmeres mehr zu befürchten. Ein recht steiler, aber griffiger Wandteil mit guten Tritten muss rund vier Meter erklettert werden, bis die erste Metallklammer greifbar ist. Ein senkrechter Teil mit ein paar Klammern und begleitendem Stahlseil, dann eine Querung nach rechts, ein weiterer Aufschwung mit einer anschließenden leicht ausgesetzten fünf bis sechs Meter langen Querung nach links, bevor es recht luftig nach rechts in eine kleine Schlucht geht (immer mit Stahlseil) - jetzt kommen nur noch zwei schräge ebenfalls gesicherte Anstiege - dann ist der untere Teil der Häntzschelstiege geschafft (zehn bis fünfzehn Minuten). Wir kraxeln sogleich links auf das Aussichtsplateau, bevor es auf der gegenüber liegenden Seite zum oberen Teil der Häntzschelstiege geht. Zunächst über eine unproblematische Leiter aufsteigend wird bereits die Felsspalte sichtbar, durch die wir uns gleich zwängen müssen, um den eigentlichen steilen Klettersteig durch den Kamin zu erreichen. Die erste Klammer ist mit den Händen gut erreichbar, jedoch muss mit den Füßen einmal beherzt auf Reibung angetreten werden, um auch diese nach oben zu bekommen. Nun geht es in der dunklen Klufthöhle über Klammern und Leitern sowie durch ein Drahtseil gesichert etwa fünfzehn Meter empor, bis wir wieder das Tageslicht erblicken. Es erfolgt eine Wandquerung auf Klammern, ein Übertritt über eine gut einen Meter breite Felsspalte auf die andere Wandseite, bevor es wiederum auf Klammern anfänglich steil, später sanfter ansteigend nach oben in Richtung Ausstieg geht. Auf dem Gipfel müssen zwei kleine Felsspalten, eine über eine Stahlgitterbrücke, die andere durch etwas Körpereinsatz überwunden sowie gleich im Anschluss in eine solche abgestiegen werden, bevor das wirkliche Ende der Stiege über einen kleinen Aufschwung mit Metallgriffen erreicht ist. 

Wir wandern eine knappe halbe Stunde über das "Lange Horn", bis wir den Pfad durch Übersteigen des Kletterzustiegs verlassen und uns rechts halten Richtung "Carolafelsen" (Aussichtspunkt - zehn Minuten). Nach fünf bis zehn Minuten zweigen nach einem kurzen Abstieg linkerhand die aufwärts führenden Treppen zum Carolafelsen ab, welchen wir nach zwei Minuten erreichen.

Nach dem Genießen der Aussicht wandern wir auf gleichem Weg zurück bis zwanzig Meter hinter der Abzweigung zur Häntzschelstiege. An den Wegweisern halten wir uns nun rechts in Richtung Heilige Stiege/Schmilka, zunächst über eine Treppe abwärts gehend. Nach einer weiteren Minute folgen wir an der Wegkreuzung wiederum dem Wegweiser in Richtung Heilige Stiege/Schmilka (links die Treppe abwärts, gelber Querstrich) und bewegen uns inmitten von beeindruckenden Felswänden auf endlos wirkenden Treppen abwärts, bis wir den Heringsgrund erreichen, dessen Pfad schließlich in einen Weg übergeht. Wir bleiben der Wandermarkierung "gelber Strich" treu, halten uns an der nächsten beschilderten Abzweigung links und nach zwei Minuten nochmal rechts in Richtung Schmilka/Wurzelweg. Der asphaltierte Fahrweg führt uns nun hinunter nach Schmilka, wo wir uns verdientermaßen im Kastanienhof stärken und die Wanderung beenden.


Sicherheitshinweise

  • Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und einfache Kletterfertigkeiten im Bereich der Starken Stiege erforderlich.
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auf dem "Oberen Terrassenweg" erforderlich (ausgesetzte Bereiche - der schmale Pfad verläuft stellenweise recht nah am senkrechten Abgrund entlang).
  • Für die Häntzschelstiege ist insbesondere bei Anfängern ein Klettergurt sowie ein Klettersteig-Set erforderlich.
  • Die Metallsprossen und Leitern der Stiegen können bei Nässe gefährlich glatt sein.
  • Die Tour ist grundsätzlich nicht kindergeeignet! Ggf. sollten erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Kinder durch geeignete Erwachsene gesichert werden.

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau fahren (ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte geradeaus in Richtung deutsch-tschechische Grenze (Hrensko) fahren
  • der große Wanderparkplatz befindet sich in Schmilka auf der rechten Seite

Parken

  • großer Wanderparkplatz in Schmilka (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • bzw. ab Dresden mit der S-Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • mit der Wanderbus-Linie 252 ab Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau bzw. ab Bad Schandau Elbkai (wer bereits in Bad Schandau ist) bis Schmilka fahren
  • Rückweg mit der Wanderbuslinie 252 bis Bad Schandau
  • Verbindungen unter www.ovps.de bzw. Informationsbroschüre "Touristische Fahrpläne 20XX Sächsisch-Böhmische Schweiz" z. B. im Bahnhof, in der Touristeninformation Bad Schandau oder in den Quartieren erhältlich
  • alternativ in Bad Schandau Elbkai den Nationalpark-Express (NPE) Richtung Mezna Louka bis Schmilka (morgens zweimal) - kein VVO- Tarif

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)
  • ggf. Klettergurt und Klettersteig-Set

Tipp des Autors

  • In Schmilka unbedingt das Bio-Bier der ortsansässigen Braumanufaktur und die Backwaren der rustikalen Mühlenbäckerei kosten.

Literatur

  • Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9
  • DAV-Jubiläumstourenbuch "Die 150 schönsten Touren zwischen Harz und Hohen Tauern", Rother Selection, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-937530-88-8

Weitere Infos / Links

  • Die Tour ist nicht für Hunde geeignet.