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Foto an der Bootsstation der Oberen Schleuse
Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon familienfreundlich
Foto an der Bootsstation der Oberen Schleuse
Icon Wanderweg

Im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet bei Hinterhermsdorf


niedrigster Punkt: 270 m

höchster Punkt: 437 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto an der Bootsstation der Oberen Schleuse
Foto Aussicht vom Königsplatz
Foto Auf dem Pfad zum Königsplatz
Foto Der Felstunnel am Königsplatz
Foto Aussichtspunkt am Hermannseck oberhalb der Kirnitzschklamm
Foto Blick hinab zur Kirnitzsch zwischen Reißersgrund und Oberer Schleuse
Foto Schöner Picknickplatz am Lindigtblick
Foto Aussichtsfelsen an den Brüdersteinen
Foto Aussichtsfelsen an den Brüdersteinen
Foto Der untere Einstieg in die extrem enge Kluft zum Hermannseck
Foto Blick zurück in die steile und extrem enge Stiege am Hermannseck
Foto Unterstand (Schlegelhütte) am Hermannseck
Foto Am Königsplatz gibt es nette Rastmöglichkeiten
Foto Aussicht vom Königsplatz
Foto Aussichtspunkt am Taubenstein
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Hinterhermsdorf Bushaltestelle Erbgericht bzw. dortiger Parkplatz

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Wandertour entlang der Kirnitzschklamm an der sächsisch-böhmischen Grenze sowie auf schönen Wegen zu den Aussichtspunkten Hermannseck, Königsplatz, Brüdersteine und Lindigtblick.


Beschreibung

Die Wandertour verläuft zunächst östlich von Hinterhermsdorf innerhalb der Kernzone der Sächsischen Schweiz durch den malerischen Reißersgrund, der hinab in das Kirnitzschtal führt. Hier, kurz nach ihrem Ursprung, verläuft die Kirnitzsch geradezu paradiesisch, eingebettet in steil abfallende Hänge, immer entlang der sächsisch-böhmischen Grenze. 

An der Bootsstation der Kirnitzschklamm bietet sich die Option, an einer geführten Bootsfahrt auf der angestauten Kirnitzsch bis zur "Oberen Schleuse" teilzunehmen und ein wenig über die Klamm zu erfahren oder aber etwas einsamer den wunderschönen parallel oberhalb der Klamm verlaufenden schmalen Pfad entlang zum "Hermannseck" zu laufen.

Der Aufstieg zum Aussichtspunkt Hermannseck durch die unglaublich enge Felsspalte ist der Höhepunkt dieser Tour, hier werden auch Erwachsene wieder zu Kindern. Kinder und schmalere Personen haben bei der Enge in diesem Kamin weniger Schwierigkeiten und müssen schon mal mitleidig grinsen, wenn sich andere Personen dort an den Felswänden schabend und kratzend emporkämpfen und -schwitzen.

Der Königsplatz (437 m) südlich von Hinterhermsdorf, unser nächstes Etappenziel, ist ein vergleichsweise wenig bekanntes Ziel in der Sächsischen Schweiz, ist aber allein durch den traumhaften Zustiegspfad, der unter anderem durch einen natürlichen Felstunnel führt, einen Besuch wert. Die Aussicht von dem Felsen, an dem auch ein Unterstandhäuschen steht, ist wunderbar. Nicht umsonst steht dort auf der Erklärungstafel, dass diese Aussicht zu den schönsten der gesamten Sächsischen Schweiz gehört.

Die "Brüdersteine" und der "Lindigtblick", südwestlich von Hinterhermsdorf, können ebenfalls als ein Geheimtipp bezeichnet werden. Hierhin verschlägt es nicht sehr viele Wanderer, obwohl sich dort tolle Aussichten und Picknickplätze bieten.

Auf dem Weg zurück nach Hinterhermsdorf können dann noch verschiedene Waldlehrpfade sowie eine der Nationalpark-Informationsstellen besucht werden. Diese runden dann die insgesamt sehr abwechslungsreiche Tour lehrreich ab.

Wir starten in der Ortsmitte und verlassen Hinterhermsdorf zunächst südlich, im weiteren Verlauf südöstlich über die Neudorfstraße, den Birkenweg, Lehmhübelweg und folgen dann fortan der Wandermarkierung mit dem gelben Querstrich. Nach dem Verlassen der Wohnsiedlung wird der Weg zunehmend idyllischer. Kurz hinter dem Aussichtspunkt am Taubenstein geht er in einen Pfad über und wir bewegen uns nun in der Kernzone der Sächsischen Schweiz. Im Reißersgrund tauchen wir in eine andere Welt ein, so urwüchsig verläuft der Pfad in östliche Richtung zur Kirnitzschklamm an der deutsch-tschechischen Grenze.

Mit Erreichen der Kirnitzschklamm (45 Minuten) folgen wir dem Bach oberhalb in südliche Richtung zur Bootsstation an der "Oberen Schleuse".   

An der Bootsstation verzichten wir auf die Kahnfahrt und laufen auf schmalem Pfad weiter südwärts immer oberhalb der wilden Klamm bis zum Aufstieg zum "Hermannseck". Hier gehen wir an der ersten Möglichkeit (bequemer Aufstieg) vorbei und entscheiden uns für den wenige Meter weiter folgenden schwierigeren (weil extrem engen) Aufstieg über eine endlos wirkende steile Metalltreppe, die zwischen den Felswänden eingelassen ist (bis hierher 1 Stunde 20 Minuten bis 1 Stunde 30 Minuten).

Ab dem Aussichtspunkt am Hermannseck folgen wir nun anfangs noch auf Wald- und Forstwegen immer der Wandermarkierung mit dem roten Querstrich über den Schleusenhornweg und Hohweg bis zum Wettinplatz, weiter durch die Schnepfenschlüchte und entlang des Hollweges bis zur Abzweigung in das Hintere Schweineloch. wo es dann nach einer guten Dreiviertelstunde seit dem Hermannseck wieder richtig urwüchsig und wild wird , wenn wir nach rechts auf den teilweise recht steilen Pfad in Richtung Königsplatz abbiegen (Wegweiser/weiterhin roter Querstrich). Kurz vor dem Aussichtspunkt "Königsplatz" (437 m) verläuft der Pfad noch durch einen natürlichen Felstunnel und schlängelt sich dann wunderschön aufwärts (30 Minuten bis zum Königsplatz).

Nach dem Genießen der Aussicht verlassen wir den Königsplatz auf dem Pfad in nördliche Richtung, der uns landschaftlich idyllisch im Verlauf grob westwärts absteigend in rund zehn Minuten auf einen breiten Wanderweg führt (Höllstraße bzw. Zollstraße). Hier jetzt rechts abbiegen. 

Der Wanderweg macht ein paar Biegungen, bevor wir auf unsere nächste Abzweigung treffen. Wenn links spitzwinkelig der breite Forstweg mit der Wegmarkierung grüner Punkt abgeht, müssen wir diesem folgen, um zu unseren nächsten Zielen, der Brüdersteinaussicht sowie zu dem nur wenige Meter davon entfernten Aussichtspunkt "Lindigtblick" zu gelangen (bitte auf der Höllstraße erst der zweiten spitzwinkelig abgehenden Abzweigmöglichkeit nach links folgen).

Wir folgen dem grünen Punkt und unser Weg wird im späteren Verlauf zu einem schönen Pfad in felsdurchsetzter Landschaft, was uns signalisiert, dass wir in Kürze zu den beiden Aussichtsfelsen gelangen (Beschilderung). Wir erreichen zuerst die Brüdersteinaussicht (Sackgasse) und nehmen den Lindigtblick noch auf dem Rückweg mit (10 Minuten vom AP Brüdersteine). 

Der Rückweg nach Hinterhermsdorf verläuft wenige Meter auf dem Hinweg, an der Weggabelung rund 100 m nördlich der Abzweigung zu den Brüdersteinen wandern wir links bzw. nordwärts und der roten Strichmarkierung folgend (Aschehübelweg) entlang diverser Abzweigungen zu Waldlehrpfaden (Waldhusche) zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.


Sicherheitshinweise

  • keine

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172a nach Bad Schandau (ausgeschildert)
  • in Bad Schandau hinter der Kirche links in die Kirnitzschtalstraße abbiegen und in Richtung Hinterhermsdorf fahren

Parken

  • Hinterhermsdorf Ortsmitte

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Deutsche Bahn (EC, Regio oder S-Bahn) bis Bad Schandau Nationalpark-Bahnhof
  • Buslinie 241 (Wanderbus zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf Erbgericht)

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • festes Schuhwerk, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)

Literatur

  • Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf), Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9


Weitere Infos / Links

  • Größere Rucksäcke sollten schon vor der steilen Treppe durch die sehr enge Felskluft zum Hermannseck abgenommen und vorneweg getragen werden. Bei Gegenverkehr am besten mit diesem absprechen.
  • Das Hermannseck nahe der Oberen Schleuse kann optional auch auf einem bequemen Weg (normaler Aufstieg über Stufen/ausgeschildert) erreicht werden.