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Foto Aussicht vom Hinteren Raubschloss - linke Bildhälfte hinten der Große Teichstein
Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit
Foto Aussicht vom Hinteren Raubschloss - linke Bildhälfte hinten der Große Teichstein
Icon Wanderweg

Elbsandsteingebirge - Durch den Großen Zschand in der Hinteren Sächsischen Schweiz


niedrigster Punkt: 185 m

höchster Punkt: 413 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Aussicht vom Hinteren Raubschloss - linke Bildhälfte hinten der Große Teichstein
Foto Der abenteuerliche Aufstieg zum Gipfelplateau des Hinteren Raubschlosses
Foto Die Hickelhöhle im Großen Zschand
Foto Im "inneren" Teil des Hinteren Raubschlosses (Winterstein)
Foto Auf dem Reitsteig zur Hickelhöhle
Foto Im unteren Teil des Hinteren Raubschlosses (Winterstein)
Foto Aussicht vom Großen Teichstein (413 m) - unten das Zeughaus (Einkehr möglich)
Foto Abendstimmung am Hinteren Raubschloss (Winterstein)
Foto Abendstimmung am Hinteren Raubschloss (Winterstein)
Foto Auf dem Großen Teichstein (413 m) - Aussicht in Richtung Hinteres Raubschloss, kleiner Winterberg und zu den Affensteinen ( alle rechte Bildhälfte)
Foto Blick vom Großen Teichstein - unten das Zeughaus
Foto Hickelhöhle
Foto Abendstimmung am Hinteren Raubschloss (Winterstein)
Foto Das Gasthaus Neumannmühle.
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Neumannmühle im Kirnitzschtal

Zielpunkt

Neumannmühle im Kirnitzschtal

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Diese Wandertour führt auf die wunderschönen Aussichtspunkte Großer Teichstein und auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss) sowie durch eine eindrucksvolle Felsenlandschaft an den Thorwalder Wänden im Großen Zschand der Hinteren Sächsischen Schweiz.

Beschreibung

Das erste Etappenziel dieser Tour ist der Große Teichstein (413 m) im nördlichen Teil des "Großen Zschands", ein Berg, der nicht so überlaufen ist, obwohl er eine tolle Aussicht bietet, unter anderem auf das sich westlich befindliche Hintere Raubschloss, nordwestlich auf die Lorenzsteine und die sich südlich unterhalb befindliche Gaststätte am Zeughaus. Vielleicht ist es gerade die Nähe dieser Gaststätte und der in Kauf zu nehmende Umweg von rund einer Stunde auf diesen Gipfel, was viele Wanderer von der lohnenswerten Begehung abhält. 

Das kulinarische Angebot im Zeughaus ist nicht sehr groß, aber dafür sehr lecker. Deftige Speisen, leckere Kuchen und das zischende Bier - auf Wunsch im "boarischen Maßkrug" (natürlich mit lokalen sächsischen oder böhmischen Biersorten) werden vom netten Personal im großen Biergarten oder aber in der Gaststube serviert.

Über den malerischen Reitsteig wird unser zweites Etappenziel, die Hickelhöhle, angesteuert. Es kommt uns vor, als ob der landschaftlich tolle Pfad, der manchmal nur 50 cm breit ist und an beeindruckenden Felsen entlangführt, mit seinen zahlreichen Windungen um die Thorwalder Wände irgendwie gar kein Ende nehmen will. Hier treffen wir an unserem Begehungstag (trotz Wochenende) keinen einzigen anderen Menschen - zugegebenermaßen bei 35 Grad und Wespenplage.

Die Hickelhöhle, die zweitgrößte Höhle in der Sächsischen Schweiz, ist eine so genannte Schichtfugenhöhle. Eigentlich ist es nur eine Halbhöhle, ein 45 Meter breiter und 14 Meter tiefer (bzw. nach hinten reichender) Unterstand unter einem riesigen Felsdach.

Der Winterstein (Hinteres Raubschloss, 389 m), der mit seinem abenteuerlichen Aufstieg durch enge Felsspalten und Kamine sowie der grandiosen Aussichtsplattform mit 360°-Ausblick einer der absoluten Höhepunkte in der Sächsischen Schweiz ist, ist das letzte Etappenziel unserer Wanderung. Hier lohnt es sich, auf die historischen Spuren der ehemaligen Befestigungsanlage zu achten und dazu die Erklärungstafel zu lesen. Unsportlich und ängstlich sollte man für den Auf- und Abstieg jedoch nicht sein und ein wenig Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit sollte auch mitgebracht werden - dann steht dem Abenteuer nichts mehr entgegen.

Mit den drei interessanten Zielen, der Einkehrmöglichkeit im Zeughaus sowie den schönen Wegen und Pfaden bietet sich dem Wanderer eine recht lange, aber abwechslungsreiche Tour durch die Hintere Sächsische Schweiz, die teilweise durch die Kernzone des Nationalparks verläuft.

Wer sich im Anschluss an die Tour mit deftigen Leckereien stärken möchte, ist in dem Gasthaus an der Neumannmühle genau an der richtigen Adresse (ebenso Übernachtungsmöglichkeiten).

Wir wandern den breiten Forstweg (Wandermarkierung gelber Querstrich) gegenüber der Neumannmühle entlang bis zum Gasthaus Zeughaus (30 Minuten). An der Wegkreuzung (nach dem Biergarten) nehmen wir den Abzweig nach links und danach gleich wieder links haltend (am dortigen Haus vorbei), zum Großen Teichstein. Mäßig ansteigend führt der Weg ("Flügel E", grüner Querstrich) etwa 15 Minuten in nordöstlicher Richtung durch den Wald bis zur Wegkreuzung, an der links der Pfad zum Großen Teichstein abgeht. Weiterhin ansteigend führt der Pfad anfänglich noch ohne viel Felskontakt westlich, nach 150 m südwestlich in Richtung der Aussichtsstelle, im unteren Teil des bewaldeten Berges ist er an zwei schmalen bzw. stufigen Stellen mit Ketten versichert, die aber nicht schwierig sind. Nun wird es felsiger und schöner, am langgezogenen teils bewaldeten und felsdurchsetzten Grat bieten sich an einigen Stellen rechtsseitig hin und wieder schöne Ausblicke zu den nördlich liegenden Felswänden des Kansteins. Der Aussichtspunkt (413 m ü. NN) wird nach etwa 45 Minuten ab dem Zeughaus erreicht.

Der Rückweg bzw. Weiterweg erfolgt bis zum Zeughaus auf dem gleichen Weg (35 Minuten). An unserer bereits bekannten Wegkreuzung halten wir uns jetzt links in Richtung Hickelhöhle (Wegmarkierung roter Querstrich - von hier zur Hickelhöhle 1 Stunde 15 Minuten).

Nach 5 Minuten geht links ein Weg (grüner Querstrich - "Großer Hochhübelweg") ab, der zunächst recht anstrengend und steil nach oben führt bis auf ein Höhenniveau von 337 m. Oben angekommen, geht an einer Wegkreuzung rechts der Reitsteig (weiter dem grünen Querstrich folgend) ab. Der Reitsteig wird zum Pfad und verläuft ohne nennenswerte Höhenunterschiede idyllisch und landschaftlich wunderschön in zahlreichen Windungen bis zur Hickelhöhle.

Ab der Hickelhöhle wandern wir auf dem Weg mit der Wandermarkierung "roter Querstrich", der uns in rund 45 Minuten zurück zum Zeughaus führen wird.

Unser nächstes Etappenziel ist das Hintere Raubschloss (Winterstein, 390 m ü. NN), welches wir ab dem Zeughaus über den uns bekannten breiten Schotterweg (gelber/roter Querstrich) in nordwestlicher Richtung und nach 15 Minuten links abbiegend der roten Wandermarkierung durch die Raubsteinschlüchte folgend erreichen. An der Weggabelung nach etwa 400 m müssen wir aufpassen und den links abgehenden Weg/Pfad nehmen (der Winterstein ist zwar ausgeschildert, jedoch kann man im Wandertrott leicht an der Abzweigung vorbeilaufen). Der Einstieg zum Gipfelplateau ist nach 45 Minuten ab dem Zeughaus erreicht. Nun folgt noch der 10-minütige Aufstieg durch eine abenteuerlich anmutende Felsenwelt. Unten ist eine Metalltreppe, dann eine Leiter, ein Felstunnel und eine kleine Rampe mit leichter Kraxelei zu überwinden, bevor es dann in den Innenteil mit der fast senkrecht stehenden rund 10 m hohen Leiter geht. Danach ein paar Felsstufen (mit Haltebügeln), dann kommt der sehr schmale Kamin mit der langen und im Mittelteil rechtwinklig nach links abknickenden Metalltreppe, bevor wir wieder das Tageslicht erblicken. Jetzt folgt nach rechts nur noch ein kurzes, aber nicht schwieriges Steilstück (Metallklammern und Haltebügel) sowie abschließend noch ein ziemlich schmaler Durchgang zwischen zwei Felsen - dann ist es geschafft, wir sind oben und können die Aussicht genießen.

Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg. Erst am Wanderweg am Fuße des Wintersteins wandern wir nach rechts, aber nur etwa 250 m, dann biegen wir rechts in Richtung Felsenmühle/Kuhstall ab (Buchschulte, keine Wandermarkierung). Nach 10 Minuten halten wir uns an der Weggabelung ganz scharf rechts, laufen nur 100 m und biegen gleich wieder links in Richtung "Knorre" (ausgeschildert) ab. Diesem Weg folgen wir 15 Minuten, bis rechts der über Stufen abwärts führende Pfad durch die Spitzsteinschlüchte abgeht. Durch diese geht es landschaftlich nochmals wunderschön bis zum bekannten großen Hauptweg (der zum Zeughaus führt), nun aber nach links in nur 2 Minuten in Richtung Neumannmühle zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.


Sicherheitshinweise

  • Schwindelfreiheit und Trittsicherheit nötig für den Auf-/Abstieg auf den/vom Winterstein (Hinteres Raubschloss)
  • bei feuchter Witterung können die Metallleitern und Stufen im Hinteren Raubschloss rutschig sein
  • kleinere Kinder im Bereich des Wintersteins (Hinteres Raubschloss) ggf. sichern

Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172a nach Bad Schandau fahren (ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte hinter der Kirche links in die Kirnitzschtalstraße abbiegen und in Richtung Hinterhermsdorf bis zur Neumannmühle fahren

Parken

  • großer Wanderparkplatz gegenüber der Neumannmühle (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • aus Bad Schandau bzw. Hinterhermsdorf mit der Buslinie 241 (Wanderbus) bis zur Haltestelle "Kirnitzschtal Neumannmühle" (www.ovps.de)
Anfahrt mit Bus & Bahn

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)

Literatur

  • "Sächsische Schweiz", Band 1, Berg- und Naturverlag Rölke
  • "Elbsandsteingebirge", Bruckmann Verlag

Weitere Infos / Links

  • Der Aufstieg auf den Winterstein (Hinteres Raubschloss) ist nicht für Hunde geeignet.