1. Hauptnavigation
  2. Inhalt der Seite

Wandern mit GPS Download: Wandertour Details

Zurück zur Tourenliste
Foto Falkenstein
Falkenstein
Icon Wanderweg

Sächsische Schweiz - Schrammsteinaussicht - Schrammsteinweg - Kleiner Winterberg - Kuhstall

Icon Aussichtsreich Icon Etappentour Icon Streckentour Icon Mit Einkehrmöglichkeit Icon familienfreundlich

Empfohlene Jahreszeiten:

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt

Ostrauer Mühle Campingplatz

Zielpunkt

Lichtenhainer Wasserfall

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Diese Tour ist eine landschaftlich herausragende Wanderung durch die Schrammsteine der Sächsischen Schweiz mit der spektakulären Schrammsteinaussicht, entlang des gesamten Schrammstein-Gratweges mit eindrucksvollen Panoramen, um den Kleinen Winterberg in Richtung Neuer Wildenstein mit seinen spannenden geologischen Höhepunkten "Kuhstall, Himmelsleiter und Schneiderloch."

Beschreibung

Als Startpunkt für diese wunderbare Wanderung durch das Herz des Elbsandsteingebirges bietet sich das Wanderquartier auf dem Campingplatz Ostrauer Mühle an (Informationen unter www.ostrauer-muehle.de). Dort gibt es für einen fairen Preis mehrere einfache, aber sehr komfortabel eingerichtete Mehrbettzimmer (Doppel- und Mehrbettzimmer), so dass wir die Tour wunderbar erholt beginnen.

Erster Höhepunkt der Wanderung ist das Durchschreiten des Schrammtores, dem Eingang zu einer bizarren Felsenlandschaft aus fragilem Sandstein. Man glaubt stellenweise, dass man sich an einem Sandstrand befindet, wenn man durch allerfeinsten Buddelkastensand stapft. Die Erosion hat an vielen Felsen deutliche Spuren hinterlassen. Hier gibt es zahlreiche Fotomotive, insbesondere im frühen Morgenlicht.

Wenige hundert Meter weiter wird es wieder spannend, wenn man den Wildschützensteig nach oben zur Schrammsteinaussicht (417 m ü. NN) geht. Traumhaft und wildromantisch geht es zwischen engen, teilweise feucht-kühlen Felsformationen und Schluchten hinauf zur Schrammsteinaussicht. Wer früh genug startet, der entgeht an dem Nadelöhr kurz vor und an der Aussichtsstelle dem dichten Gedränge der Besucher, vor allem an schönen Tagen.

Der Schrammsteingratweg (Schrammsteinweg) ist auf den ersten Metern zunächst spannend und ein wenig eng und kraxelig, aber immer leicht, bevor er dann relativ gleichbleibend und eben auf dem Schrammstein-Plateau verläuft (386 m - 402 m ü. NN). Etwas auf und ab geht es erst wieder am Zurückesteig, aber ebenfalls nie schwierig.

Neben den vielen tollen Panoramablicken entlang dieses Weges gibt es dann gegen Ende der Tour nochmal mehrere geologische Höhepunkte am Neuen Wildenstein. Der "Kuhstall", ein gigantisches, nach zwei Seiten offenes Höhlengebilde bzw. Felsentor, öffnet sich sich vor uns eindrucksvoll. Hier wurde im dreißigjährigen Krieg tatsächlich Vieh vor den Schweden versteckt. Vom Kuhstall aus geht es dann direkt zur Himmelsleiter, einer schier endlos wirkenden Metalltreppe (nur Aufstieg), die durch eine gerade mal körperbreite feuchte Felsspalte auf ein Aussichtsplateau führt, wo wir ein wunderbares Panorama über die Felslandschaft des Elbsandsteingebirges haben. Markante Felsen wie u. a. der "Bloßstock" der Affensteine sind von hier wunderbar zu sehen. Kleinere Kinder sollten auf der Himmelsleiter durch Erwachsene angefasst oder entsprechend gesichert werden, weil ein Danebentreten an einigen Stellen möglich ist. Bequem gelangen wir wieder auf die tiefere Ebene, wo sich auf jeden Fall der Abstecher zum Schneiderloch lohnt. Das ist gerade für größere Kinder eine spannende Angelegenheit, muss doch das mit Geländer gesicherte natürliche "Aussichtsfenster" durch eine enge Höhle (mit Tritthilfen) erklettert werden. Hier werden auch wir Erwachsenen wieder zu Kindern. Es empfiehlt sich, die Rucksäcke draußen vor der Höhle zu lassen (gegen Absturz sichern), denn es wird wirklich eng.

Wir haben uns rund um den Kuhstall eine ganze Weile aufgehalten, weil sich noch einmalige Kraxelmöglichkeiten bieten und sich sogar ein Kriechgang in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schneiderloch befindet. Auch hier haben Kinder ihre wahre Freude.

Wer nicht auf dem Gelände der Ostrauer Mühle übernachtet, beginnt die Tour auf dem Wanderweg (roter Punkt) am westlichen Ende des Campingplatzes an der Kirnitzschtalstraße (in Höhe des kleinen Parkplatzes). Nach 150 m bzw. zwei Minuten ist der Abzweig zum nachfolgend beschriebenen Wanderweg erreicht.

Ab dem Wanderquartier (grüner Strich/Wegweiser Schrammsteine) beginnt die Tour mit einer West-Ost-Serpentine direkt hinter dem Wanderquartier des Campingplatzes Ostrauer Mühle (145 m ü. NN). Er verläuft dann im Wald ansteigend in südlicher Richtung bis zu einer Wegkreuzung.

Wir bleiben der grünen Wegmarkierung treu und folgen immer der Ausschilderung in Richtung der Schrammsteine/Schrammtor (Malerweg).

Wir überqueren den Wenzelweg (breiter Forstweg) und richten uns nach den Wegweisern zu den Schrammsteinen. Einmal müssen wir uns in der Folge links halten (rechts geht nach 400 m der Weg zum Falkenstein bzw. in den Schießgrund ab), nach noch nicht einmal 100 m treffen wir auf den Hauptweg (grüner Punkt/Elbleitenweg), dem wir nach rechts folgen. Die letzten 500 Meter bis zum Schrammtor geht es nun auf dem Wanderweg mit dem grünen Punkt weiter. Linksseitig erscheint nach etwa 10 Minuten der Abzweig zum Schrammtor.

Wir durchschreiten dieses markante Felsentor auf einem sandigen Pfad, gehen ein paar Stufen empor und folgen dem Wanderweg wenige hundert Meter. Links geht es schon bald zum Wildschützensteig (ausgeschildert/nur im Aufstieg), einer mit Metalltreppen, Leitern und Holzbohlen sowie mit Geländern versicherten Stiege durch eine feuchtkühle Schlucht, die uns fast bis nach oben zur Schrammsteinaussicht führt.

An einem Wanderweg (mit großem Picknickplatz), dem Schrammsteinweg, angekommen, müssen wir uns noch einmal links halten, um die letzten Metallleitern sowie ein paar enge Durchgänge und Nadelöhre zu passieren, die uns in 5 Minuten zum Gipfelplateau (417 m ü. NN) emporleiten.

Vom Aussichtspunkt steigen wir wieder auf gleichem Weg ab bis zum Schrammsteinweg/Gratweg, den wir im ersten Teil im stetigen Auf- und Ab über Treppen und Leitern entlangwandern. Wir folgen fortan der blauen Strichmarkierung. Einmal müssen wir etwas aufpassen, um nicht über den rechtsseitig abgehenden "Jägersteig" abzusteigen - also links halten. Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas zahmer und wir bewegen uns ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter auf dem Schrammsteinweg in westsüdwestliche Richtung.

Zwischendurch bieten sich immer wieder perfekte Aussichtspunkte.

Erst eine ganze Weile später wird es nochmals kraxelig, wenn wir uns auf dem "Zurückesteig" befinden, der sich in einigem Auf- und Ab durch wunderbare zerklüftete Felsformationen windet (blaue Strichmarkierung) und schließlich auf dem "Reitsteig" endet. 

Wir folgen dem Reitsteig nach rechts auf nahezu gleichbleibendem Höhenniveau (zwischen 443 und 454 m/weiterhin blauer Strich) etwa 15 Minuten lang.

Wir verlassen diesen wieder, wenn links der Abzweig mit der Wegmarkierung "roter Punkt" kommt und umrunden auf dem "Unteren Fremdenweg" den Kleinen Winterberg an dessen östlicher Seite. Auch hier bieten sich immer wieder tolle Ausblicke. Wir bleiben auf dem Weg mit der gleichen Markierung, steigen über zahlreiche Stufen sowie in einigen Serpentinen ab und gehen auf dem Fremdenweg zum "Neuen Wildenstein", wo sich der berühmte "Kuhstall", die "Himmelsleiter" und das "Schneiderloch" befinden.

Nach der ausgiebigen Erkundung des Neuen Wildensteins geht es an der dortigen Gaststätte vorbei auf der Kuhstallstraße (weiterhin roter Punkt) zum "Lichtenhainer Wasserfall", wo unsere Tour endet.


Sicherheitshinweise

  • Kleinere Kinder an exponierten Bereichen beaufsichtigen.

Höhenprofil


Karten

Wanderkarten der Sächsischen Schweiz "Bad Schandau und Umgebung" sowie "Schrammsteine, Affensteine" jeweils 1 : 10.000 von Dr.-Ing. Rolf Böhm/Bad Schandau (sehr detailgetreue Karten) bzw. Wander- und Radwanderkarte Nr. 91 "Hintere Sächsische Schweiz" Blatt 1 (Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine) 1 : 15.000 von Sachsen Kartographie GmbH Dresden

Autor

Lars Reichenberg


Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Anfahrt

  • aus Dresden die Autobahn A 17 in Richtung Pirna befahren,
  • die Abfahrt auf die B 172a nach Pirna nehmen,
  • in Pirna weiter auf der B 172 nach Bad Schandau fahren (Bad Schandau ist ausgeschildert),
  • in Bad Schandau Ortsmitte links abbiegen in die Kirnitzschtalstraße (Richtung Kirnitzschtal/Hinterhermsdorf),
  • bis zum Campingplatz Ostrauer Mühle fahren (bzw. bis zum kleinen Wanderparkplatz vor dem Campingplatzgelände)
  • Achtung vor der Straßenbahn (besondere Verkehrsregeln - Hinweisschilder beachten)

Parken

  • als Gast des Campingplatzes Ostrauer Mühle auf dem Campingplatzgelände
  • sonst auf dem kleinen Wanderparkplatz an der Kirnitzschtalstraße am westlichen Ende des Zeltplatzes Ostrauer Mühle (etwa 5 Pkw)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • bzw. ab Dresden mit der S-Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • mit dem Bus 241 (Wanderbus) zur Ostrauer Mühle fahren bzw. mit der Bahnhofsfähre F5 auf die andere Seite der Elbe/Elbkai übersetzen (halbstündlich)
  • alternativ nach dem Übersetzen mit der Fähre F5 ab "Bad Schandau Stadtpark" mit der Kirnitzschtalbahn (Tram) bis zum Campingplatz Ostrauer Mühle fahren (vom Elbkai sind es 5 - 10 Minuten Fußweg zur Haltestelle "Stadtpark") - www.ovps.de
  • Rückweg entweder mit der Wanderbuslinie 241 oder mit der Kirnitzschtalbahn

Anfahrt mit Bus & Bahn Anfahrt mit Bus & Bahn


Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Anwendungsgebiet Kategorie A/B oder B)

Literatur

Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz Band 1 (Felsenlandschaft zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf) vom Berg- & Naturverlag Rölke ISBN 3-378-934514-08-9

Weitere Infos / Links

  • Der Zustieg über den Wildschützensteig und auf die Schrammsteinaussicht sowie der erste Teil des Schrammstein(grat)weges ist nicht für Hunde geeignet.
Tourismusverband Sächsische Schweiz.Tschechischer Partner des Tourismusverbandes Sächsische SchweizSachsen Tourismus