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Foto Das Polenztal mit dem Polenztalwächter (Mitte oben)
Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit Icon familienfreundlich
Foto Das Polenztal mit dem Polenztalwächter (Mitte oben)
Icon Wanderweg

Sächsische Schweiz - Durch das Polenztal zur Gautschgrotte und zur Brandaussicht


niedrigster Punkt: 145 m

höchster Punkt: 341 m

GPS-Daten der Tour (gpx) KML-Daten der Tour (kml) Tourdaten als PDF

Foto Das Polenztal mit dem Polenztalwächter (Mitte oben)
Foto Idylle im Polenztal
Foto märchenhaftes Polenztal
Foto Vom Polenztal in den Schindergraben
Foto Im Schindergraben
Foto Im Schindergraben
Foto Wunderschöne Wanderwege wie hier kurz vor der Gautschgrotte
Foto Unter einem der Felsüberhänge der Gautschgrotte
Foto Die Vegetation und die Sandsteinfelsen in der Gautschgrotte sind wunderbar
Foto märchenhafte Landschaft in der Gautschgrotte
Foto Erdrückende Felsüberhänge in der Gautschgrotte
Foto in der Gautschgrotte
Foto tolles Panorama von der Brandaussicht an der Brandbaude
Foto Panorama von der Brandaussicht - links der Felsen "Brandscheibe"
Foto die Brandbaude - eine gute Einkehrmöglichkeit mit toller Aussicht
Foto So leer ist der Biergarten an der Brandbaude nicht immer - nur bei schlechter Wetterprognose
Foto An der Hafersackaussicht
Foto An der Hafersackaussicht
Foto die schier endlosen Brandstufen
Foto der sehr idyllische Wanderpfad unterhalb der Brandstufen
Foto Märchen oder Wirklichkeit?
Foto Das Polenztal kurz hinter der Frinzthalmühle
Foto immer wieder eine andere Vegetation im Polenztal
Empfohlene Jahreszeiten
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Details

Startpunkt

Wanderparkplatz an der Ziegenrückenstraße (Orientierungspunkt Bushaltestelle der Linie 253 "Wanderweg nach Kurort Rathen")

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Diese Tour ist zu einem großen Teil geprägt von märchenhaften Tälern und Schluchten wie dem Polenztal, dem Schindergraben bei Hohnstein mit seiner urwüchsigen Vegetation und dem wilden Pfad durch den Tiefen Grund, bietet aber mit der Brandaussicht auch eine schöne Abwechslung wegen des überwältigenden Panoramas in die Weiten der Landschaft.

Beschreibung

Eine ganzjährig durchführbare Wanderung ohne besondere Schwierigkeiten erwartet uns hier. Im Frühling, wenn das Polenztal in saftigem Grün und der sanft dahinfließenden Polenz zu neuem Leben erwacht oder im Sommer, wenn es dort und im Schindergraben ein paar Grad kühler zu sein scheint oder aber im Winter, wenn in der imposanten Gautschgrotte mit den rundum überhängenden Felsen das herabstürzende Wasser zu großen Eiszapfen erstarrt und in der Brandbaude der Ofen knistert, bietet sich diese genussvolle Wanderung an. Oder natürlich im Herbst, wenn dieser seine bunten Farben bilderbuchmäßig in die Landschaft zaubert und die klare Luft den Körper mit förmlich spürbarer Energie versorgt. Gründe gibt es genug, diese Wanderung zu unternehmen.

Wir verlassen den Wanderparkplatz und überqueren die Straße. Genau gegenüber zweigt auch schon direkt der Wanderweg (roter Querstrich) ab, der über einige Stufen hinab in das Polenztal führt. Schnell tauchen wir in eine andere Welt ein und vergessen die Zivilisation.

Nach wenigen Minuten im Polenztal angekommen, wandern wir links entlang (roter Punkt), passieren den gegenüber der Polenz befindlichen markanten Felsen "Polenztalwächter" und werden fortan von dem Bach mit seiner tollen Vegetation und einigen schönen Felsen links des Weges begleitet.

Eine knappe dreiviertel Stunde später erreichen wir den Gasthof  "Zum Polenztal", welcher die erste Einkehrmöglichkeit bietet.

Optional bietet sich noch ein Abstecher zum nahegelegenen Hockstein an, jedoch ist dieser nur bedingt zu empfehlen. Zu nahe ist die für Motorradfahrer reizvolle Serpentinenstraße bei Hohnstein, so dass die Wanderer an schönen Tagen innerhalb der Motorradsaison permanent von störendem Motorradlärm begleitet werden.

Vor dem Gasthof nehmen wir deshalb einen rechts abgehenden Pfad, der zunächst über eine Holzbrücke führt. Wenn wir diese überschritten haben, betreten wir den so genannten Schindergraben, dessen Geschichte auf nett gestalteten Schildern auf einem Lehrpfad erklärt wird.

Wunderschön, vom Motorradlärm weitestgehend abgeschirmt, wild und romantisch geht es nun auf einem schmalen Pfad durch eine kleine Schlucht aufwärts (grüner Diagonalstrich). Ein Bach plätschert abwärts und überall gurgeln kleine Miniwasserfälle an moosbewachsenen Felsen herunter - wir sind in einer anderen Welt.

Nach etwa 15 Minuten erreichen wir das Ende dieses Abschnittes und stoßen auf einen Wanderweg. Diesen wandern wir nach rechts (weiterhin grüner Diagonalstrich).

Bereits nach knapp 10 Minuten wird es zunehmend urwüchsiger und wir erreichen den Abzweig zur Gautschgrotte. Links geht es in zwei Minuten in diesen abenteuerlichen Talkessel, der einen vergessen lässt, dass wir uns in Deutschland und nicht in irgendeinem Märchenland befinden.

Im Anschluss an diesen Abstecher geht es wunderschön und ohne Höhenunterschiede weiter auf dem Wanderweg, vorbei an einigen größeren Felswänden und üppiger Vegetation.

Der Landschaftcharakter ändert sich nach etwa 25 Minuten, als wir nach einer Linkskurve den ehemaligen Steinbruch mäßig ansteigend durchschritten haben. Nach einer Minute biegen wir an einer Wegkreuzung nach rechts ab (Steinbruchweg, grüner Querstrich) und halten uns knappe 100 m nochmals rechts. Der Weg führt von nun an ebenerdig durch den Wald. Nach 10 Minuten kommt ein Abzweig (roter Querstrich), den wir missachten und uns weiter nach der grünen Markierung richten. Die Brandbaude ist jetzt bereits ausgeschildert.

5 - 10 Minuten später halten wir uns an dem breiten befahrbaren Forstweg rechts (blauer Querstrich) und erreichen auf diesem Weg nach weiteren 10 Minuten die Brandaussicht/Brandbaude, unsere zweite Einkehrmöglichkeit und der kostenlos mitgelieferten Panoramasicht von der Terrasse nach Süden bzw. Südwesten/Westen. Von hier aus entdecken wir in einiger Entfernung bekannte Persönlichkeiten wie die Tafelberge Lilienstein, Pfaffenstein, Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein sowie im Westen den Gamrig, Rauenstein und die Bärensteine bei Rathen, aber auch den nahen einzeln stehenden und markanten Kletterfelsen "Brandscheibe".

Wir verlassen die Brandbaude und nehmen noch die in zwei Minuten erreichbare ausgeschilderte Hafersackaussicht mit, bevor wir über die Brandstufen in den Tiefen Grund absteigen (blauer Strich). Die Angaben über die Anzahl der Brandstufen schwanken im Übrigen zwischen 850 und 878. Wir selbst haben sie nicht gezählt, aber es sind unglaublich viele!

Im Tiefen Grund angekommen wandern wir auf einem traumhaft idyllischen Pfad weiter in südöstlicher Richtung. Auch hier werden wir von einem paradiesisch anmutenden Bach (Lachsbach) begleitet. Wir merken kaum, dass dieser Pfad rechtsseitig knapp unterhalb der nahen kleinen Verbindungsstraße zwischen Rathmannsdorf bzw. Porschdorf und Hohnstein verläuft. Selten fährt mal ein Auto entlang, so dass es kaum stört.

Nach etwa einer halben Stunde seit dem Verlassen der Brandbaude erreichen wir den Parkplatz an der Frinzthalmühle, an dem wir rechts auf den breiten Schotterweg (roter Punkt) in das Polenztal abbiegen. Nachdem wir nach 5 Minuten das unansehnliche Gelände der Frinzthalmühle hinter uns gelassen haben, wandern wir wieder landschaftlich wunderschön rechtsseitig der Polenz entlang wilder Wiesen mit üppigem Bewuchs.

Wir wechseln nach etwa 20 Minuten die Bachseite, indem wir eine Brücke überqueren. Ab jetzt wird der Weg wieder naturbelassener und führt uns idyllisch in einer guten viertel Stunde zur Walterdorfer Mühle. Hier haben wir noch einmal die Gelegenheit einzukehren. Von hier ist ein alter Bekannter zu sehen, der Polenztalwächter, der uns signalisiert, dass sich die Wanderung dem Ende neigt.

Nach nicht einmal 5 Minuten geht links der Pfad ab (roter Querstrich), der uns im weiteren Verlauf über die bereits bekannten Stufen zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung führt.


Höhenprofil


Autor

Lars Reichenberg

Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Karte

Es folgt Outdooractive Karte mit Einzeichnung des Weges

Anreise und Infos

Anfahrt

Bei Anfahrt rechtselbisch (nördlich) aus Pirna:
  • über Lohmen, Rathewalde in Richtung Waltersdorf - kurz hinter Rathewalde rechts abbiegen,
  • nach etwa 3 km hinter einer leichten Rechtskurve befindet sich rechtsseitig der Wanderparkplatz (am Ende des Waldes)

Bei Anfahrt aus Bad Schandau:

  • über Rathmannsdorf und Waltersdorf
  • etwa 700 m hinter Waltersdorf befindet sich linksseitig der Wanderparkplatz (am Waldrand)

Parken

  • Wanderparkplatz an der Ziegenrückenstraße (Orientierungspunkt Bushaltestelle der Linie 253 "Wanderweg nach Kurort Rathen") - ca. 10 Autos - kostenlos (Stand April 2016)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis Bad Schandau Nationalpark-Bahnhof
  • Wanderbuslinie 253 ab Bad Schandau Nationalpark-Bahnhof bzw. Bad Schandau Elbkai bis zur Haltestelle "Wanderweg nach Kurort Rathen" (Sa, So und Feiertage) - Stand April 2016
Anfahrt mit Bus & Bahn

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste, knöchelhohe Wanderschuhe (Kategorie B)

Literatur

Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz Band 2 (Rathener Felsen, Polenztal, Tafelberge und Bielatal) vom Berg- & Naturverlag Rölke ISBN 3-934514-09-X, Mystische Pfade Elbsandsteingebirge (33 Wanderungen auf den Spuren von Sagen und Traditionen) vom Bruckmann Verlag ISBN 978-3-7654-5933-7