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Wandern mit GPS Download: Wandertour Details

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Foto Aussicht von der Hohen Liebe (401 m)
Aussicht von der Hohen Liebe (401 m)
Icon Wanderweg

Auf die Hohe Liebe und über die Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz

Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon familienfreundlich

Empfohlene Jahreszeiten:

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt

Ostrauer Mühle Campingplatz

Zielpunkt

wie Start

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Schöne aussichtsreiche Wanderung auf die Hohe Liebe und über die Schrammsteine in der Hinteren Sächsischen Schweiz, die durch einige romantische Stiegen und malerische Pfade inmitten beeindruckender Felsschluchten ergänzt wird.

Beschreibung

Diese Wanderung führt uns zunächst auf den unscheinbaren, aber schönen Aussichtsgipfel "Hohe Liebe" (401 m ü. NN), der uns insbesondere nach Osten eine tolle Aussicht zu den Affensteinen mit dem "Bloßstock", dem markantesten und zugleich nördlichsten Felsen dieser Kette bietet. Hier befindet sich auch das Bergsteiger-Ehrenmal zum Gedenken an "am Berg gebliebene Bergsteiger" mit dem großen kupfernen Gedenkbuch.

Der erste kleine Geheimtipp dieser Tour ist der idyllische und wenig begangene Pfad entlang der "Teufelsmauer", einer wunderschönen Felsmauer mit teilweise recht beeindruckender Größe und Ausprägung.

Natürlich darf bei einer Wanderung zu den Schrammsteinen nicht die Schrammsteinaussicht fehlen, der wunderbaren Plattform, die ein 360°-Panorama bietet. Selbstverständlich ist man hier an schönen Wochenenden zu normalen Zeiten nicht allein. Da kann es beim Zustieg über den teils engen, schluchtartigen und romantischen "Wildschützensteig" bzw. beim letzten Gipfelanstieg schon mal zu Wartezeiten an den Leitern und Treppen der Stiege kommen.

Die Überschreitung der Schrammsteine ist genauso schön, geht es doch insbesondere im ersten Teil weiterhin über enge Stiegen im stetigen Auf- und Ab durch eine beeindruckende Felslandschaft hindurch. Erst etwas später verläuft der Pfad des Schrammsteinweges gleichbleibend ohne nennenswerte Höhenunterschiede und bietet zwischendurch immer wieder beeindruckende Aussichten bis weit in das Hinterland.

Weitere Höhepunkte erwarten uns auf der insgesamt mittelschweren Wanderung: die Rotkehlchenstiege, Heilige Stiege sowie die Stiege am Kleinen Dom, die durch einmalige Schluchten führen sowie das "Kleine Prebischtor" mit der in dessen Nachbarschaft stehenden gigantischen alten Buche, die uns neben ihr wie kleine Zwerge erscheinen lässt.

Dass eine wunderbare Aussicht nicht immer zwangsläufig an weit oben gelegene Landschaftspunkte gebunden sein muss, zeigt der eindrucksvolle Blick auf die Schrammsteine und den Falkenstein, wenn wir fast am Ende unserer Wanderung den Wenzelweg in Höhe der "Wildwiese" entlanglaufen. Hier zeigen sich die Felsen nochmal von einer ganz anderen Seite.

Nach dieser schönen Tour bietet sich der Campingplatz Ostrauer Mühle für eine preiswerte Übernachtung im dortigen Wanderquartier an.

Der Wanderweg (grüner Strich/Wegweiser Schrammsteine) beginnt mit einer West-Ost-Serpentine direkt hinter dem Wanderquartier des Campingplatzes Ostrauer Mühle (145 m ü. NN). Er verläuft dann im Wald ansteigend in südlicher Richtung bis zu einer Wegkreuzung, an der wir uns links sowie nach einer Minute nochmals links halten, fortan der roten Strichmarkierung folgend. Die Hohe Liebe ist nun ausgeschildert. Bis zum Gipfel folgen wir weiterhin auf teils befestigtem Weg dem roten Querstrich, erst am Ende wird der Weg und auch die Landschaft uriger, am unteren Teil einer Treppe erkennen wir rechtsseitig den östlichen Ausläufer der Teufelsmauer, die uns später noch interessieren wird. Das letzte Teilstück zur Hohen Liebe verläuft auf einem linksseitig abgehenden schönen Pfad (50 m hinter der Teufelsmauer), teilweise über Treppen, steil aufwärts. Der fast komplett bewaldete Gipfelaufbau ist dennoch felsig und einige in den Fels geschlagene Stufen erleichtern uns die letzten Meter (45 Minuten bis zum Gipfel).

Wir laufen auf gleichem Weg zurück zur Teufelsmauer. Hier müssen wir uns nun eine günstige Stelle für den linksseitigen Abstieg aussuchen, ein Pfad ist hier noch nicht erkennbar. Wenn wir die ersten Meter bewältigt haben, wandern wir immer entlang der Teufelsmauer, die ab jetzt an Größe zulegt. Jetzt wird auch allmählich der Pfad deutlicher erkennbar. Im weiteren Verlauf wird er immer breiter und endet schließlich als Weg an einer Wegkreuzung mit Wegweisern, an der wir geradeaus weitergehen. Der schöne Weg führt in nur 5 Minuten zum Wenzelweg, zwischendurch genießen wir an einer Lichtung den Ausblick auf den Falkenstein, der sich in seiner ganzen Mächtigkeit präsentiert.

Wir überqueren den Wenzelweg und richten uns nach den Wegweisern zu den Schrammsteinen - der Malerweg hat uns wieder. Einmal müssen wir uns in der Folge links halten (rechts geht der Weg zum Falkenstein bzw. in den Schießgrund ab), nach noch nicht einmal 100 m treffen wir auf den Hauptweg (grüner Punkt/Elbleitenweg), dem wir nach rechts folgen. Die letzten 500 Meter bis zum Schrammtor geht es nun auf dem Wanderweg mit dem grünen Punkt weiter. Linksseitig erscheint nach etwa 10 Minuten der Abzweig zum Schrammtor.

Wir durchschreiten dieses markante Felsentor auf einem sandigen Pfad, gehen ein paar Stufen empor und folgen dem Wanderweg wenige hundert Meter. Links geht es schon bald zum Wildschützensteig (ausgeschildert/nur im Aufstieg), einer mit Metalltreppen, Leitern und Holzbohlen sowie mit Geländern versicherten Stiege durch eine feuchtkühle Schlucht, die uns fast bis nach oben zur Schrammsteinaussicht führt.

An einem Wanderweg (mit großem Picknickplatz), dem Schrammsteinweg, angekommen, müssen wir uns noch einmal links halten, um die letzten Metallleitern sowie ein paar enge Durchgänge und Nadelöhre zu passieren, die uns in 5 Minuten zum Gipfelplateau (417 m ü. NN) emporleiten (eine Stunde ab Hohe Liebe).

Vom Aussichtspunkt steigen wir auf gleichem Weg wieder ab bis zum Schrammsteinweg/Gratweg, den wir im ersten Teil im stetigen Auf- und Ab über Treppen und Leitern entlangwandern. Wir folgen fortan der blauen Strichmarkierung. Einmal müssen wir etwas aufpassen, um nicht über den rechtsseitig abgehenden "Jägersteig" abzusteigen - also links halten. Im weiteren Verlauf wird der Weg etwas zahmer und wir bewegen uns ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter auf dem Schrammsteinweg in westsüdwestliche Richtung.

Erst wenn auf der rechten Seite der Abzweig zur Rotkehlchenstiege (Bergpfad, grünes Dreieck) abgeht, verlassen wir diesen schönen Weg (eine Stunde seit Schrammsteinaussicht), passieren einen markanten Aussichtsfelsen und steigen gleich hinter diesem rechts hinab zur Rotkehlchenstiege. Die ersten Meter im Abstieg sind die anspruchsvollsten, weil hier etwas Kraxelarbeit geleistet werden muss. Danach geht es ebenfalls kraxelig, aber leichter abwärts. Einige Eisenbügel zum Greifen unterstützen uns dabei. Einmal müssen wir im unteren Drittel aufpassen, den Abzweig nicht zu verpassen. Ein markanter ebenerdiger Pfad führt geradeaus weiter, unser Weiterweg geht aber nach rechts absteigend. Verpassten wir diesen, würden wir auf sehr schmalem Pfad um das "Verbogene Horn" herumwandern. Wir steigen also weiter ab und erreichen den markanten unteren Einstieg zur Rotkehlchenstiege, einem riesigen Felsüberhang. Hier können wir unser Echo hören.

Ein traumhafter Pfad führt durch den Falkoniergrund zum Hauptwanderweg (Elbleitenweg/grüner Punkt), dem wir nach links folgen, aber nur bis zum nächsten Abzweig nach etwa 150 m.

Dann gehen wir wieder links (Heringsgrund/gelber Strich). Wir schöpfen noch mal Kraft, denn nach rund 10 Minuten geht es über schier endlos erscheinende Treppen die Heilige Stiege aufwärts. Die Anstrengung wird uns allerdings durch eine tolle Landschaft mit einzigartigen Aussichtsstellen, insbesondere im oberen Teil, versüßt.

Wir bleiben der gelben Strichmarkierung treu und nehmen an der nächsten Wegkreuzung den Abzweig in Richtung Kleiner Dom/Nasser Grund. Der Pfad führt uns zur Stiege in den Kleinen Dom. Malerisch geht es hinab, teilweise auf Treppen, teils auf Holztreppen bzw. -leitern. Im Tal angekommen geht es 10 Minuten durch den Kleinen Dom und das Sandloch bis zum Zeughausweg (90 Minuten seit Rotkehlchenstiege). Hier laufen wir aber geradeaus weiter, durch eine märchenhafte kleine Schlucht (Jordanweg) bis zum "Nassen Grund" absteigend. An dem breiten zunächst asphaltierten Forstweg (Wenzelweg) gehen wir  links und müssen wieder einige Höhenmeter aufsteigen. Nach etwa 10 Minuten kommt ein Wegweiser, der zur "Ostrauer Mühle" nach links weist. Diesem folgen wir nicht, sondern bleiben auf dem Wenzelweg, vorbei an der Wildwiese bis zu einer bereits bekannten Wegkreuzung, der wir nach rechts folgen (30 - 45 Minuten seit Zeughausweg).

Der Campingplatz Ostrauer Mühle ist weiterhin ausgeschildert. Wir folgen den Wegweisern bzw. der grünen Strichmarkierung und erreichen unser Wanderquartier nach etwa 30 Minuten.


Sicherheitshinweise

  • Im Bereich der Rotkehlchenstiege ist etwas Trittsicherheit nötig, vor allem gleich zu Beginn des Abstiegs - besondere Vorsicht bei Nässe.
  • Kleinere Kinder an exponierten Bereichen beaufsichtigen.

Höhenprofil


Karten

Wanderkarten der Sächsischen Schweiz "Schrammsteine - Affensteine" und "Bad Schandau und Umgebung" von Dr. Rolf Böhm, Bad Schandau, jeweils 1 : 10.000 bzw. Wander- und Radwanderkarte Nr. 91 "Hintere Sächsische Schweiz" Blatt 1 (Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine) 1 : 15.000 von Sachsen Kartographie GmbH Dresden

Autor

Lars Reichenberg


Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Anfahrt

  • aus Dresden die Autobahn A 17 in Richtung Pirna
  • die Abfahrt auf die B 172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B 172 nach Bad Schandau (Bad Schandau ist ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte links abbiegen in die Kirnitzschtalstraße (Richtung Kirnitzschtal/Hinterhermsdorf)
  • bis zum Campingplatz Ostrauer Mühle fahren (bzw. bis zu einem der Wanderparkplätze)
  • Achtung vor der Straßenbahn (besondere Verkehrsregeln - Hinweisschilder beachten)

Parken

  • als Gast des Campingplatzes Ostrauer Mühle auf dem Campingplatzgelände
  • sonst auf dem kleinen Wanderparkplatz an der Kirnitzschtalstraße in Höhe des Zeltplatzes Ostrauer Mühle (nur etwa 5 Pkw)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • bzw. aus Dresden mit der S-Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • vom Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau mit der Bahnhofsfähre F5 auf die andere Seite der Elbe/Elbkai übersetzen (halbstündlich) bzw. mit dem Bus 241 (Wanderbus) zur Ostrauer Mühle fahren (Verbindungen siehe unter www.ovps.de)
  • alternativ nach dem Übersetzen mit der Fähre ab "Bad Schandau Stadtpark" mit der Kirnitzschtalbahn (Tram) bis zum Campingplatz Ostrauer Mühle fahren (vom Elbkai sind es 5 - 10 Minuten Fußweg zur Haltestelle Stadtpark) - www.ovps.de

Anfahrt mit Bus & Bahn Anfahrt mit Bus & Bahn


Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Anwendungsgebiet Kategorie A/B oder B)

Literatur

"Sächsische Schweiz" Band 1 und 2 vom Berg- und Naturverlag Rölke / "Elbsandsteingebirge" vom Bruckmann Verlag / "Elbsandstein-Gebirge", Rother Wanderführer

Weitere Infos / Links

  • Der Aufstieg über den Wildschützensteig und zur Schrammsteinaussicht ist nicht für Hunde geeignet.
Tourismusverband Sächsische Schweiz.Tschechischer Partner des Tourismusverbandes Sächsische SchweizSachsen Tourismus