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Wandern mit GPS Download: Wandertour Details

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Foto Aussicht vom OberenTerrassenweg
Aussicht vom OberenTerrassenweg
Icon Wanderweg

Aussichtsreiche Stiegentour durch die Hintere Sächsische Schweiz

Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit

Empfohlene Jahreszeiten:

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt

Schmilka

Zielpunkt

Schmilka

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Eine recht schwere, aber abwechslungsreiche Stiegen-Tour mit grandiosen Panoramen im Herzen des Elbsandsteingebirges.

Beschreibung

Diese Wanderung durch die Hintere Sächsische Schweiz hat der/dem sportlichen Wanderer(in) gleich mehrere Höhepunkte zu bieten. Zauberhafte Aussichten an der Kleinen Bastei, vom Oberen Terrassenweg und vom Carolafelsen wechseln sich ab mit erlebnisreichen Stiegen, einem leichten Klettersteig (Häntzschelstiege, Schwierigkeit max. B, überwiegend A) sowie märchenhaften Tälern und Schluchten. Die Starke Stiege und die Häntzschelstiege verlangen für die Begehung etwas Körpereinsatz und leichte Kletterfertigkeiten, während die Heilige Stiege und die Stiege in den Kleinen Dom mit beeindruckend langen Treppen in malerische Schluchten aufwarten. Nach der Tour warten regionale Spezialitäten aus der Schmilkaer Braumanufaktur und der Mühlenbäckerei darauf, genossen zu werden. Einziger Haken: Das überaus süffige Bernstein-Bier kann uns schnell verleiten, einen über den Durst zu trinken, so dass nach der absolvierten Tour in den Beinen die letzten Meter in das Wanderquartier ziemlich schwer fallen können.

Wir wandern aus Schmilka kommend etwa 5 - 10 Minuten auf dem Gehweg neben der Straße in nordwestliche Richtung, bis rechterhand die unscheinbare Abzweigung "Kahntilke" kommt. Der Pfad führt über hölzerne Stufen empor bis zu einer kleinen Verbindungsstraße (Holzlagerplatzweg), der wir für 100 m nach rechts folgen und sogleich die links abgehende Kahntilke aufwärts wandern. Oben angekommen, verläuft der Pfad einmal scharf nach links und bis zur Aussicht sehr bequem ohne Höhenunterschiede weiter. An der Abzweigung zum Elbleitenweg gehen wir geradeaus weiter. Drei Minuten später und nach ingesamt 35 Minuten ist der Aussichtspunkt "Kleine Bastei" erreicht. Auf dem Rückweg nehmen wir nun die Abzweigung zum Elbleitenweg und laufen den Pfad gut fünf Minuten lang bis zum breiten Schotterweg (Elbleitenweg). Diesem folgen wir 10 Minuten bis zu einer scharfen Rechtskehre. Hier müssen wir den linken, nicht markierten von den beiden abgehenden Pfaden nehmen (der rechte führt zur Rotkehlchenstiege). Den immer schmaler werdenden Pfad durch den Rauschengrund wandern wir 15 Minuten entlang bis tief hinein in den traumhaften und idyllischen Talkessel. Am großen den Weg "blockierenden" Felsen gehen wir links vorbei - der Pfad ist auf den letzten Metern nicht mehr als solcher erkennbar, allerdings stehen wir bereits nach wenigen Metern vor der Stiege. Diese erkennen wir an dem ersten in gut 4 bis 5 Metern Höhe angebrachten Metallhandgriff, der durch leichte Kletterei (unterer 2. Grad nach UIAA) angeklettert werden muss. Über eine schräge Rippe klettern wir empor, zwischendurch immer mal wieder durch einen Handgriff unterstützt. Die Stiege ist zwar kurz, aber man sollte sie nicht unterschätzen. 

Oben angekommen erkennen wir rechtsseitig Pfadspuren. Diesen folgen wir und befinden uns unmittelbar auf dem "Oberen Terrassenweg", der uns traumhaft schön auf der "Zwischen-Etage" des Sandsteinmassivs ostwärts leitet und immer wieder mit einmaligen Aussichten u. a. auf den "Rauschenstein" und auf das "Verbogene Horn" belohnt. Der Pfad ist mit dem schwarzen Dreieck für Kletterzustieg markiert (schwierig). An einigen Stellen ist der Pfad sehr schmal und führt direkt am steilen Abgrund entlang. Teilweise helfen Metall-Handbügel beim Passieren dieser ausgesetzten Stellen - einmal allerdings fehlen diese, so dass es nur ungesichert dort vorbei geht. Wir verlassen den Oberen Terrassenweg auf Höhe der Rotkehlchenstiege nach links. Diese Abzweigung ist allerdings nicht ausgeschildert, lediglich ein verstecktes "grünes Dreieck" (Bergpfad) am Fels führt uns auf den richtigen Weiterweg, auf dem wir nach noch nicht einmal 100 m den Hauptweg (blauer Querstrich) erreichen und nach rechts abbiegen. Nach 10 Minuten erreichen wir eine Wegkreuzung, an der wir nach links in Richtung "Kleiner Dom" (Nasser Grund) abbiegen (gelber Querstrich). Diesen schönen Pfad wandern wir bis zur Stiege in den Kleinen Dom (Abzweig Richtung Nasser Grund, Beuthenfall), die uns märchenhaft und abenteuerlich teils auf Holztreppen bzw. -leitern abwärts führt. Im Tal angekommen geht es 10 Minuten durch den Kleinen Dom und das Sandloch bis zum Zeughausweg (im weiteren Verlauf Untere Affensteinpromenade), biegen rechts ab und wandern etwa 20 Minuten in Richtung Beuthenfall (grüner Punkt).

Sobald das Felsmassiv mit dem Bloßstock (Foto), einem separat stehenden vorgelagerten Felsturm, sichtbar wird, sind es nur noch wenige Meter bzw. etwa drei Minuten, bis rechts ein Kletterzustieg abgeht (schwarzes Dreieck/Holzabsperrung mit abgesenktem Querbalken). Wir laufen diesen kleinen Pfad stramm aufwärts, bis nach 5 Minuten links ein weiterer unscheinbarer Pfad abzweigt, der uns nach 2 Minuten zu den Zustiegs-Holzleitern der Häntzschelstiege leitet. 

Der Einstieg in die Häntzschelstiege ist der schwierigste Teil. Wer diesen geschafft hat, braucht nichts Schlimmeres mehr zu befürchten. Ein recht steiler, aber griffiger Wandteil mit guten Tritten muss rund 4 m erklettert werden, bis die erste Metallklammer greifbar ist. Ein senkrechter Teil mit ein paar Klammern und begleitendem Stahlseil, dann eine Querung nach rechts, ein weiterer Aufschwung mit einer anschließenden ausgesetzten 5 bis 6 m langen Querung nach links, bevor es recht luftig nach rechts in eine kleine Schlucht geht (immer mit Stahlseil) - jetzt kommen nur noch zwei schräge ebenfalls gesicherte Anstiege - dann ist der untere Teil der Häntzschelstiege geschafft (10 bis 15 Minuten). Wir kraxeln sogleich links auf das Aussichtsplateau, bevor es auf der gegenüber liegenden Seite zum oberen Teil der Häntzschelstiege geht. Zunächst über eine unproblematische Leiter aufsteigend wird bereits die Felsspalte sichtbar, durch die wir uns gleich zwängen müssen, um den eigentlichen steilen Klettersteig durch den Kamin zu erreichen. Die erste Klammer ist mit den Händen gut erreichbar, jedoch muss mit den Füßen einmal beherzt auf Reibung angetreten werden, um auch diese nach oben zu bekommen. Nun geht es über Klammern und Leitern im dunklen Kamin durch ein Drahtseil gesichert etwa 15 m empor, bis wir wieder das Tageslicht erblicken. Es erfolgt eine Wandquerung auf Klammern, ein Übertritt über eine gut 1 m breite Felsspalte auf die andere Wandseite, bevor es wiederum auf Klammern anfänglich steil, später sanfter ansteigend nach oben in Richtung Ausstieg geht. Auf dem Gipfel müssen zwei kleine Felsspalten, eine über eine Stahlgitterbrücke, die andere durch etwas Körpereinsatz überwunden sowie gleich im Anschluss in eine solche abgestiegen werden, bevor das wirkliche Ende der Stiege über einen kleinen Aufschwung mit Metallgriffen erreicht ist. 

Wir wandern eine knappe halbe Stunde über das "Lange Horn", bis wir den Pfad durch Übersteigen des Kletterzustiegs verlassen und uns rechts halten Richtung "Carolafelsen" (Aussichtspunkt - 10 Minuten). Nach 5 - 10 Minuten zweigen nach einem kurzen Abstieg linkerhand die aufwärts führenden Treppen zum Carolafelsen ab, welchen wir nach 2 Minuten erreichen.

Nach dem Genießen der Aussicht wandern wir auf gleichem Weg zurück bis 20 m hinter der Abzweigung zur Häntzschelstiege, an den Wegweisern halten wir uns nun rechts in Richtung Heilige Stiege/Schmilka, zunächst über eine Treppe abwärts gehend. Nach einer weiteren Minute folgen wir an der Wegkreuzung wiederum dem Wegweiser in Richtung Heilige Stiege/Schmilka (links die Treppe abwärts, gelber Querstrich) und bewegen uns inmitten von beeindruckenden Felswänden auf endlos wirkenden Treppen abwärts, bis wir den Heringsgrund erreichen, dessen Pfad schließlich in einen Weg übergeht. Wir bleiben der Wandermarkierung "gelber Strich" treu, halten uns an der nächsten beschilderten Abzweigung links und nach zwei Minuten nochmal rechts in Richtung Schmilka/Wurzelweg. Der asphaltierte Fahrweg führt uns nun hinunter nach Schmilka, wo wir uns verdientermaßen im Kastanienhof stärken und die Wanderung beenden.


Sicherheitshinweise

  • Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und einfache Kletterfertigkeiten im Bereich der Starken Stiege erforderlich
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auf dem "Oberen Terrassenweg" erforderlich (stark ausgesetzte Bereiche - der schmale Pfad verläuft stellenweise hart am senkrechten Abgrund)
  • Für die Häntzschelstiege ist insbesondere bei Anfängern ein Klettergurt sowie ein Klettersteig-Set erforderlich.
  • Die Metallsprossen und Leitern der Stiegen können bei Nässe gefährlich glatt sein.
  • Die Tour ist grundsätzlich nicht kindergeeignet! Ggf. sollten erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Kinder durch geeignete Erwachsene gesichert werden.

Höhenprofil


Karten

Wanderkarte der Sächsischen Schweiz "Schrammsteine - Affensteine" 1 : 10.000 von Dr.-Ing. Rolf Böhm/Bad Schandau oder Wander- und Radwanderkarte Nr. 91 "Hintere Sächsische Schweiz" Blatt 1 "Schrammsteine, Affensteine, Zschirnsteine" 1 : 15.000 von der Sachsen Kartographie GmbH Dresden

Autor

Lars Reichenberg


Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Anfahrt

  • aus Dresden die A17 in Richtung Pirna
  • Abfahrt auf die B172a nach Pirna
  • in Pirna weiter auf der B172 nach Bad Schandau fahren (ausgeschildert)
  • in Bad Schandau Ortsmitte geradeaus in Richtung deutsch-tschechische Grenze (Hrensko) fahren
  • der große Wanderparkplatz befindet sich in Schmilka auf der rechten Seite

Parken

  • großer Wanderparkplatz in Schmilka (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Deutschen Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • bzw. ab Dresden mit der S-Bahn bis zum Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau fahren
  • mit der Wanderbus-Linie 252 ab Nationalpark-Bahnhof Bad Schandau bzw. ab Bad Schandau Elbkai (wer bereits in Bad Schandau ist) bis Schmilka fahren
  • Rückweg mit der Wanderbuslinie 252 bis Bad Schandau
  • Verbindungen unter www.ovps.de bzw. Informationsbroschüre "Touristische Fahrpläne 20XX Sächsisch-Böhmische Schweiz" z. B. im Bahnhof, in der Touristeninformation Bad Schandau oder in den Quartieren erhältlich
  • alternativ in Bad Schandau Elbkai den Nationalpark-Express (NPE) Richtung Mezna Louka bis Schmilka (morgens 2 x) - kein VVO- Tarif

Anfahrt mit Bus & Bahn Anfahrt mit Bus & Bahn


Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe, am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)
  • ggf. Klettergurt und Klettersteig-Set

Tipp des Autors

  • in Schmilka unbedingt das Bio-Bier der ortsansässigen Braumanufaktur und die Backwaren der rustikalen Mühlenbäckerei kosten

Literatur

Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz, Band 1, Berg- & Naturverlag Rölke, ISBN 3-378-934514-08-9

Weitere Infos / Links

  • Die Tour ist nicht für Hunde geeignet.
Tourismusverband Sächsische Schweiz.Tschechischer Partner des Tourismusverbandes Sächsische SchweizSachsen Tourismus