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Wandern mit GPS Download: Wandertour Details

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Foto Der kleine Felstunnel beim Aufstieg zum Arnstein
Der kleine Felstunnel beim Aufstieg zum Arnstein
Icon Wanderweg

Aussichtsreich durch die Hintere Sächsische Schweiz (Elbsandsteingebirge)

Icon Aussichtsreich Icon Rundtour Icon Mit Einkehrmöglichkeit Icon familienfreundlich

Empfohlene Jahreszeiten:

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt

Buschmühle im Kirnitzschtal

Zielpunkt

Buschmühle im Kirnitzschtal

Klassifizierung

Wanderweg

Kurzbeschreibung

Diese mittelschwere Wanderung führt uns auf idyllischen Pfaden abseits der Touristenströme auf die aussichtsreichen Felsformationen Arnstein, Kleinstein, das Kleine und Große Pohlshorn sowie auf den Großen Teichstein im Großen Zschand der Hinteren Sächsischen Schweiz. Am Kleinstein erwartet uns ferner die wunderschöne und markant geformte Kleinsteinhöhle.

Beschreibung

Diese Tour ist besonders reizvoll, weil sie zu weniger bekannten Zielen in der Hinteren Sächsischen Schweiz führt und deshalb nicht so sehr überlaufen ist. Selbst an schönen Wochenenden begegnet man sehr wenigen Menschen. Die Aussichtsfelsen und die Kleinsteinhöhle sind lohnende und spannende Ziele.

Am Arnstein (Ottendorfer Raubschloss, 334 m), unserer ersten Station, sind die Spuren der Vergangenheit sichtbar, überall lassen sich die Befestigungsanlagen früherer Zeiten erahnen. Deutlich sichtbar sind die Falze im Fels, die die Balkenkonstruktionen der Behausungen und Wehranlagen getragen haben. Auch die Steiganlagen und die tiefe Zisterne am Gipfelplateau (mit einem Geländer abgesichert) sind ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Die Aussicht reicht weit bis zu den Schrammsteinen und den Affensteinen. Markante Persönlichkeiten wie der Bloßstock und der Falkenstein zeigen sich in der Ferne von einer ganz anderen Seite.

Die Kleinsteinhöhle ist optisch eine Besonderheit, sieht sie je nach eigener Fantasie aus wie ein Dreieck bzw. wie ein auf dem Kopf stehendes Herz. An schönen Tagen ziehen die Wände rund um die Höhle zahlreiche Kletterer an. Von der Kleinsteinaussicht kann man sie dann auf dem Gipfel beobachten.

Aus einer ganz anderen Perspektive lässt sich die Kleinsteinhöhle vom Großen Pohlshorn (378 m) betrachten. Denn sie ist von dort weithin sichtbar und wegen ihrer markanten Form zweifelsfrei erkennbar.

Das nächste Etappenziel, der Große Teichstein (412 m), steht wohl offensichtlich in direkter Konkurrenz zur nahe gelegenen Gaststätte "Zeughaus". Zu verlockend ist sicherlich für manch Wanderer das Erfrischungsgetränk, das deftige Essen oder der leckere hausgemachte Kuchen. Denn auch hier trifft man nur auf wenige Wanderer. Die Aussicht in westliche Richtung ist grandios, so dass sich der insgesamt 35-minütige Abstecher auf jeden Fall lohnt, bevor wir uns verdientermaßen im vom Gipfel bereits gut sichtbaren Zeughaus stärken. 

Wenn nach dem halbstündigen Rückweg zur Buschmühle dann nochmals Hunger und Durst aufkommen sollten, gibt es dort auch eine gute Gelegenheit, seine Speicher aufzufüllen. 

Wir begeben uns von der Buschmühle wenige Meter entlang der Straße in nordöstliche Richtung bis zur Straßenkreuzung (nach Ottendorf/Sebnitz). Direkt neben dieser Kreuzung führt unser Wanderweg (gelber Strich) durch den Wald aufwärts. Nach etwa 10 Minuten wandern wir an einer Wegkreuzung nach links/nördlich auf dem Reitsteig in Richtung Arnstein weiter (von hier 30 Minuten - ausgeschildert - Wegmarkierung weiterhin gelber Strich). Sanft ansteigend führt uns der Waldweg nach etwa 10 Minuten zur rechtsseitigen Abzweigung "Anstieg" zum Arnstein, der fortan über Treppen und einen schmalen Pfad verläuft. Im Weiterweg wird es etwas kraxeliger, aber nicht schwer. Ein natürlicher enger Felstunnel zwingt insbesondere größere Menschen mit Rucksack in die Knie, weil dieser sich nach oben verjüngt und somit das Durchschreiten erschwert. Abschließend sind noch einige Felsstufen und Metallleitern zu überwinden (unschwierig - allerdings sind die Felsstufen bei Nässe schlüpfrig und die Wände, die insbesondere beim Abstieg links und rechts zum Abstützen verleiten, bemoost und glatt) - bis hier insgesamt 40 Minuten.

Der Abstieg erfolgt bis zur allerersten Wegabzweigung auf dem Zustiegsweg, jedoch gehen wir dort nicht nach rechts weiter, sondern halten uns links auf dem Hauptweg (Markierung roter Strich) und wandern in Richtung Kleinstein ohne nennenswerte Höhenunterschiede weiter ostwärts. An der Abzweigung zur Kleinsteinhöhle gehen wir der Beschilderung nach (links). Der Pfad führt uns wenige Meter durch den Wald, bevor es dann erst über zahlreiche Stufen, danach immer abenteuerlicher zwischen Felsen hindurch entlang geht. Eine rechtsseitige Abzweigung über Stufen zur Kleinsteinaussicht ignorieren wir erst einmal und begeben uns über einen schmalen Pfad, der durch Metallhaltebügel abgesichert ist, weiter zur Kleinsteinhöhle, die wir nach wenigen Sekunden erreichen. Auf dem Rückweg begeben wir uns nun linksseitig auf den Pfad, der uns über Stufen und Metallleitern sowie durch einen kleinen Felstunnel zur schönen Kleinsteinaussicht leitet (45-60 Minuten vom Arnstein).

Der Abstieg erfolgt wie auf dem Hinweg bis zum unten gelegenen Hauptweg, dem wir nun nach links in Richtung Räumichtmühle folgen (weiterhin roter Strich). Nach wenigen Hundert Metern erreichen wir die Schandauer Straße, folgen dieser in Richtung des dortigen Wanderparkplatzes und laufen etwa 250 Meter entlang der Straße, bis linkerhand ein Waldweg abgeht, dem wir nun anfänglich leicht ansteigend wenige hundert Meter folgen. Der Weg endet wiederum an der Straße kurz vor der Räumichtmühle. Wir überqueren noch die Brücke über den Räumichtbach, der uns über den vergangenen Wegabschnitt begleitet hat, überqueren die Straße und laufen etwa 100 Meter nach rechts, bis linkerhand der Weg durch die Mühlschlüchte (grüner Querstrich) abgeht. Alternativ kann man auch ab dem oben erwähnten Wanderparkplatz etwa 600 Meter die Straße entlang bis zu den Mühlschlüchten laufen. 

In den Mühlschlüchten geht es auf mittlerem bis hohem Steigungsniveau immer der grünen Strichmarkierung folgend zur Abzweigung Kleines Pohlshorn (ausgeschildert - etwa 200 Meter hinter einem Picknick-Häuschen). Der kleine Gipfel ist nach 5 Minuten erreicht und der Abstieg erfolgt auch hier auf dem Zustiegsweg (bis hierher insgesamt etwa zweieinhalb Stunden).

Weiter geht es auf dem gleichen ursprünglichen Wanderweg in südwestlicher Richtung. Nach weiteren fünf Minuten kommt rechterhand der ausgeschilderte Pfad zum Großen Pohlshorn, dem wir etwa 15 Minuten folgen und eine tolle Aussichtsstelle erreichen.

Wir steigen etwa 5 Minuten auf dem Hinweg ab und biegen dann an der rechtsseitigen Abzweigung ab und laufen in einigen Serpentinen abwärts, bis wir einen größeren Wanderweg (Oberer Hirschewaldweg) erreichen, dem wir nach rechts weniger als 5 Minuten folgen. Nun wandern wir nach links den Dreisteigensteig (immer noch grüne Strichmarkierung) abwärts, bis wir nach 10 Minuten das Kirnitzschtal erreichen.

Wir überqueren die Bachbrücke (Dreisteigensteg) und folgen dem teilweise stark verwurzelten Pfad recht anstrengend aufwärts.

Bei Erreichen der Wanderwegkreuzung nehmen wir sogleich den gegenüber befindlichen Aufstiegspfad zum Großen Teichstein (ausgeschildert - 20 Minuten). Der Pfad ist an einem schmalen Wegstück und an einer steilen Felstreppe mit einer Stahlkette versichert (unschwierig, etwas Trittsicherheit erforderlich). Ansonsten ist der weitere Pfad schmal, aber ohne schwierige Stellen. Er endet direkt auf dem felsigen, etwas abschüssigen Teil des Großen Teichsteins.

Der Abstieg erfolgt wiederum auf dem Hinweg. An der Wegkreuzung halten wir uns nun an den rechten Weg (grüne Wandermarkierung etwas verwirrend), der uns in 5 bis 10 Minuten direkt zum Zeughaus führt.

Vom Zeughaus bewegen wir uns etwa 10 Minuten auf breitem Schotterpfad in nordwestliche Richtung (roter bzw. gelber Querstrich). An der ausgeschilderten Abzweigung zur Buschmühle (20 Minuten) biegen wir nach rechts ab (Flügel E) und haben noch einen kleinen Schlussanstieg zu bewältigen, bevor es nach 10 bis 15 Minuten links auf einem Pfad direkt zur Buschmühle geht. Das moosige Pflaster auf den letzten abschüssigen 100 m vor der Buschmühle ist bei Feuchtigkeit ziemlich rutschig.


Sicherheitshinweise

  • kleinere Kinder beaufsichtigen, insbesondere am Gipfel des Großen Teichsteins und an der Kleinsteinhöhle (jeweils kein Geländer)

Höhenprofil


Karten

Wanderkarte der Sächsischen Schweiz "Großer Zschand" von Dr. Rolf Böhm/Bad Schandau, 1 : 10.000 (empfohlen) oder alternativ Wander- und Radwanderkarte Nr. 92 "Hintere Sächsische Schweiz" (Blatt 2 - Großer Zschand, Hinterhermsdorf) 1 : 15.000 von Sachsen Kartographie GmbH Dresden

Autor

Lars Reichenberg


Quelle

Logo DAV Sektion AlpinClub Berlin

Anfahrt

  • aus Bad Schandau die Kirnitzschtalstraße in Richtung Hinterhermsdorf bis zum Parkplatz an der Buschmühle fahren bzw. nur bis zur Neumannmühle und dort gegenüber parken
  • aus Hinterhermsdorf die Schandauer Straße, im weiteren Verlauf die Kirnitzschtalstraße in Richtung Bad Schandau bis zum Parkplatz an der Buschmühle oder 300 m weiter bis zum großen Wanderparkplatz gegenüber der Neumannmühle fahren

Parken

  • Parkplatz an der Buschmühle (6 Plätze gegenüber der Straßenkreuzung)
  • großer Wanderparkplatz gegenüber der Neumannmühle (gebührenpflichtig) - 300 m von der Buschmühle entfernt

Öffentliche Verkehrsmittel

  • aus Bad Schandau bzw. Hinterhermsdorf mit der Buslinie 241 (Wanderbus) bis zur Haltestelle "Kirnitzschtal Buschmühle" (www.ovps.de

Anfahrt mit Bus & Bahn Anfahrt mit Bus & Bahn


Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung
  • festes Schuhwerk - am besten knöchelhoch (Kategorie A/B oder B)

Tipp des Autors

  • Nationalpark-Information am Zeughaus - täglich geöffnet, April und Oktober von 10 bis 16 Uhr, Mai bis September 10 bis 18 Uhr

Weitere Infos / Links

  • Die Tour kann auch sehr gut verkürzt werden, wenn nur zum Arnstein und zum Kleinstein/Kleinsteinhöhle gewandert werden soll. Dann bietet sich die Rückfahrt mit dem Bus (Wanderbuslinie 241) ab der Haltestelle Räumichtmühle an (Streckenwanderung).
  • Zusätzlich bietet sich noch ein Abstecher zum Aussichtspunkt "Sturmbauers Eck" (zwischen Kleinstein und Räumichtmühle) an - Zustieg 5 Minuten von der Straße Höhe des dortigen Wanderparkplatzes.
  • Der Aufstieg auf den Arnstein ist nicht für Hunde geeignet.
Tourismusverband Sächsische Schweiz.Tschechischer Partner des Tourismusverbandes Sächsische SchweizSachsen Tourismus