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Foto Auch links der Elbe finden wir imposante Felsnadeln aus hellem Sandstein.
Auch links der Elbe finden wir imposante Felsnadeln aus hellem Sandstein.
Icon Fernwanderweg

Der Malerweg von Liebethal nach Pirna

Icon Aussichtsreich Icon Etappentour Icon Mit Einkehrmöglichkeit

Empfohlene Jahreszeiten:

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt

In Liebethal

Klassifizierung

Fernwanderweg

Kurzbeschreibung

Auf den Spuren großer Maler wandern wir in acht Etappen von Liebethal durch das imposante Elbsandsteingebirge nach Pirna.

Beschreibung

Schon Mitte des 18. Jahrhunderts lockte die Felsenlandschaft des Elbsandsteingebirges die ersten Wanderer in die Sächsische Schweiz. Ihnen folgten viele Künstler, die die wunderbaren Landschaften aus den Schilderungen der Wanderer - die tiefen Felsschluchten und bizarren Felsformationen - entdecken und auf Leinwand festhalten wollten. Darunter befanden sich neben den Schweizern Adrian Zingg und Anton Graff, denen die Erfindung des Namens "Sächsische Schweiz" zugeschrieben wird, auch Berühmtheiten wie die Romantiker Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus und Ludwig Richter. Sie alle folgten bei ihren Reisen einer bevorzugten Route, die am Liebethaler Grund begann und im Prebischtor endete und unter dem Namen „Malerweg“ bekannt wurde. Diese historische Route bildet heute zusammen mit einer Fortführung auf der linken Elbseite den gut ausgebauten und durchgehend mit einem „M“ markierten Malerweg. Auf ihm können wir in acht Etappen auf insgesamt 112 km die geheimnisvolle Felsenlandschaft des Elbsandsteingebirges erkunden. Dabei wandern wir auf naturbelassenen Wegen, über Treppen und Stiegen durch wilde Schluchten, vorbei an schroffen Felsen und zu herrlichen Aussichtspunkten. Auch sehenswerte Kulturdenkmäler wie das Lohmener Schloss, die Felsenburg Neurathen, die Burg Hohnstein oder die Festung Königstein liegen entlang der fünf rechtselbischen und drei linkselbischen Etappen des Malerwegs. Nicht umsonst wurde die fünfte Etappe des Malerwegs zum schönsten deutschen Wanderziel 2008 gewählt.

Etappe 1:

Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Malerweg in Liebethal und folgen dem Flüsschen Wesenitz durch den Liebenthaler Grund. Das malerische Tal war schon Anfang des 19. Jahrhunderts als Tor zur Sächsischen Schweiz bekannt. Kurz vor den ersten Häusern passieren wir das Richard-Wagner-Denkmal, überqueren an der Lochmühle die Wesenitz, wechseln am Wasserkraftwerk an der Daubemühle erneut die Flussseite und erreichen den Ortsteil Lohmen-Mühlsdorf. Auf der Richard-Wagner-Straße wandern wir nach rechts durch den Ort, halten uns in der Rechtskurve geradeaus und biegen dann nach links in die Lohmener Straße ab, die uns zum Waldrand führt. Erst am Waldrand entlang und später durch ein Waldstück geht es auf einem naturbelassenen Weg zum Koordinatenstein 51° N 14° O und wieder zum Ufer der Wesenitz. Diese queren wir erneut und erreichen über einen Feldweg Lohmen-Hohle. Am anderen Ende des Ortsteils schlagen wir den Brückwaldweg ein, passieren den Schleifgrund und wandern schließlich weiter durch den Uttewalder Grund. Hier erheben sich steile Felswände zu beiden Seiten des Tales, die auch im Sommer für angenehme Temperaturen und eine reiche Farnvielfalt sorgen. Besonders bekannt ist das Uttewalder Felsentor, eine Felsformation, die von vielen Künstlern der Romantik festgehalten wurde und den Beginn des Nationalparks Sächsische Schweiz markiert. Schließlich trifft unser Waldweg auf einen befestigten Weg, der uns durch den Wehlener Grund zu einem Aussichtspunkt hoch über den Dächern von Stadt Wehlen bringt, von wo wir herrliche Ausblicke über die Elbe und die Stadt haben. Nach dem Passieren des Aussichtspunktes und einer kleinen Burgruine erreichen wir über Stufen unser Etappenziel Stadt Wehlen.

 

Etappe 2:

Die zweite Etappe des Malerweges startet in Stadt Wehlen und verläuft zuerst am Elbeufer entlang und später waldreich über den Schwarzbergweg bis zum Steinernen Tisch. Dort halten wir uns rechts und gelangen auf dem Fremdenweg immer weiter durch den Wald zum berühmtesten Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, der Bastei. Hier genießen wir eine atemberaubende Aussicht über das Elbtal und die Felsen des Elbsandsteingebirges bis in die böhmische Schweiz, bevor wir über die Basteibrücke hinweg auf Stufen ins Tal des Amselgrundbachs hinabsteigen. Hier bieten sich ein Abstecher zur Felsenburg Neurathen und ein Besuch des Kurortes Rathen mit hervorragenden Einkehr- und Rastmöglichkeiten an. Weiter geht es vorbei an der Felsenbühne, einer der schönsten Naturbühnen Europas, zum Amselsee und durch den Amselgrund zum Amselfall, einem Wasserfall der schon den Maler Christian Gottlob Hammer zu einem Gemälde inspirierte. Von April bis Oktober hat hier die Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz ihre Türen geöffnet. Nun wandern wir aufwärts bis nach Rathewalde, biegen erst links in die Teichstraße, dann rechts in den Querweg ein und stoßen bald auf die Hohnsteiner Straße, die uns rechterhand zur Hocksteinschänke führt. Von dort geht es auf dem Hocksteinweg zum Hockstein, wo sich die Überreste einer mittelalterlichen Wehranlage befinden. Uns bieten sich grandiose Einblicke in das 115 m tiefer liegende Polenztal, in das wir durch die Wolfsschlucht hinabsteigen. Auf der anderen Talseite bringt uns der Schindergraben in das malerische Fachwerkstädtchen Hohnstein. Die trutzige Felsenburg oberhalb der Stadt ist das Wahrzeichen Hohnsteins.  Sehenswert ist auch die Stadtkirche von Hohnstein, die von Georg Bähr, dem Erbauer der Dresdner Frauenkirche geplant wurde.

 

Etappe 3:

In Hohenstein beginnt die dritte Etappe des Malerwegs. Der Halbenweg führt uns durch den Großen und den Kleinen Halbengrund, in dem sich etwas versteckt neben dem Wanderweg die von einer ca. 18 m hohen Felswand umrahmte Gautschgrotte befindet. Am Ende der Schlucht folgen wir zuerst dem Räumigtweg und dann der befestigten Brandstraße zum so genannten „Balkon der Sächsischen Schweiz“ –  dem Brand. Der Ausblick über das Polenztal, die Tafelberge und die Schrammsteine bis zur Böhmischen Schweiz ist herrlich. Stufen bringen uns hinab zum Tiefengrundbach, dem wir ca. 300 m nach links folgen bis rechts der Dorfgrund abzweigt. Durch ihn geht es nun hinauf nach Waitzdorf, wo wir uns rechts halten und hinter den letzten Häusern wiederum rechts auf den Waitzdorfer Rundweg einbiegen. Nun folgen wir dem Mühlweg und erreichen durch den Kohlichtgraben die an der Sebnitz gelegene Kohlmühle. Immer dem Fluss nach links folgend und ihn mehrmals querend sehen wir bald links von uns die Ruine des im 14. Jahrhundert erstmals erwähnten Goßdorfer Raubschlosses liegen. Hier zweigt der Malerweg rechts ab auf einen Pfad und führt uns dann auf dem befestigten Mühlenweg zu unserem Etappenziel Altendorf.

 

Etappe 4:

Etappe 4 des Malerwegs beginnt in Altendorf, das wir auf der Straße „Zum Hegebusch“ verlassen, um uns am Waldrand nach rechts zu wenden und entlang des Dorfbachs ins Kirnitzschtal abzusteigen. Nun folgen wir dem Lehrpfad Flößersteig bis zur Ostrauer Mühle und wandern dort bergauf über den Wenzelweg, den Bauweg und den Elbleitenweg zum Großen Schrammtor und weiter über den Gratweg zur Schrammsteinaussicht. Dabei passieren wir zerklüftete Felsen und müssen Stiegen und Leitern überwinden, weshalb für diesen Wegabschnitt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich ist. Dafür belohnt uns die Schrammsteinaussicht mit einem grandiosen Panorama. Der Gratweg und der Schrammsteinweg führen uns weiter durch die faszinierende Felsenlandschaft zum Kleinen Dom, von wo aus wir auf dem Sandlochweg, dem Zeughausweg und dem Unteren Affensteinweg zum Dietrichsgrund wandern. Auf dem Weg lohnt sich ein Abstecher zu den rechterhand gelegenen Affensteinen, einer Gruppe steil aufragender, schlanker Felstürme. Durch den Dietrichsgrund gelangen wir zum Beuthenfall, folgen dann der Kirnitzsch vorbei an der Heidemühle und dem Lichtenhainer Wasserfall und steigen rechts bergan zum Kuhstall, der größten Felsenhöhle des Elbsandsteingebirges. Vom Kuhstall folgen wir dem Haussteig, den Ferkelschlüchten und dem kleinen Zschand zur Felsenmühle an der Kirnitzsch und erreichen, uns rechts haltend, wenig später unser Etappenziel, die Neumannmühle. In der einstigen Holzschneidemühle ist heute ein technisches Museum untergebracht, das die Herstellung des Holzschliffs bei der Papierherstellung illustriert.

 

Etappe 5:

Wir starten an der Neumannmühle zu unserer fünften Etappe auf dem Malerweg und wandern entlang der Landstraße an der Buschmühle vorbei bis zur Kreuzung. Dort halten wir uns links und steigen auf einem Stichweg bergauf bis wir auf den Neuen Weg stoßen, dem wir nach rechts folgen. Nach dem Überqueren des Goldbachs kommen wir zum Wanderparkplatz "Stormbauers Eck", folgen dort der Landstraße für ca. 600 m und biegen dann an der Räumichtmühle rechts ab in die Mühlschlüchte. Ein naturbelassener, steiler Weg führt uns über das Große Pohlshorn und, nun als kleiner Pfad, weiter hinab zur Kirnitzsch und zum gemütlichen Gasthaus "Zeughaus" im Großen Zschand, einem trockenen Seitental des Kirnitzschtals mit stark zerklüfteten Felsen und engen Seitenschluchten. Nun geht es über den Roßsteig zum Katzenstein und über den Fremdenweg hinauf auf den Großen Winterberg. Auf dem Gipfel des mit 556 m höchsten Berges auf der rechten Elbeseite befinden sich eine Nationalpark-Informationsstelle, eine Berggaststätte und ein Hotel. Um zu unserem Etappenziel, dem Grenzörtchen Schmilka zu gelangen, folgen wir kurz der Winterbergstraße, biegen dann nach rechts ab und wandern auf dem naturbelassenen Bergsteig hinab nach Schmilka am Ufer der Elbe. 

 

Etappe 6:

Zu Beginn der sechsten Etappe müssen wir in Schmilka mit der Fähre auf die andere Elbseite wechseln. Am anderen Ufer halten wir uns 250 m links und biegen dann nach rechts auf den steil ansteigenden Aschersteig ein, an dessen Ende uns ein Feldweg nach Schöna bringt. Dabei haben wir einen herrlichen Blick auf die beiden Hausberge Schönas, die Tafelberge Zirkelstein und Kaiserkrone. In Schöna folgen wir dem Grundweg in das Tal des Mühlgrundbachs, queren an der Buschmühle den Bach und wandern über den Wolfberg mit malerischem Blick über die beiden Dörfer und bis zu den Schrammsteinen nach Reinhardtsdorf. Dort überqueren wir die Hauptstraße, wandern links auf einem asphaltierten Weg über den Krippenberg und auf dem Püschelweg und dem Koppelsbergweg bis zur Liethenmühle. Nun steigen wir zum schräg rechts von uns gelegenen Ort Kleinhennersdorf hinauf, wo wir ein wunderbares Schrammsteinpanorama genießen können. Auf der Hauptstraße und dem alten Schulweg passieren wir Kleinhennersdorf und gelangen, vorbei am Kleinhennersdorfer Stein mit sehenswerten Höhlen und dem Suppelsgrund, über die Papststufen auf den Papststein. Der Weg über Eisentreppen durch die zerklüfteten Felswände bis zum Gipfelplateaut ist ebenso ein Genuss wie der der Panoramablick, der sich uns von dort oben bietet. An der Gaststätte können wir uns stärken, bevor es über Holzbohlen hinab zur Landstraße und über mehrere Steigleitern auf den gegenüberliegenden Gohrischstein hinauf geht, wo sich ein kleiner Picknickpavillon befindet. In westlicher Richtung können wir bereits zwei Ziele der nächsten Etappe erkennen, den Pfaffenstein mit der bekannten Felsnadel Barbarine und die Festung Königstein. Auf dem Muselweg wandern wir hinunter in den kleinen Luftkurort Gohrisch, dem Ziel unserer Etappe.

 

Etappe 7:

Wir verlassen den Kurort Gohrisch, den Startpunkt der siebten Etappe auf der Pfaffendorfer Straße und wandern über den Alten Schulweg hinab nach Pfaffendorf. Die vielen schönen Dreiseithöfe mit einem Fachwerkobergeschoss erinnern an die bäuerliche Vergangenheit des Ortes, der heute zu Königstein gehört. Nachdem wir die Pfaffendorfer Straße überquert haben, folgen wir dem Pfaffensteinweg aufwärts und erklimmen durch das „Nadelöhr“ den Pfaffenstein, wo wir einen kleinen Abstecher zur berühmten und sagenumwobenen Felsnadel Barbarine machen können. Danach verlassen wir den Pfaffenstein über den Klammweg, passieren einen alten Ringwall und umrunden das Plateau des Quirl. Das größte Gipfelplateau der Sächsischen Schweiz ist vor allem wegen seiner vielen Höhlen bekannt. Die am Quirl gelegene Diebshöhle ist die größte Höhle der Sächsischen Schweiz. Nun steigen wir ab nach Königstein, halten uns an der Kirche links und steigen die Stufen des Latzwegs hinauf zur Festung Königstein. Die hoch über dem Elbtal gelegene Bergfestung, in der heute verschiedene Ausstellungen untergebracht sind, bietet uns einen einzigartigen Blick über die gesamte Region. Hinter der Neuen Schänke queren wir die B172 und erreichen über die Thürmsdorfer Straße den Ort Thürmsdorf. Der Malerweg führt uns zum Thürmsdorfer Schloss mit wunderschöner, unter Denkmalschutz stehender Parkanlage und verläuft dann immer oberhalb der Elbe am Hang entlang an den Eulensteinen vorbei nach Weißig, wo diese Etappe endet.

 

Etappe 8:

Wir starten in Weißig zu der achten und letzten Etappe des Malerwegs und steigen hinauf zum Rauenstein, dem niedrigsten und nördlichsten Tafelberg der Sächsischen Schweiz. Der Kammweg, der uns über den lang gezogenen Gipfel nach Wehlen-Pötzscha führt, bietet eine weite Panoramasicht zu Bastei, Lilienstein, Zirkelstein und bis in die Böhmische Schweiz. In Pötzscha geht es ein kurzes Stück auf der Obervogelgesanger Straße entlang, bis links der Bergweg nach Naundorf abzweigt. Hier befindet sich das Robert-Sterl-Haus – das ehemalige Wohnhaus eines der bekanntesten deutschen Spätimpressionisten und das bedeutendste Kunstmuseum der Sächsischen Schweiz. Auf einem naturbelassenen Pfad wandern wir oberhalb der Elbe über die Königsnase bis zum Obervogelgesang, wo wir zum Fluss hinab steigen und am Ufer entlang nach Pirna mit seinen zahlreichen Erkern, Giebeln und Portalen. Hier beenden wir die achte und letzte Etappe des Malerwegs.

 


Sicherheitshinweise

Auf den schmalen Wegen ist Trittsicherheit und entsprechendes Schuhwerk erforderlich.

 


Höhenprofil


Autor

Malin Frank


Quelle

Logo Outdooractive-Redaktion

Anfahrt

A 17 bis zur Ausfahrt nach Großsedlitz, die Elbe westlich von Pirna queren und über Hinterjessen nach Liebethal

 


Parken

In Liebethal

 

 


Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Pirna, von dort weiter mit dem Bus bis nach Liebethal

 

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